Inhaltsspalte

Luftqualität an Straßen

Bildvergrößerung: Eingangsbild der mobilen Anwendung
Eingangsbild der mobilen Anwendung
Bild: vmz

Wie hoch ist die Luftbelastung an den Straßen, auf denen ich gleich mit dem Fahrrad fahren möchte? Kann ich unbesorgt joggen oder spazieren gehen? Sollte ich heute auf das Autofahren verzichten, weil die Luft schon hoch belastet ist?

Auf der Seite der Verkehrsinformationszentrale oder mittels der mobile Anwendung für Android-Geräte oder iPhones als App „Hauptstadtluft“ können stündlich aktualisierte Modelldaten zur Luftqualität an Berliner Hauptverkehrsstraßen abgerufen werden. Sie werden mit dem Modell IMMISmt der IVU-Umwelt GmbH in Echtzeit berechnet und basieren auf aktuellen Verkehrs-, Wetter- und Luftgütemessdaten.

Die Angaben zur Belastung durch Stickstoffdioxid werden als Stundenmittelwert, Partikel (PM10) als Tagesmittelwert farblich codiert angezeigt. Damit sind die Werte mit den jeweiligen Zeitspannen der gesetzlichen Kurzzeitgrenzwerte vergleichbar. Für die Darstellung wurden die Werte in sechs Klassen eingestuft – von sehr gut bis sehr schlecht.

Für Nebenstraßen werden keine Werte berechnet, denn die Luftbelastung ist hier in der Regel deutlich niedriger.

Die Darstellung der aktuellen Luftqualität an Hauptverkehrsstraßen ist verfügbar unter

oder als mobile Anwendung (APP „Hauptstadtluft“) in den App-Stores von Google und Apple

Neben der Anzeige der Luftbelastung durch Stickstoffdioxid oder Partikel PM10 bietet die App auch eine Karte mit der aktuellen Verkehrslage, d. h. ein Blick zeigt, wo es gerade Staus gibt und wo der Verkehr gut rollt.

Ein Modell ist immer nur eine Annäherung an die Luftqualität, wie sie mit Messgeräten bestimmt wird. Es können daher Über- oder Unterschätzungen der tatsächlichen Luftqualität auftreten. Die Modellwerte wurden mit Messergebnissen verglichen, die Abweichungen liegen im Rahmen der vorgeschriebenen Qualitätsanforderungen.

Zu den Messwerten des Berliner Luftgütemessnetzes geht es hier.

Vor der stadtweiten Anwendung wurde das Modell IMMISmt auf den neusten Datenstand angepasst und überprüft. Für die Berechnung des Schadstoffausstoßes der Fahrzeuge wurden die Ergebnisse der Kennzeichenerhebungen aufbereitet. So können detaillierte Angaben zum Abgasstandard der Fahrzeuge verwendet werden. Mit Hilfe von Abgasmessungen an Fahrzeugen im Straßenverkehr (mittels Remote Sensing Detection – RSD) wurde überprüft, ob die Angaben zum Schadstoffausstoß für die Berliner Fahrzeuge zutreffend sind. Hierbei konnte im Mittel eine gute Übereinstimmung festgestellt werden.

Zu den vollständigen Informationen zum Informationssystem „Hauptstadtluft – Informationen zur aktuelle Luftqualität an Straße“ hier.

Für die Berechnung der Luftqualitätsdaten an Hauptverkehrsstraßen wird das Modell IMMISmt verwendet. Hierfür wurde IMMISmt zunächst aktualisiert, um die neusten Eingangsdaten zur Bestimmung des Schadstoffausstoßes verwenden zu können. Die Qualität der Modellierung wurde durch Vergleich mit gemessenen Luftqualitätsdaten überprüft.

Wissenschaftlicher Abschlussbericht zur Weiterentwicklung von IMMIS

PDF-Dokument (2.7 MB)

Anhang mit den vollständigen Grafiken der Auswertungen

PDF-Dokument (8.1 MB)

Das Projekt zur Erstellung des Informationssystems „Hauptstadtluft – Informationen zur aktuelle Luftqualität an Straße“ inklusiver von Kennzeichenerhebung und Abgasmessungen wurde aus dem “Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020” des Bundes im Rahmen der Förderrichtlinie “Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ bei einer Förderquote von 50 % mit einer Fördersumme von insgesamt 155.295 Euro gefördert.

Logo Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Bild: BMWI

Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Die Durchführung dieser Untersuchung erfolgte im Rahmen der Förder­richtlinie “Digitalisierung kommunaler Verkehrs­systeme”.