Wir müssen davon ausgehen, dass in erheblichem Umfang personenbezogene Daten von Bürgerinnen und Bürgern abgeflossen sind, die sich für eine Tätigkeit in unserem Haus beworben haben. Betroffen sind wahrscheinlich Bewerbungen für Tätigkeiten in allen Bereichen der Senatsverwaltung, sowohl von Mitarbeitern anderer Behörden als auch von Bürgerinnen und Bürgern, die bisher nicht im öffentlichen Dienst tätig waren. Auch Daten aus Bewerbungen um Ausbildungsplätze, Praktika u.ä. können abgeflossen sein.
Welche Daten sind möglicherweise abgeflossen?
- Vorname
- Nachname
- Geburtsdatum und Ort, Familienstand
- Kontaktdaten, z.B. Telefonnummer und E-Mail-Adresse
- Anschrift
- Information über Ihre Bewerbung auf die betreffende Stelle
- Von Ihnen im Rahmen der Bewerbung eingereichte Unterlagen (z.B. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc.) bzw. die darin enthaltenen Daten (z.B. schulischer und beruflicher Hintergrund, Fähigkeiten und Kenntnisse, Auszeichnungen)
- Gesundheitsdaten, insbesondere Angaben zu einer möglichen Schwerbehinderteneigenschaft
- Von der Senatsverwaltung im Rahmen Ihres Bewerbungsverfahrens erstellte Dokumentationen (z.B. Ranglisten, Auswahlvermerke) bzw. die darin enthaltenen Daten (z.B. Informationen zur Eignung für die betreffende Stelle, )
- Kommunikation zwischen Ihnen und der Senatsverwaltung im Rahmen des Bewerbungsverfahrens
Welche Risiken bestehen und wie können Sie sich schützen?
Sollten personenbezogene Daten in unbefugte Hände gelangt sein, könnten diese für rechtswidrige Zwecke genutzt werden – etwa zur Annahme Ihrer Identität, zur Bestellung von Waren in Ihrem Namen oder zu anderen betrügerischen Handlungen. Außerdem könnten Unbekannte versuchen, sich als Behörden oder vertraute Stellen auszugeben, um weitere Daten zu erlangen. Mithilfe der aus Bewerbungsdaten gewonnenen Informationen könnten Dritte versuchen, Sie oder Personen in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld zu täuschen, z.B. mithilfe von Kenntnissen über Ihren Lebenslauf und Werdegang den Eindruck einer persönlichen Beziehung zu Ihnen zu erwecken. Es besteht auch die Gefahr, dass Betrüger versuchen, Sie durch vermeintlich auf Ihr Profil zugeschnittene Stellenangebote zu ködern.
Bitte beachten Sie folgende Schutzmaßnahmen:
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Seien Sie aufmerksam bei eingehenden Nachrichten, die vorgeben, von den Senatsverwaltungen oder anderen Behörden zu stammen. Dass jemand persönliche Angaben über Sie oder Ihre Bewerbung bei der Senatsverwaltung kennt, ist nach diesem Datenleck kein sicherer Nachweis mehr dafür, dass diese Person die ist, für die sie sich ausgibt. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie unaufgeforderte Hilfsangebote im Zusammenhang mit dem Cyberangriff erhalten, z.B. die Prüfung Ihrer Betroffenheit oder das Löschen von Daten aus dem Darknet. Prüfen Sie die Authentizität im Zweifel telefonisch.
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Seien Sie insbesondere misstrauisch, wenn sich plötzlich Menschen bei Ihnen melden, die vorgeben, Sie noch aus Schulzeiten oder ausfrüheren beruflichen Stationen zu kennen. Sensibilisieren Sie auch Ihr Umfeld für die Gefahr, dass Betrüger versuchen könnten, sich auf diese Weise Vertrauen zu erschleichen.
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Prüfen Sie unaufgefordert an Sie gerichtete Angebote besonders kritisch. Insbesondere Angebote für berufliche Tätigkeiten, auf die Sie sich nicht beworben haben, können auf einen Betrugsversuch hindeuten.
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Falls Sie im Rahmen Ihrer Bewerbung Kontodaten angegeben haben (z.B. zur Erstattung von Reisekosten), behalten Sie Ihre Kontobewegungen im Blick. Achten Sie auf Abbuchungen, die Sie nicht zuordnen können, sowie auf Post zu Verträgen, die Sie nicht abgeschlossen haben. Bei unberechtigten Abbuchungen wenden Sie sich sofort an Ihre Bank. Lassen Sie die Buchung rückabwickeln und die Bank- und Kreditkarten sperren. Der Sperr-Notruf 116 116 ist rund um die Uhr erreichbar.
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Falls Ihre Bewerbungsunterlagen Informationen von Dritten (z.B. Familienangehörigen, ehemaligen Arbeitgeberinnen oder Arbeitgebern, ehemaligen Kolleginnen oder Kollegen) enthalten, weisen Sie diese darauf hin, dass Ihre Daten ggf. ebenfalls betroffen sein können, und verweisen Sie sie auf diese Seite und die Webseite der Senatskanzlei.
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Falls Sie Anhaltspunkte (z.B. unbefugte Kontoabbuchungen, Warenbestellungen in Ihrem Namen) haben, dass Ihre Daten für Straftaten wie Betrug oder Identitätsmissbrauch genutzt werden:
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erstatten Sie bitte umgehend Anzeige bei der Internetwache der Polizei Berlin oder Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Bringen Sie alle relevanten Informationen mit, die Sie haben: Screenshots, E-Mails, Datum und Uhrzeit der Vorfälle.
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Dokumentieren Sie alles. Halten Sie fest, was wann passiert ist, was Sie unternommen haben und mit wem Sie gesprochen haben. Diese Aufzeichnungen benötigen Sie, wenn Sie später Ansprüche geltend machen wollen.