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Förderaufruf „Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin“

Im Land Berlin besteht ein hoher Altbestand an benzinbetriebenen Gartengeräten, die durch Abgase und Lärm hohe Umweltauswirkungen verursachen. Mittlerweile gibt es für die meisten der für die öffentliche Beschaffung relevanten Geräte eine Variante mit Akku-Betrieb. Diese emittieren keine Abgase vor Ort und tragen damit zu einer deutlichen Schadstoffreduktion bei. Der Akku-Betrieb ist zudem deutlich leiser und bedeutet damit Lärmschutz sowohl für die mit den Geräten Arbeitenden als auch für die Anwohner*innen.

Ein in den Jahren 2018/2019 in den Berliner Bezirken durchgeführter Modellversuch vermittelte bereits die Vorteile akkubetriebener Gartengeräte. Um im Bereich der öffentlichen Hand Berlins möglichst schnell eine breite Nutzung von umweltfreundlichen akkubetriebenen Gartengeräten zu erreichen, wird deren Beschaffung nun mit Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK 2030) unterstützt.

Wer ist antragsberechtigt?

  • Hauptverwaltungen des Landes Berlin
  • Berliner Bezirksämter

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Beschaffung umweltfreundlicher handgeführter akkubetriebener Gartengeräte wie Laubbläser, Motorsägen, Rasenmäher etc. mit den in dem Beiblatt „Geräteanforderungen im BEK-Förderaufruf Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin“ definierten Kriterien.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Förderaufruf hat eine Laufzeit von Jahr 2020 bis 2022. Es ist eine Förderquote von 50 % für die Beschaffung von Gartengeräten inklusive Akkus sowie der Ladeinfrastruktur (Ladeschränke) vorgesehen. Bauliche Maßnahmen zur Einrichtung der Ladeinfrastruktur werden von der Förderung nicht erfasst.

Insgesamt steht je Antragsteller*in ein Gesamtvolumen von 32.500,00 Euro für die Jahre 2020 bis 2022 zur haushaltsmäßigen Bewirtschaftung zur Verfügung. Dieses Gesamtvolumen teilt sich wie folgt auf:

  • für alle drei Jahre des Förderzeitraumes jährlich jeweils 7.500,00 Euro für die Beschaffung von akkubetriebenen Gartengeräten inklusive Akkus. Zu beachten ist, dass jedes Gerät mit einem Sensor/Chip (Anschaffungspreis von ca. 20,00 Euro) zum Ablesen von gerätespezifischen Nutzungsdaten auszustatten ist (siehe Abschnitt Sonstiges)
  • für die ersten beiden Jahre 2020 und 2021 insgesamt 10.000,00 Euro für die Beschaffung von Ladeinfrastrukturen.
  • (In Abhängigkeit von der Nachfrage kann der Förderaufruf bei Bedarf erweitert bzw. verlängert werden)

Dabei haben die zu beschaffenden Geräte und Akkus die Anforderungskriterien benannt im Beiblatt „Geräteanforderungen im BEK-Förderaufruf Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin“ zu erfüllen. Die Erfüllung der Anforderungskriterien an die Geräte und Akkus ist mit geeigneten Belegen wie zum Beispiel der Vorlage des Gütezeichens Blauer Engel (DE-UZ 206) oder eines gleichwertigen Gütezeichens, Informationsmaterial/Datenblättern der Hersteller, Dokumentationen, Selbsterklärungen der Hersteller, etc. im Rahmen der Beschaffung nachzuweisen.

Wie und wo stelle ich einen Antrag?

Die ausgefüllten Antragsunterlagen können schriftlich bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, Referat III A, Klimaschutz und Klimaanpassung, eingereicht werden.

Einzureichen sind:

  • ein BEK-Antragsformular zum Förderaufruf Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin,
  • das Beiblatt „Geräteanforderungen im BEK-Förderaufruf Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin“ (siehe Abschnitt Was wird gefördert?),
  • sowie ein Kosten- und Arbeitsplan.
  • BEK-Antragsformular zum Förderaufruf Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte

    PDF-Dokument (283.0 kB)

  • Förderkriterien zur Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte

    PDF-Dokument (79.5 kB)

  • Vorlage - Kostenplan

    XLSX-Dokument (37.1 kB)

Unter der Website Datenbankgartengeräte sind Geräte, die den oben aufgeführten Förderkriterien zur Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte entsprechen, aufgelistet.

Weitere Hinweise und Vorlagen sind den allgemeinen Hinweisen zu BEK-Anträgen zu entnehmen.

Sonstiges

Mit der Inanspruchnahme der Fördermittel verpflichten sich die Teilnehmer*innen, die Laufzeiten der geförderten Geräte über einen Sensor systematisch zu erfassen und der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz bzw. einem beauftragten Dritten anonymisiert zur Auswertung bereit zu stellen. Dazu muss als technische Voraussetzung ein entsprechender Sensor für ca. 20,00 Euro pro Gerät mit beschafft werden.

Die Daten werden für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms zur Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte benötigt, mit der Aussagen über die Amortisierung der Anschaffungskosten, optimierte Ladung sowie die Auswahl geeigneter Geräte und Akkukapazitäten für den Bedarf der öffentlichen Hand getroffen werden können.

Das Vorgehen wurde von der Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin datenschutzrechtlich geprüft. Eine Verhaltens- oder Leistungskontrolle der Beschäftigten ist mit den erhobenen Daten nicht möglich. Der Einsatzort wird nicht automatisiert erfasst. Daher ist die Personalvertretung zu informieren, aber nicht zu beteiligen.

  • Datensammlung bei akkubetriebenen Gartengeräten

    Einschätzung der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

    PDF-Dokument (81.0 kB)

Weitere Informationen zur wissenschaftlichen Begleitung und Datenerfassung

Wissenschaftliche Begleitung im Rahmen des Förderaufrufes „Beschaffung akkubetriebener Gartengeräte durch öffentliche Einrichtungen im Land Berlin“

Mit der Inanspruchnahme der Fördermittel verpflichten sich die Teilnehmer*innen, die Laufzeiten der geförderten Geräte über einen Sensor systematisch zu erfassen und der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz bzw. einem beauftragten Dritten – der DUH Umweltschutz-Service GmbH (DUH) – zur Auswertung bereit zu stellen.

Wofür dient das Förderprogramm?

Akkubetriebene Gartengeräte sind im Vergleich zu benzinbetriebenen Geräten deutlich umweltfreundlicher, leiser und geben weniger Schadstoffe an die Luft ab. Damit werden Umwelt, Klima und vor allem die Gesundheit der Mitarbeitenden geschützt und deren körperliche Belastung bei der Arbeit vor Ort reduziert. Der Umstieg der Berliner Bezirke auf elektrisch betriebene Geräte bei der öffentlichen Grünpflege wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz daher finanziell unterstützt.

Aber: Nicht jedes akkubetriebene Gartengerät ist qualitativ hochwertig und umweltfreundlich!
  • Minderwertige Akkus und schneller Verschleiß lassen Betriebskosten steigen und schaden damit der Umwelt
  • Unzureichende Leistung und geringe Akkulaufzeiten führen zu Vorbehalten und einer eingeschränkten Nutzung der Geräte
Aus diesem Grund wurden Mindestkriterien entwickelt, die für eine Förderung eingehalten werden müssen. Als kleine Hilfestellung wurde eine Liste förderfähiger Geräte aufgebaut:

Warum werden Daten zum Einsatz der Geräte erhoben?

Ein weiteres Ziel des begleitenden Projektes ist das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Förderung der Akzeptanz und Einsatzhäufigkeit der akkubetriebenen Gartengeräte.

Auf Grundlage der Laufzeiterfassung der Akku-Geräte werden Rückschlüsse auf den Energieverbrauch, finanzielle Amortisationszeiträume und CO2-Einsparmengen im Vergleich zum Benzinantrieb ermöglicht. Zusätzlich können mittelfristig Aussagen über ein optimiertes Lademanagement und eine Laufzeit-/Leistungsoptimierung der Geräte und Akkus in den Bezirken getroffen werden.

Wie werden die Daten erfasst?

Bei Beantragung der Fördermittel muss als technische Voraussetzung für die wissenschaftliche Begleitung ein entsprechender Sensor für ca. 20,00 Euro pro Gerät mit beschafft und am Gerät angebracht werden. Die Beschaffungskosten für diese Sensoren werden zu 100% vom Förderprogramm bezuschusst.

Danach vermittelt die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz den Kontakt zwischen dem Antragsteller und der DUH (Auftragnehmer des Projekts zur wissenschaftlichen Begleitung). Das Auslesen der Gerätelaufzeit erfolgt durch die DUH mit einem entsprechenden Analysetool vor Ort. Ausgelesen wird immer die Summe der Laufleistung pro Gerätekennung seit der letzten Datenauslesung. Jedes Gerät sollte für die Datenerhebung im Projekt mindestens einmal pro Monat ausgelesen werden. Diese Daten werden lediglich lokal bei der DUH gespeichert und im Rahmen von anonymisierten Auswertungen veröffentlicht. Alternativ können die Teilnehmenden auf freiwilliger Basis die Herstelleranwendungen für das digitale Flottenmanagement nutzen. Hierdurch wird eine digitale Übermittlung der Daten per Mail als Alternative zum Ablesen vor Ort möglich.

Welche Daten werden erfasst und verarbeitet?

Mit dem Sensor wird ausschließlich die minutengenaue Laufzeit des Geräts und die Gerätekennung erfasst. Es wird weder erfasst welche Person das Gerät nutzt, noch Zeitpunkt oder Ort der Nutzung. Ein Rückschluss auf die mit dem Gerät erbrachte Arbeitsleistung oder Arbeitszeit der jeweiligen Mitarbeitenden ist nicht möglich.

Zudem werden diese Daten lediglich einmal monatlich kumuliert über ein Analysetool ausgelesen. Die Daten werden lokal auf einem Rechner gespeichert und sind nur von der DUH einsehbar und stehen dort zur weiteren Auswertung zur Verfügung. Nach Abschluss des Förderprogramms sowie der abschließenden Auswertung der erhobenen Daten werden die Rohdaten von der DUH gelöscht.

Ist die Datenanalyse eine Kontrolle der Mitarbeitenden?

Nein. Es werden nur die Daten der Maschine, also die gesamte monatliche Laufleistung mithilfe einer Gerätekennung, erhoben. Zudem sind die Rohdaten nur von der DUH einsehbar, der es nicht möglich ist eine Verbindung zwischen den Geräten und den Mitarbeitenden herzustellen. Der Einsatzort sowie der genaue Zeitpunkt der Gerätenutzung wird nicht automatisiert erfasst. Die zusammengefassten und aufbereiteten Gerätedaten werden dann den am Förderprogramm beteiligten Akteuren zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartnerinnen der DUH für weitere Fragen

Hannah von Blumröder, DUH
Tel.: (030) 2400867-732
E-Mail: blumenroeder@duh.de

Annette Stolle, DUH
Tel.: (030) 2400867-78
E-Mail: stolle@duh.de