Mit dem Projekt „Erfassung von Entsiegelungspotenzialen in Berlin“ wurden von 2010 bis 2025 Informationen über Entsiegelungspotenzialflächen im Berliner Stadtgebiet erhoben. Die regelmäßige Flächenrecherche fokussierte auf die Berliner Bezirke, die vier Berliner Forstämter sowie private Eigentümer. Die Datenerhebung umfasste insbesondere Informationen zur Lage und Flächengröße, zu den Eigentumsverhältnissen, zu bestehenden, ehemaligen, oder geplanten Nutzungen, zur Art der Versiegelung und dem potenziellen Entsiegelungsumfang sowie zu eventuell bestehenden Planungshemmnissen und Abstimmungsbedarfen. Mit der Karte „Entsiegelungspotenziale“ wurden die Ergebnisse (mit Stand August 2025) visualisiert. Die Karte und weitere Informationen sind im Umweltatlas Berlin und im Geoportal Berlin hinterlegt.
Der entstandene Flächenpool für potenzielle Entsiegelungsmaßnahmen diente u.a. als Unterstützung für Behörden, Investoren und Planungsbüros bei der Recherche nach Ausgleichs- und Kompensationsflächen im Stadtgebiet. Gleichzeitig betont das Projekt die langjährigen Bemühungen der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Entsiegelungsmaßnahmen in einem engen Zusammenhang mit der anschließenden Wiederherstellung der natürlichen Bodenfunktionen bzw. einer durchwurzelbaren Bodenschicht zu betrachten und zu planen. Nur so kann eine nachhaltige Verbesserung der Berliner Bodenqualität erreicht und ein Beitrag zur Klimaanpassung Berlins geleistet werden.
Im Rahmen der Entwicklung eines Entsiegelungsprogramms für das Land Berlin wird die Vorgehensweise zur Erfassung und Priorisierung von Entsiegelungspotenzialflächen im Land Berlin bis Ende 2026, unter Einbezug aktueller Anforderungen, umfassend geprüft und angepasst. Aus diesem Grund ist das Projekt zur Erfassung von Entsiegelungspotenzialen derzeit pausiert.