Programmplan Landschaftsbild

Spree mit Uferpromenade, Bäumen, Brücke und Fernsehturm im Hintergrund.

Ein Plan für das Besondere der Stadt

Flüsse und Seen, Alleen und Parks, historische Dorfanger und die Spuren der deutschen Teilung – der Charakter Berlins wird von vielen Facetten geprägt. Der Programmplan Landschaftsbild hat zum Ziel, diese Eigenarten zu bewahren und aufzuwerten. Zum Landschaftsbild zählt dabei alles, was das Erscheinungsbild der Stadt bestimmt – sowohl natürliche Elemente wie Topografie oder Gewässer als auch kulturelle wie Gebäude und Infrastrukturen. Was davon als schön wahrgenommen wird, ist nachrangig. Für das Landschaftsprogramm (LaPro) ist entscheidend: Was ist prägend für Berlin und seine Geschichte?

Ziele für Berlin

  1. Die Entstehungsgeschichte der Stadt erlebbar machen
  2. Die Eigenart besonderer Orte bewahren und stärken
  3. Prägende Elemente wie Ufer, Alleen oder Stadtplätze erhalten und aufwerten
  • Kanal mit Ufermauern, Bäumen mit gelbem Laub und Gebäuden bei blauem Himmel.

    Berlins Wasserreichtum erlebbar zu machen, ist ein zentrales Ziel des LaPro. Schön flanieren lässt es sich unter anderem am Spandauer Schifffahrtskanal.

  • Eine Frau und drei Kinder stehen an einem Zaun und schauen auf ein grasendes Rind auf einer Weide.

    Wo einst Abwässer versickerten, lädt heute ein Landschaftspark zum Erholen ein. Die Wartenberger Feldmark ist ein typisches Beispiel für den „Kulturlandschaftlich geprägten Raum“.

  • Baumallee im Park mit Spazierweg, Frau joggend in der Ferne, Sonnenlicht scheint durch die Bäume.

    Alleen wie im Marzahner Seelgrabenpark sind prägende Elemente des Landschaftsbildes – und erfüllen zahlreiche ökologische Funktionen.

  • Wohnhaus mit Balkonen, davor blühende Bäume mit rosa Blüten.

    Gründerzeitfassaden im Bötzowviertel, Friedrichshain: Ein markantes Beispiel für den „Städtisch geprägten Raum“ der inneren Stadt.

  • Zwei Menschen sitzen an einem Brunnen mit Statue in einem von Bäumen umgebenen Park.

    Historische Siedlungskerne und alte Dorfanger – wie hier in Alt-Tempelhof – erinnern an die Entwicklungsgeschichte der Stadt.

Inhalte des Programmplans

„Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft“ sind zu schützen – so gibt es das Bundesnaturschutzgesetz vor. Doch wie schützt man etwas so schwer zu Fassendes? Und wie lässt sich das in eine konkrete Planung übersetzen? Das LaPro begegnet dieser Herausforderung, indem es die Stadt in elf Entwicklungsräume unterteilt. Dazu zählen etwa der „Innenstadtbereich“ mit seinen Gründerzeitvierteln, der „Waldbaumsiedlungsbereich“ mit Villenvierteln und Gartenstädten oder der „Kulturlandschaftlich geprägte Raum“ an den Stadträndern, wo noch Dorfanger, Feldwege und Weiden zu finden sind.

Ergänzt werden diese Entwicklungsräume von sogenannten Landschaftsbildstrukturen. Dazu zählen historische Siedlungskerne, bedeutende Stadtplätze, prägende Freiflächen, herausragende städtische Strukturen wie das UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel oder die charakteristischen Hochbahntrassen der U-Bahn, die bis heute nicht nur ihre Funktion erfüllen, sondern auch Zeitzeugen der Berliner Entwicklung sind.

Das LaPro rückt diese Räume und Strukturen nicht nur ins Bewusstsein. Es will vielmehr deren Qualitäten und Eigenarten erhalten, aufwerten beziehungsweise sie dort, wo sie verloren gingen, wiederherstellen. An vielen Stellen in der Stadt ist diese Zielsetzung heute sichtbar: Wer durch das Schöneberger Südgelände streift, trifft auf Spuren der alten Gleisanlagen und erlebt ein Stück Industriekultur. Auf dem Mauerweg lässt sich die Geschichte der deutschen Teilung buchstäblich erwandern. Zahlreiche Stadtplätze wurden aufgewertet und erfüllen heute wieder ihre Funktion als Treff- und Identifikationspunkt ihrer Kieze. Begehbare Ufer entlang der Spree und schattige Alleen laden an vielen Orten zu erholsamen Spaziergängen ein. Das alles trägt dazu bei, dass Berlin bleibt, was es ist: besonders.

Programmplan Landschaftsbild, Kartendarstellung von Berlin mit unterschiedlich farbigen Flächen.

Im Programmplan Landschaftsbild verorten farbige und schraffierte Flächen sowie Symbole das Besondere der Stadt – von bedeutenden Stadtplätzen, über prägende Freiflächen bis hin zu herausragenden städtischen Strukturen wie das UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel.

  • Programmplan Landschaftsbild

    Karte

    PDF-Dokument (5.1 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Broschüre

    Kapitel 4

    PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Erläuterung und Begründung

    Kapitel 4

    PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: Dezember 2016

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Naturschutz und Stadtgrün
Referat Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen