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Versorgung mit öffentlicher Spielplatzfläche

Der Versorgungsgrad mit Spielplatzfläche ergibt sich aus dem Verhältnis von vorhandenem Bestand und errechnetem Bedarf. Der gesamtstädtische Bestand an öffentlicher Spielplatzfläche (nutzbar, anrechenbar) liegt derzeit bei rd. 220 ha (Stand 31.12.2020). Für die Berechnung des Bedarfes an öffentlicher Spielplatzfläche gilt gemäß § 4 Abs. 1 Kinderspielplatzgesetz für Berlin ein Richtwert von 1 m² Spielplatzfläche pro Einwohner. Anhand der Anzahl von rd. 3,8 Mio. Einwohnern (Stand 31.12.2020) errechnet sich ein gesamtstädtischer Bedarf von rd. 380 ha Spielplatzfläche. Bei dem Bestand von rd. 220 ha öffentlicher Spielplatzfläche ergibt sich ein Versorgungsdefizit von rd. 160 ha und eine durchschnittliche Versorgung von rd. 0,60 m² öffentlicher Spielplatzfläche pro Einwohner. Der Versorgungsgrad mit öffentlicher Spielplatzfläche liegt demnach bei rd. 60 %.

Daten zu Spielplätzen

Weitere Informationen zu den öffentlichen Spielplätzen in Berlin unter

Spielplatzentwicklungsplan

Der vom Berliner Senat am 25. Juli 1995 beschlossene Stadtentwicklungsplan “Öffentliche Einrichtungen/Versorgung mit wohnungsbezogenen Gemeinbedarfs-, sozialen und kulturellen Einrichtungen” (StEP 2), der als Teilplan einen überbezirklichen Spielplatzentwicklungsplan enthält, macht wesentliche Aussagen zu den Leitbildern der Spielplatzplanung, analysiert die Versorgungssituation, und zeigt Realisierungsstrategien für die Gesamtstadt auf.

Dabei wird einer angemessenen sozialen Infrastruktur in Form von Spielplätzen eine besondere Bedeutung im Bestreben um den Erhalt beziehungsweise die Verbesserung einer “bewohnbaren” Stadt zugewiesen. Veränderungen seit 1995 machen heute allerdings Standardanpassungen erforderlich, die auch weiterhin notwendig sein werden. Insbesondere die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf die räumliche Verteilung der Kinder und Jugendlichen in der Stadt sowie die Entwicklung des Spielplatzbestandes können Einfluß in Form von veränderten Bedarfsschwerpunkten haben. Um die Daten aktuell zu halten, wurde die Spielplatzversorgungsanalyse automatisiert.

Bildvergrößerung: Stadtentwicklungsplan; Teilplan Spielplatzentwicklungsplan
Stadtentwicklungsplan; Teilplan Spielplatzentwicklungsplan
Bild: SenUVK

Automatisierte Spielplatzversorgungsanalyse

Um stets „per Knopfdruck“ aktuelle Karten zu der Versorgung mit Spielplatzfläche zu erhalten, wurde die Spielplatzversorgungsanalyse automatisiert. Ziel der automatisierten Spielplatzversorgungsanalyse ist die digitale Erstellung von bezirklichen Spielplatzversorgungskarten und einer gesamtstädtischen Spielplatzversorgungskarte mit den jeweiligen Versorgungsstufen.

Die automatisierte Spielplatzversorgungsanalyse bezieht auch die Versorgung mit privaten Spielplätzen, die gemäß Bauordnung Berlin (§ 8) auf den nicht überbauten Flächen der Grundstücke von Wohngebäuden anzulegen sind, mit ein. Da für Berlin keine flächendeckende Erhebung der privaten Spielplätze vorliegt, wird als Datengrundlage die Angaben des Umweltatlasses zu den Stadtstrukturtypen und die Anzahl der Bewag-Stromzähler, von denen auf die Anzahl der Wohnungen geschlossen wird, genutzt. Die ermittelte Versorgung mit privaten Spielplatzflächen fließt in die Bewertung der Versorgung ein.

Die mit der automatisierten Spielplatzversorgungsanalyse erstellten digitalen Karten werden über den sog. FIS-Broker zur Verfügung gestellt.

Bezirkliche Spielplatzplanung

Bezirkliche Spielplatzpläne dienen der Umsetzung der in dem Kinderspielplatzgesetz und in der Bauordnung Berlin festgelegten Versorgung mit Spielplatzfläche. Dabei zeigen sie das Defizit an Spielplatzfläche im Bezirk auf, bewerten die Versorgungssituation nach der Dringlichkeit und machen Aussagen zur Neuanlage von Spielplätzen.