Sicherheit ist für einen attraktiven Fahrradverkehr eine wichtige Voraussetzung. Ob farbige Beschichtungen die Sichtbarkeit der Radwege und damit die Sicherheit der Nutzerinnen und Nutzer erhöhen, wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleituntersuchung zu den Grünbeschichtungen in Berlin untersucht. Ein weiteres wesentliches Untersuchungsziel war, herauszufinden, ob durch Grünbeschichtungen der motorisierte Verkehr weniger häufig die Fahrspur der Radfahrenden kreuzt oder als Park- und Haltefläche beansprucht.
An vielen Strecken wurden in einer Testphase von fünf Jahren Grünbeschichtungen vorgenommen und dabei die Oberflächen der Radwege erneuert; teilweise wurden die Wege auch verbreitert. Zusätzlich erhielten die Radfahrstreifen das weiße Fahrradsymbol und wurden in den Kreuzungsbereichen rot beschichtet, um ihre Signalwirkung zu verstärken.
Die Farbauswahl folgte bewährten und international gebräuchlichen Standards. Als Materialien kommen Kaltplastik und Epoxidharz zum Einsatz. Die Materialien wurden hinsichtlich ihrer Eigenschaften, Beschaffungskosten und Belastbarkeit ebenfalls in der wissenschaftlichen Begleituntersuchung getestet.
Farbige Beschichtungen ermöglichen kurzfristig dort eine Verbesserung, wo keine Planungen nach dem Mobilitätsgesetz zur Umsetzung vorliegen. Unabhängig von den Grünbeschichtungen wird die Radinfrastruktur überprüft und gegebenenfalls ausgebaut.