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Überwachung von Umweltmedien

1986 wurde das Integrierte Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Umweltradioaktivität (IMIS) errichtet. Die bis dato bestehenden Messsysteme und Messprogramme der Bundesbehörden wurden zum IMIS zusammengefasst. Das Überwachungsnetz besteht aus

Das Hauptaugenmerk liegt auf der Kontrolle der Radioaktivität in der Luft. Es wird davon ausgegangen, dass eine Einwirkung von außen in der Luft zuerst festgestellt werden kann.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt für den Ernstfall, der Kontamination der Umwelt mit radioaktiven Stoffen, Messstrategien im Notfall. Diese dienen dazu Auskunft darüber zu geben, wie sich z.B. ein Ernte- oder Verzehrsverbot auswirken würde.

Im IMIS haben die Bundesländer die Aufgabe, die Radioaktivität in Proben von Lebensmitteln, Trinkwasser, Futterpflanzen und anderem zu bestimmen. Die Ergebnisse werden ins System eingestellt und vom Bundesamt für Strahlenschutz mit den Berechnungen der Entscheidungshilfemodelle verglichen. Die gesammelten und geprüften Daten des IMIS gehen in die Berichte der Leitstellen und die Jahresberichte des Bundes zur Umweltradioaktivität und Strahlenbelastung ein.

Im Normalbetrieb werden so neben der Unterstützung der Entscheidungshilfemodelle Daten zur Qualitätssicherung gewonnen und es wird gleichzeitig der Zustand der Umwelt dokumentiert. Der Intensivbetrieb, der im Ereignisfall ausgerufen würde, musste bisher, außer für Übungszwecke, noch nie angeordnet werden.

Ausführlichere Informationen zum Integrierten Mess- und Informationssystems können Sie dem nachstehenden PDF-Dokument entnehmen:

Informationen zum IMIS

PDF-Dokument (22.5 kB)

Radioaktivität in der Nahrungskette

Das Strahlenschutzgesetz vom 1. Oktober 2017 und die Strahlenschutzverordnung vom 29. November 2018 (in den jeweils gültigen Fassungen) bilden den gesetzlichen Rahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung.

Ziel der behördlichen Tätigkeit ist es, die radiologische Belastung der Umwelt und damit auch der Bevölkerung auf Grund natürlich vorkommender oder künstlich erzeugter Radioaktivität zu kennen und ggf. zu minimieren. Aus diesem Grund wird ebenso die Umgebung kerntechnischer Anlagen überwacht.

In der Strahlenmessstelle Berlin werden Messungen zur Bestimmung der Umweltradioaktivität, der Orts- und Personendosis gemäß Strahlenschutzgesetz und Strahlenschutzverordnung durchgeführt.