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Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption

Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption

Was ist die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption?

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) legt in der „Eingriffsregelung” fest: Eingriffe in Natur und Landschaft sollen vermieden werden (§ 15 Abs. 1 BNatSchG). Nachvollziehbar, dass dies bei Bauvorhaben nie vollständig gelingt – die Stadt soll trotzdem weiterentwickelt werden. Bei Bauvorhaben muss der Verursachende zunächst die Planung optimieren, um nachteilige Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Für unvermeidbare Verschlechterungen von Natur und Landschaft soll vor Ort ein Ausgleich geschaffen werden (§ 15 Abs. 2 BNatSchG).

Das ist im dicht bebauten Berlin oft schwer; häufig ist es vor Ort auch gar nicht möglich, vollständig auszugleichen. Hier setzt die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption (GAK) an: Sie hilft den Berliner Behörden, bei konkreten Bauvorhaben einen Ausgleich für Natur und Landschaft innerhalb Berlins dort zu schaffen, wo er am meisten gebraucht wird beziehungsweise am sinnvollsten umgesetzt werden kann.

Ziele für Berlin: Die ganze Stadt im Blick

Die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption benennt Räume im Stadtgebiet, in denen erhöhter Handlungsbedarf in Sachen Natur und Landschaft besteht. Müssen negative Umweltauswirkungen kompensiert werden, bietet es sich an, hier geeignete Flächen zu sichern und Maßnahmen für den Ausgleich zu entwickeln. Zu den Prinzipien des Programmplans gehören:

  • Ausgleichsmaßnahmen sollen möglichst vielen Schutzgütern der Umwelt zugutekommen, also beispielsweise gleichzeitig für Boden und den Wasserhaushalt, für Tiere und Pflanzen wirksam sein und auch für den Menschen bessere Erholungsmöglichkeiten bieten
  • Der Ausgleich für mehrere kleinere Bauvorhaben kann dank der Gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption auch gebündelt erfolgen – das macht die Maßnahmen wirkungsvoller und erleichtert es der Stadt, die Entwicklung ihrer Freiräume zu steuern
  • Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

    Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

  • Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

    Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

  • Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

    Kompensationsmaßnahmen zu bündeln und erlebbar zu gestalten ist Ziel der GAK

Inhalte des Programmplans

Die Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption (GAK) dient dazu, naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die nicht am Eingriffsort umsetzbar sind, in ausgewählte städtische Räume zu lenken. So werden die Entwicklungsziele und Maßnahmen aus den vier Programmplänen, die bereits in hohem Maße untereinander abgestimmt sind, gebündelt, auf geeignete Ausgleichssuchräume und -maßnahmen übertragen und damit hervorgehoben. Auswahl und Zuschnitt der Suchräume berücksichtigen die Freiraumstruktur Berlins, die Ziele der Strategie Stadtlandschaft für die Urbane Natur und die Schöne Stadt und die Ziele des StEP Klima. Die Suchräume sind damit Bereiche, die sich besonders zur Aufwertung eignen und in denen eine solche Aufwertung auch dringend geboten ist.

Der Plan identifiziert drei Ausgleichssuchräume, die gesamtstädtisch bedeutsam sind:

  • die dicht bebaute Innenstadt
  • die übergeordneten Freiraumstrukturen Berlins
  • die vier Naherholungsgebiete der Stadt

Damit unterstreicht die GAK den gesamtstädtischen, schutzgutübergreifenden und multifunktionalen Ansatz der Entwicklungsziele des LaPro. Sie erlaubt es, Beeinträchtigungen des Bodens, des Wasserhaushalts und klimatischer Funktionen ebenso zu kompensieren wie Eingriffe in Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren oder Beeinträchtigungen des Landschaftsbilds und der Erholungsfunktion für den Menschen. Kompensationsmaßnahmen lassen sich damit auf Schwerpunkte konzentrieren, an denen Verbesserungen besonders dringend sind oder besonders viele positive Wirkungen auf die Schutzgüter entfalten.

Ausgleichssuchräume

Ausgleichssuchräume und Herleitungskriterien

Ausgleichssuchräume ergeben sich aus der Struktur des Berliner Freiraumsystems. Besonders geeignet sind Flächen mit hohem Aufwertungspotenzial. Um die Suchräume zu bestimmen, greift die GAK auf die vier Programmpläne des LaPro zurück. Ausgleichssuchräume und Herleitungskriterien

Wie funktioniert ein Ökokonto

Berliner Ökokonto

Berlin hat sich entschlossen, auf Grundlage der Gesamtstädtischen Ausgleichskonzeption ein Ökokonto für große Bauvorhaben zu entwickeln. Ziel ist es, bereits vor den zu erwartenden Eingriffen in Natur und Landschaft geeignete Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen und nachfolgend zu refinanzieren. Berliner Ökokonto

Gesamtstädtische Ausgleichskonzeption

Karte

PDF-Dokument (4.7 MB) - Stand: Dezember 2017

Broschüre

Kapitel 6

PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Dezember 2017

Erläuterung und Begründung

Kapitel 6

PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: Dezember 2016