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Rote Liste und Gesamtartenliste der Spinnen (Araneae) und Gesamtartenliste der Weberknechte (Opiliones) von Berlin

Die Springspinne Marpissa radiata (GRUBE, 1859) kommt in Röhrichten und Seggenrieden vor. Sie ist in Berlin gefährdet.
Die Springspinne Marpissa radiata (GRUBE, 1859) kommt in Röhrichten und Seggenrieden vor. Sie ist in Berlin gefährdet.
Bild: Ingolf Rödel

Rote Liste und Gesamtartenliste der Spinnen (Araneae) und Gesamtartenliste der Weberknechte (Opiliones) von Berlin

Ulrike Kielhorn

PDF-Dokument (1.4 MB) - Stand: 5. Fassung, Stand Dezember 2015, einzelne Nachträge bis November 2016

Zusammenfassung:
Aus Berlin sind bis heute 576 Spinnenarten bekannt, davon wurden 32 Arten als Neozoen nicht bewertet. 41 Arten konnten gegenüber der letzten Gesamtartenliste neu in die Liste aufgenommen werden. 194 der 544 bewerteten Arten (35,7 %) mussten einer Gefährdungskategorie zugeordnet werden. Gegenüber der letzten Roten Liste beträgt der Zuwachs an Rote-Liste-Arten fünf Arten. Mit 55 Arten ist jede zehnte Spinnenart vom Aussterben bedroht. 57 Arten sind in die Kategorie “0” aufgenommen worden. Bei 22,6 % der Arten ergaben sich Kategorieänderungen gegenüber der Liste von 2005. 10,5 % der Arten zeigten positive Veränderungen, bei 12,1 % trat eine Verschlechterung ein. Positive Veränderungen betrafen vor allem Arten höherer Straten (30 Arten), die durch vermehrtes Handsammeln stärker erfasst wurden. Als Hauptgefährdungsursachen bei den Spinnen wurden Grundwasserabsenkung, der Verlust von Saum- und Sonderbiotopen, Gehölzsukzession und Verbuschung sowie Lebensraumverlust durch Bebauung identifiziert. Der höchste Anteil von gefährdeten Arten findet sich unter den Moor- und Trockenrasenarten.

Die Gesamtartenliste der Weberknechte enthält 26 Arten, das sind zwei Arten mehr als in der Checkliste von 2005. Davon ist eine Art als Neozoon einzustufen. Der Kenntnisstand der Weberknechte von Berlin hat sich in den letzten 10 Jahren nicht verbessert.