Programmplan Biotop- und Artenschutz

Wiese mit hohem Gras, einzelnen Bäumen und einem Hochlandrind, Sonnenlicht scheint von links.

Ein Plan, mit dem Berlins Vielfalt auflebt

Berlin ist bunt, vielfältig – und oft ziemlich unordentlich. Für Tiere und Pflanzen ist das ein Segen. Über die ganze Stadt verstreute Parks, eine ausgedehnte Wasserlandschaft, naturnah bewirtschaftete Wälder, verwilderte Ecken und alte Gebäude bieten 20.000 bis 25.000 Arten Lebensraum. Fachleute sprechen von Biotopen. Der Programmplan Biotop- und Artenschutz setzt sich dafür ein, dass Berlin so artenreich bleibt. Dafür zeigt er stadtweit auf, welche Bedeutung einzelne Gebiete für die biologische Vielfalt haben. Zudem formuliert er Empfehlungen, wie sich Arten und Biotope besser schützen lassen.

Ziele für Berlin

  1. Zusätzliche Lebensräume für Flora und Fauna schaffen
  2. Wertvolle Biotope erhalten und miteinander vernetzen
  3. Typische Landschaftselemente erhalten und entwickeln
  • Teich mit Spiegelung von Bäumen und Wolken, umgeben von dichtem Grün.

    59 Landschafts- und 44 Naturschutzgebiete gibt es in Berlin (Stand: 2025). Damit stehen 21 Prozent der Landesfläche unter Schutz. Die Karower Teiche gehören dazu.

  • Zwei zottelige Rinder mit Hörnern auf einer Wiese, eines nah im Vordergrund, das andere grasend im Hintergrund.

    Schlaue Landschaftspflege: Rinder, Schafe oder Ziegen „mähen“ eine Wiese langsam und leise. Insekten und andere Tiere werden dadurch weniger gestört.

  • Kanal mit dichter grüner Uferbepflanzung und teils bewölktem Himmel.

    Der Zehlendorfer Stichkanal ist ein Überrest des ehemaligen Teltower Sees. Das Landschaftsprogramm (LaPro) weist ihn als geplantes Landschaftsschutzgebiet aus.

  • Eine Frau mit Kamera und zwei Kinder mit Warnwesten untersuchen eine Wiese des Tempelhofer Feldes.

    Biotop statt Rollfeld: Auf dem ehemaligen Flughafen Tegel werden 186 Hektar Heide und Wiesen gesichert – als Lebensraum für seltene Arten und Erholungsort für alle.

  • Überwucherter Friedhof mit Grabsteinen und schwarzem Kreuz, umgeben von dichtem Grün.

    Wichtige Puzzlestücke im Biotopverbund: Alte, naturnahe Friedhöfe stellen bedeutende Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen dar.

Inhalte des Programmplans

In Berlin finden viele ihre Nische – das gilt auch für Tiere und Pflanzen. Der Programmplan Biotop- und Artenschutz zeichnet ein genaues Bild der Hauptstadt und unterteilt sie in verschiedene Räume. Da gibt es etwa den dicht bebauten „Innenstadtbereich“, die „Grüne Mitte“ rund um den Tiergarten als wichtiges Refugium, den „Städtischen Übergangsbereich“ mit einer hohen Strukturvielfalt oder den „Kulturlandschaftlich geprägten Raum“, wo noch die frühere landwirtschaftliche Nutzung zu erahnen ist. Alle diese und weitere Räume bieten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt unterschiedliche Lebensbedingungen. Entsprechend formuliert der Programmplan für jeden Raum spezifische Entwicklungsziele und zeigt Maßnahmen auf, die der Flora und Fauna jeweils helfen können.

Übergeordnetes Ziel des Plans ist es, Flächen zu sichern, die für die biologische Vielfalt besonders wertvoll sind. Zu diesem sogenannten Biotopverbund zählen insbesondere die Natura 2000-Gebiete, bereits geschützte und schutzwürdige Gebiete sowie existierende oder noch zu schaffende Verbindungen zwischen den Biotopen. Das können Grünzüge oder unbefestigte Uferstreifen sein, die es Tieren und Pflanzen ermöglichen, sich auszubreiten. Ergänzt wird dieses System um wichtige kleinflächige Einzelbiotope. Dazu gehören etwa die verbliebenen Moore oder Feuchtwiesen. Den Biotopverbund zu fördern, indem kleinere und größere Lebensräume erhalten, gesichert und über Grünräume vernetzt werden, stärkt die biologische Vielfalt.

Programmplan Biotop- und Artenschutz, Kartendarstellung von Berlin mit unterschiedlich farbigen Flächen.

Im Programmplan Biotop- und Artenschutz werden vom hoch verdichteten Innenstadtbereich (rot) bis zu den waldgeprägten Räumen (grün) verschiedene Räume dargestellt, die Tieren und Pflanzen unterschiedliche Lebensbedingungen bieten.

Wiese mit zahlreichen rosa Blüten und grünem Gras.

Biotopverbund und biologische Vielfalt

Funktionsfähige ökologische Wechselbeziehungen in der Landschaft sind eine wesentliche Voraussetzung für eine reiche biologische Vielfalt. Weitere Informationen

Weitere Informationen

  • Programmplan Biotop- und Artenschutz

    Karte

    PDF-Dokument (5.0 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Broschüre

    Kapitel 3

    PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Erläuterung und Begründung

    Kapitel 3

    PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: Dezember 2016

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Naturschutz und Stadtgrün
Referat Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen