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Programmplan Landschaftsbild

Programmplan Landschaftsbild
Bild: SenUVK

Was ist das Landschaftsbild?

Der Begriff Landschaftsbild bezeichnet das gesamte vom Menschen wahrnehmbare Erscheinungsbild eines Gebiets. Es ist das Resultat natürlicher und kultureller Faktoren – prägend sind beispielweise das Relief und die Nutzungen durch den Menschen. Das klingt abstrakt, betrifft jedoch jeden Menschen ganz konkret: alles, was wir draußen mit unseren Sinnen wahrnehmen, gehört zum Landschaftsbild. Das Bundesnaturschutzgesetz definiert das Landschaftsbild über die Teilaspekte Schönheit, Vielfalt und Eigenart. Ob wir das, was wir wahrnehmen, schön oder weniger schön finden, kann von Mensch zu Mensch verschieden sein. Im Kern ist die Bewertung des Landschaftsbildes daher eher subjektiv. Dennoch lassen sich auch grundsätzliche Ziele formulieren.

Ziele für Berlin

• Die Entstehungsgeschichte der Stadt erlebbar machen.
• Die Eigenart besonderer Orte bewahren und stärken.
• Die Atmosphäre der Spree als Gewässer bei Bauvorhaben in ihrem Umfeld berücksichtigen.
• Uferwege ermöglichen, ergänzen und aufwerten.
• Alleen und Straßenbäume erhalten und pflegen.

Inhalte des Programmplans Landschaftsbild

Der Programmplan Landschaftsbild trifft Aussagen zum Bestand der Schutzgüter Mensch, Landschaft, Kultur- und sonstige Sachgüter und benennt die diesbezüglichen Ziele. Der Plan stellt Entwicklungsräume im Stadtgebiet dar, die sich in den charakteristischen siedlungs- und landschaftsprägenden Merkmalen unterscheiden. Ziel ist es, die Qualitäten und Eigenarten von Orten in der Stadt zu erhalten und zu entwickeln. Naturräumliche Faktoren, kulturgeschichtlich geprägte Landschaften und die Siedlungsgeschichte formen zusammen das Bild der Stadt. Dabei müssen städtische und siedlungsgeprägte von landschaftlich geprägten Räumen unterschieden werden. Kriterien der Abgrenzung sind die vorhandenen Freiflächen, historisch gewachsene Stadtstrukturen und die naturräumliche und topographische Charakteristik. Zudem sind für diese Gebiete unterschiedliche Freiflächen typisch.

Für besondere Freiraumstrukturen in den Entwicklungsräumen und für landschaftsgeschichtlich typische Elemente formuliert der Programmplan Entwicklungsziele und Maßnahmen. Zudem benennt er Ziele für die langfristige Umgestaltung und Aufwertung unter anderem von Wohnumfeldbereichen und Stadtplätzen. Er weist beispielsweise auf Berlins Welterbestätten der UNESCO hin und hebt die stadtgeschichtliche Bedeutung einzelner Grünanlagen und Siedlungskerne hervor. Der Programmplan strebt an, besondere Landschafts- und Stadtbilder zu erhalten oder wiederherzustellen. Das schließt auch Sichtbeziehungen im Stadtraum ein, die sich beispielsweise aus topografischen Gegebenheiten von Naturräumen (z.B. Hanglagen) ergeben.

Natur- und Kulturelemente wie Gewässerläufe, Parks, Plätze, Bahntrassen oder Alleen gliedern die Stadt. Wo sie der Verbesserung bedürfen, formuliert der Plan Anforderungen an ihre Gestaltung. Gebiete mit vordringlichem Aufwertungsbedarf sind als Maßnahmenschwerpunkte gekennzeichnet.

Entwicklungsräume und Landschaftsbildstruktur

Für Außenstehende nicht immer leicht nachvollziehbar: Die Entwicklungsräume und Landschaftsbildstrukturen des Programmplans Landschaftsbild können am einfachsten über Beispiele vermittelt werden. Weitere Informationen

Programmplan Landschaftsbild

Karte

PDF-Dokument (5.1 MB) - Stand: Dezember 2017

Broschüre

Kapitel 4

PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Dezember 2017

Erläuterung und Begründung

Kapitel 4

PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: Dezember 2016