Datenschutzvorfall: Cyberangriff auf das Landesnetz Berlin

Benachrichtigung für betroffene Bürgerinnen und Bürger aus dem Bereich der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

Stand: 10. September 2026

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gehört zu den am stärksten von dem Cyberangriff auf das Landesnetz Berlin betroffenen Behörden. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen des Landes Berlin und des Bundes und unterstützt von externen Spezialisten arbeiten wir mit Hochdruck daran, die betroffenen Daten zu analysieren und die Ursachen aufzuklären. Trotz aller Anstrengungen wird es noch längere Zeit dauern, bis wir mit Sicherheit wissen, welche persönlichen Daten von Bürgerinnen und Bürgern aus den Systemen der Senatsverwaltung abgeflossen sind.

An dieser Stelle veröffentlichen und aktualisieren wir fortlaufend unsere jeweils aktuellen Erkenntnisse zu spezifischen Gruppen von Betroffenen und den jeweils abgeflossenen Daten. Soweit möglich, informieren wir auch über resultierende Risiken und Maßnahmen, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu ihrem Schutz ergreifen können. Damit erfüllen wir auch unsere gesetzliche Pflicht zur Benachrichtigung der von dem Datenschutzvorfall betroffenen Personen (Art. 34, Absatz 3, Buchstabe c DSGVO). Eine zusätzliche proaktive Benachrichtigung durch öffentliche Bekanntmachung oder individuelle Ansprache nach Maßgabe der gesetzlichen Vorgaben erfolgt nur, soweit eine zusätzliche Betroffenheit in einem anderen Zusammenhang gegeben ist (zum Beispiel, wenn auch sensible Daten aus einem Verwaltungsverfahren unserer Behörde abgeflossen sein sollten, an dem Sie beteiligt waren). Davon unbenommen bleibt die Beantwortung von Auskunftsanfragen.

Diese Informationen ergänzen die Hinweise auf der Webseite der Senatskanzlei.

Weiterführende Informationen und Handreichungen zu Schutzmaßnahmen erhalten Sie

Folgende Personengruppen sind betroffen:

  • Bewerberinnen und Bewerber für eine Tätigkeit bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt

    Wir müssen davon ausgehen, dass in erheblichem Umfang personenbezogene Daten von Bürgerinnen und Bürgern abgeflossen sind, die sich für eine Tätigkeit in unserem Haus beworben haben. Betroffen sind wahrscheinlich Bewerbungen für Tätigkeiten in allen Bereichen der Senatsverwaltung, sowohl von Mitarbeitern anderer Behörden als auch von Bürgerinnen und Bürgern, die bisher nicht im öffentlichen Dienst tätig waren. Auch Daten aus Bewerbungen um Ausbildungsplätze, Praktika u.ä. können abgeflossen sein.

    Welche Daten sind möglicherweise abgeflossen?

    • Vorname
    • Nachname
    • Geburtsdatum und Ort, Familienstand
    • Kontaktdaten, z.B. Telefonnummer und E-Mail-Adresse
    • Anschrift
    • Information über Ihre Bewerbung auf die betreffende Stelle
    • Von Ihnen im Rahmen der Bewerbung eingereichte Unterlagen (z.B. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc.) bzw. die darin enthaltenen Daten (z.B. schulischer und beruflicher Hintergrund, Fähigkeiten und Kenntnisse, Auszeichnungen)
    • Gesundheitsdaten, insbesondere Angaben zu einer möglichen Schwerbehinderteneigenschaft
    • Von der Senatsverwaltung im Rahmen Ihres Bewerbungsverfahrens erstellte Dokumentationen (z.B. Ranglisten, Auswahlvermerke) bzw. die darin enthaltenen Daten (z.B. Informationen zur Eignung für die betreffende Stelle, )
    • Kommunikation zwischen Ihnen und der Senatsverwaltung im Rahmen des Bewerbungsverfahrens

    Welche Risiken bestehen und wie können Sie sich schützen?

    Sollten personenbezogene Daten in unbefugte Hände gelangt sein, könnten diese für rechtswidrige Zwecke genutzt werden – etwa zur Annahme Ihrer Identität, zur Bestellung von Waren in Ihrem Namen oder zu anderen betrügerischen Handlungen. Außerdem könnten Unbekannte versuchen, sich als Behörden oder vertraute Stellen auszugeben, um weitere Daten zu erlangen. Mithilfe der aus Bewerbungsdaten gewonnenen Informationen könnten Dritte versuchen, Sie oder Personen in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld zu täuschen, z.B. mithilfe von Kenntnissen über Ihren Lebenslauf und Werdegang den Eindruck einer persönlichen Beziehung zu Ihnen zu erwecken. Es besteht auch die Gefahr, dass Betrüger versuchen, Sie durch vermeintlich auf Ihr Profil zugeschnittene Stellenangebote zu ködern.

    Bitte beachten Sie folgende Schutzmaßnahmen:

    • Seien Sie aufmerksam bei eingehenden Nachrichten, die vorgeben, von den Senatsverwaltungen oder anderen Behörden zu stammen. Dass jemand persönliche Angaben über Sie oder Ihre Bewerbung bei der Senatsverwaltung kennt, ist nach diesem Datenleck kein sicherer Nachweis mehr dafür, dass diese Person die ist, für die sie sich ausgibt. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie unaufgeforderte Hilfsangebote im Zusammenhang mit dem Cyberangriff erhalten, z.B. die Prüfung Ihrer Betroffenheit oder das Löschen von Daten aus dem Darknet. Prüfen Sie die Authentizität im Zweifel telefonisch.
    • Seien Sie insbesondere misstrauisch, wenn sich plötzlich Menschen bei Ihnen melden, die vorgeben, Sie noch aus Schulzeiten oder ausfrüheren beruflichen Stationen zu kennen. Sensibilisieren Sie auch Ihr Umfeld für die Gefahr, dass Betrüger versuchen könnten, sich auf diese Weise Vertrauen zu erschleichen.
    • Prüfen Sie unaufgefordert an Sie gerichtete Angebote besonders kritisch. Insbesondere Angebote für berufliche Tätigkeiten, auf die Sie sich nicht beworben haben, können auf einen Betrugsversuch hindeuten.
    • Falls Sie im Rahmen Ihrer Bewerbung Kontodaten angegeben haben (z.B. zur Erstattung von Reisekosten), behalten Sie Ihre Kontobewegungen im Blick. Achten Sie auf Abbuchungen, die Sie nicht zuordnen können, sowie auf Post zu Verträgen, die Sie nicht abgeschlossen haben. Bei unberechtigten Abbuchungen wenden Sie sich sofort an Ihre Bank. Lassen Sie die Buchung rückabwickeln und die Bank- und Kreditkarten sperren. Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar.
    • Falls Ihre Bewerbungsunterlagen Informationen von Dritten (z.B. Familienangehörigen, ehemaligen Arbeitgeberinnen oder Arbeitgebern, ehemaligen Kolleginnen oder Kollegen) enthalten, weisen Sie diese darauf hin, dass Ihre Daten ggf. ebenfalls betroffen sein können, und verweisen Sie sie auf diese Seite und die Webseite der Senatskanzlei.
    • Falls Sie Anhaltspunkte (z.B. unbefugte Kontoabbuchungen, Warenbestellungen in Ihrem Namen) haben, dass Ihre Daten für Straftaten wie Betrug oder Identitätsmissbrauch genutzt werden:
      • erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der Internetwache der Polizei Berlin oder Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie alle relevanten Informationen mit, die Sie haben: Screenshots, E-Mails, Datum und Uhrzeit der Vorfälle.
      • Dokumentieren Sie alles. Halten Sie fest, was wann passiert ist, was Sie unternommen haben und mit wem Sie gesprochen haben. Diese Aufzeichnungen benötigen Sie, wenn Sie später Ansprüche geltend machen wollen.
  • Ehemalige Beschäftigte der Senatsverwaltung

    In erheblichem Umfang betroffen sind auch Daten von ehemaligen Beschäftigten der Senatsverwaltung. Dazu zählen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zwischenzeitlich in anderen Behörden und Einrichtungen des Landes Berlin tätig sind, oder die nur zeitweilig in die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt abgeordnet waren. Auch ehemalige Auszubildende, Praktikanten u.ä. können betroffen sein.

    Welche Daten sind möglicherweise abgeflossen?

    • Vorname
    • Nachname
    • Geburtsdatum und Ort, Familienstand
    • Kontaktdaten, z.B. Telefonnummer und E-Mail-Adresse
    • Anschrift
    • Informationen über Ihre dienstliche Position, Tätigkeiten und Leistungsbeurteilungen
    • Angaben zum Lebenslauf und zum schulischen und beruflichen Werdegang
    • Im Rahmen Ihrer Tätigkeit für die Senatsverwaltung erstellte Personalunterlagen
    • Gesundheitsdaten, insbesondere Angaben zu einer möglichen Schwerbehinderteneigenschaft, Ergebnisse von Diensttauglichkeitsuntersuchungen
    • Angaben zur Konfessionszugehörigkeit
    • Daten, die in einem persönlichen Laufwerk gespeichert waren
    • Inhalte von E-Mailpostfächern
    • Dokumente zu dienstlichen Vorgängen, an denen Sie beteiligt waren.

    Welche Risiken bestehen und wie können Sie sich schützen?

    Sollten personenbezogene Daten in unbefugte Hände gelangt sein, könnten diese für rechtswidrige Zwecke genutzt werden – etwa zur Annahme Ihrer Identität, zur Bestellung von Waren in Ihrem Namen oder zu anderen betrügerischen Handlungen. Außerdem könnten Unbekannte versuchen, sich als Behörden oder vertraute Stellen auszugeben, um weitere Daten zu erlangen. Mithilfe der aus den Daten über Ihre frühere Tätigkeit bei der Senatsverwaltung gewonnenen Informationen könnten Dritte versuchen, Sie oder Personen in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld zu täuschen, z.B. mithilfe von Kenntnissen über Ihren Lebenslauf und Ihre berufliche Tätigkeit den Eindruck einer persönlichen oder dienstlichen Beziehung zu Ihnen zu erwecken.

    Bitte beachten Sie folgende Schutzmaßnahmen:

    • Seien Sie aufmerksam bei eingehenden Nachrichten, die vorgeben, von den Senatsverwaltungen oder anderen Behörden zu stammen. Dass jemand persönliche Angaben über Sie oder Ihre frühere Tätigkeit bei der Senatsverwaltung kennt, ist nach diesem Datenleck kein sicherer Nachweis mehr dafür, dass diese Person die ist, für die sie sich ausgibt. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie unaufgeforderte Hilfsangebote im Zusammenhang mit dem Cyberangriff erhalten, z.B. die Prüfung Ihrer Betroffenheit oder das Löschen von Daten aus dem Darknet. Prüfen Sie die Authentizität im Zweifel telefonisch.
    • Seien Sie insbesondere misstrauisch, wenn sich plötzlich Menschen bei Ihnen melden, die vorgeben, Sie aus Ihrer Dienstzeit bei der Senatsverwaltung zu kennen. Sensibilisieren Sie auch Ihr Umfeld für die Gefahr, dass Betrüger versuchen könnten, sich auf diese Weise Vertrauen zu erschleichen.
    • Falls Sie Kontodaten auf Ihrem früheren persönlichen Laufwerk gespeichert hatten, behalten Sie Ihre Kontobewegungen im Blick. Achten Sie auf Abbuchungen, die Sie nicht zuordnen können, sowie auf Post zu Verträgen, die Sie nicht abgeschlossen haben. Bei unberechtigten Abbuchungen wenden Sie sich sofort an Ihre Bank. Lassen Sie die Buchung rückabwickeln und die Bank- und Kreditkarten sperren. Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar.
    • Ändern Sie Passwörter, die Sie möglicherweise auf Ihrem persönlichen Laufwerk gespeichert hatten. Verwenden Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Speichern Sie Ihre Passwörter in einem Passwort-Safe.
    • Falls Sie auf Ihrem persönlichen Laufwerk Informationen von Dritten (z.B. von Familienangehörigen oder privaten Bekannten) gespeichert hatten, weisen Sie diese darauf hin, dass deren Daten ggf. ebenfalls betroffen sein können, und verweisen Sie sie auf diese Seite und die Webseite der Senatskanzlei.
    • Falls Sie Anhaltspunkte (z.B. unbefugte Kontoabbuchungen, Warenbestellungen in Ihrem Namen) haben, dass Ihre Daten für Straftaten wie Betrug oder Identitätsmissbrauch genutzt werden:
      • erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der Internetwache der Polizei Berlin oder Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie alle relevanten Informationen mit, die Sie haben: Screenshots, E-Mails, Datum und Uhrzeit der Vorfälle.
      • Dokumentieren Sie alles. Halten Sie fest, was wann passiert ist, was Sie unternommen haben und mit wem Sie gesprochen haben. Diese Aufzeichnungen benötigen Sie, wenn Sie später Ansprüche geltend machen wollen.

An wen kann ich mich mit weiteren Fragen wenden?

Weitere Fragen können Sie im Bereich der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt an die speziell für den Angriff auf das Landesnetz eingerichtete Anlaufstelle Datenschutzvorfall@Senmvku.berlin.de richten.

Bitte beachten Sie dabei den aktuellen Stand: Die Auswertung der veröffentlichten Daten dauert noch an. Wegen des hohen Aufkommens von Anfragen kann die Bearbeitung Ihres Anliegens längere Zeit in Anspruch nehmen.