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Natur-Park Schöneberger Südgelände

Quelle: Lokaler Server
Formate: audio/mp3
Link zu: Plan Natur-Park Schöneberger Südgelände
Bild: Max Ley (Illustration)

Plan Natur-Park Schöneberger Südgelände

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Mit dem Schöneberger Südgelände wurde 1999 zum ersten Mal für Berlin eine Bahnbrache mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt unter Schutz gestellt. Auf dem einstmals lebensfeindlichen Standort des Rangierbahnhofs Tempelhof entwickelte sich eine Naturlandschaft besonderer Art. Sie verdankt ihre Entstehung der politischen Situation im geteilten Berlin und den besonderen ökologischen Standortbedingungen inmitten der Stadt. Kein Gartenarchitekt entwarf das Landschaftsbild, sondern die Natur formte diese außergewöhnliche Landschaft aus Trockenrasen, Staudenfluren und Waldbeständen. Die Bezeichnung “Natur-Park” verdeutlicht dies.

Bildvergrößerung: Neben grün belaubten Birken steht rechts im Bild eines der vielen Kunstwerke des Parks: auf einem filigranen Gerüst aus rostbraunen Stahlprofilen thront das aus Stahl gefertigte Naturschutz-Symbol: die Eule. Links im Bild hebt sich ein dreieckiges Schild, in Form eines Verkehrsschilds, vor dichtem Grün ab. Auf weißem Grund mit grüner Umrandung ist in schwarz eine stilisierte Eule abgebildet. Darüber steht: Naturschutzgebiet.
Metalleule, ODIOUS
Bild: Josef Vorholt
Bildvergrößerung: Als zentraler Bestandteil der Erschließung des Schöneberger Südgeländes wurde durch die Künstlergruppe ODIOUS ein Gitterroststeg aus rostigem Stahl integriert. Dieser Steg verläuft im Bild von links vorn nach rechts hinten über eine Wiese. Hohe Gräser überwuchern ein Gleisbett, so dass es kaum noch erkennbar ist. Im Hintergrund bildet das dichte grüne Blattwerk verschiedener Bäume eine Wand, die bis zur Bildoberkante reicht. Etwas entfernt schiebt ein Mann einen Buggy über den Steg. Dieser wird auf der rechten Seite von einem Geländer, welches ebenfalls durch rostige Brauntöne hervorsticht, begrenzt. Der Steg ist mit Hilfe großer, eiserner Rohre auf einem der ehemaligen Gleise montiert.
Wiese mit Steg und den alten Gleisen
Bild: Holger Koppatsch

Zahlreiche Relikte erinnern noch heute an die ehemalige Nutzung als Rangierbahnhof. Schienen durchziehen die Wiesen- und Waldbereiche, Wasserkräne und Leuchten sind vereinzelt im Gebüsch zu entdecken. Wasserturm, Drehscheibe und die große Halle sind markante Bauwerke.

Der Natur-Park Südgelände ist seit Mai 2000 für Besucherinnen und Besucher geöffnet und durch ein Wegenetz erschlossen, das den alten Bahntrassen folgt. Kunstobjekte und ein über die zentrale Lichtung führender Steg der Künstlergruppe ODIOUS setzen besondere Akzente.