• Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine und ehrenamtlich Helfende / Інформація для біженців з України і для волонтерів: berlin.de/ukraine.

Gesellschaft

Kinder im Laub

Kinder im Laub

Die Erhaltung biologischer Vielfalt liegt in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft. Deshalb baut die Strategie auf dem Engagement vieler Akteurinnen und Akteure auf. Die guten Beispiele machen deutlich, wie sich Bürgerinnen und Bürger, Initiativen, Verbände, einzelne Verwaltungsbereiche und auch Unternehmen einsetzen. Die zahlreichen Umweltbildungsprojekte sensibilisieren für Aspekte der biologischen Vielfalt und regen an, sich zu beteiligen.

Ein weiterer gesellschaftlicher Aspekt der Berliner Strategie ist mit dem Ziel verbunden, eine hohe Lebensqualität zu schaffen. Alle Berlinerinnen und Berliner sollen Zugang zur Stadtnatur haben und in den Genuss ihrer positiven Wirkungen gelangen können.

Die Umweltwirkungen von Städten reichen weit über die Stadtgrenzen hinaus, denn Städte erzeugen überregionale, teils sogar global wirksame Stoffströme und nutzen Ressourcen aus aller Welt. Daher trägt Berlin als grüne Metropole mit einer hohen Biodiversität Verantwortung weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Übersicht der Beispiele

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Stadtplan Berlin.de

Ende der Karte.

Eine gezeichnete Stadtansicht zeigt, was das Grün für das Ökosystem Stadt leistet. Links ein Fußballfeld auf einem Dach: Gesundheit und Teilhabe. Mittig auf einer Grünfläche steht: Erholung und Lebensqualität, Naturschutz, Biologische Vielfalt, Biotopverband, Naturerleben. Rechts schließen sich Gebäude an: Klimatischer Ausgleich. Verdunstung geht von einem blauen Bereich im Park aus: Kühlung durch Verdunstung. Niederschlag sammelt sich auf einem Flachdach: Dächer als Retentions- und Lebensraum.

Berliner Ökokonto

Berlin führt ein bauleitplanerisches Ökokonto. So lassen sich Eingriffe in Natur und Landschaft, die Bauprojekte in der wachsenden Stadt verursachen, früh und gezielt ausgleichen. Das fördert die Biodiversität und hilft, die grüne Stadt gezielt vorzudenken. Berliner Ökokonto

Auf einem Flachdach der Oberflächenwasseraufbereitungsanlage (OWA) Tegel ist eine biodiverse Wiese angelegt. Traubenhyazinthen mit unzähligen blau-violetten Blüten wachsen im Vordergrund. Dahinter bilden grau-violette Gräser teppichartige Flächen, die immer wieder von grünen Pflanzenkissen unterbrochen werden. Rechts im Hintergrund führt ein weißer Metallsteg zu einem weißen Gebäude.

Unternehmerische Verantwortung

Berlins Unternehmen können die Biodiversität auf vielfältige Weise voranbringen – nicht zuletzt, indem sie ihren Firmensitz naturnah gestalten. Der Leitfaden „Berliner Unternehmen fördern Biologische Vielfalt“ liefert dafür gute Argumente, Ideen und Beispiele. Das regt an mitzumachen. Unternehmerische Verantwortung

Eine orange-rote Klatschmohnblüte überragt das Blütenmeer auf einer Freifläche der Baugenossenschaft „Freie Scholle“ in Lübars. Neben Klatschmohn blühen blaue Kornblumen zwischen zahlreichen gelben Blüten. Verschwommen im Hintergrund erstreckt sich rechts am Rand einer grünen Wiese ein zweigeschossiges weißes Haus mit Balkonen, links wachsen Bäume mit dunkelgrünem Laub.

Biodiverses Wohnumfeld

Wer biologische Vielfalt fördern will, darf vor Wohngebieten nicht haltmachen. Weil mehr Artenvielfalt auch mehr Lebensqualität bedeutet, werden Berlins Wohnungsgenossenschaften und die städtischen Wohnungsbaugesellschaften immer häufiger in dieser Frage aktiv. Biodiverses Wohnumfeld

Ein dunkelhaariger Junge klettert zwischen zwei schlanken Bäumen, die eine v-förmige Gabel bilden. Seine angewinkelten, etwas geöffneten Beine stemmt er dabei gegen die Stämme und hält sich weiter oben fest. Er trägt ein rotes T-Shirt, dunkle Shorts und schwarze Turnschuhe. Über ihm formen die Baumkronen ein grünes Blätterdach, durch das Sonnenlicht scheint. Am linken Bildrand reckt sich ein anderes Kind nach einem Ast.

Naturerfahrungsräume

In einem Naturerfahrungsraum kreativ und spielerisch die Stadtwildnis erkunden – für Kinder und Jugendliche in Berlin ist das auch ein Weg, biologische Vielfalt zu begreifen. Die Räume haben sie meist selbst mitgestaltet. In ihnen wachsen die Naturschützerinnen und Naturschützer von Morgen heran. Naturerfahrungsräume

Auf einer Anhöhe lassen Teilnehmende einer Exkursion zum Marienfelder Naturschutzpark den Blick in die Landschaft schweifen. Sie stehen mit dem Rücken zur Kamera. Mehrere Personen der gemischten Gruppe schauen durch ein Fernglas oder fotografieren mit ihrem Handy. In der linken Bildhälfte stehen acht Personen auf einer sechseckigen Plattform, die über 3 Stufen zu erreichen und mit einem Geländer gesichert ist.

26 Stunden Festival: Der Lange Tag der StadtNatur

Am Langen Tag der StadtNatur gehen die Berlinerinnen und Berliner auf Tuchfühlung mit der Artenvielfalt. Hunderte Führungen, Touren und Mitmachaktionen laden jedes Jahr dazu ein, die Natur zu erfahren, und zeigen, wie man sich engagieren kann. 26 Stunden Festival: Der Lange Tag der StadtNatur

Auf dem Gruppenfoto posieren acht Stadtnatur-Rangerinnen und -Ranger. Ein Mann und eine Frau rechts hinten stehen, die anderen haben sich vorgebeugt oder hingehockt. Alle lachen, einige verziehen ihr Gesicht zu Grimassen. Sie tragen braune Outdoor-Jacken und Hosen sowie grüne Mützen oder Käppis. Lachend hält sich eine dunkelblonde Frau vorn in der Mitte eine kleine Lupe vor ein Auge und kneift das andere zusammen.

Stadtnatur-Rangerinnen und -Ranger

In jedem Bezirk Berlins sind Stadtnatur-Rangerinnen und -Ranger unterwegs. Sie kümmern sich um die biologische Vielfalt in der Stadt. Dazu beobachten, kartieren und schützen sie Tiere und Pflanzen und erklären sie den Menschen. Stadtnatur-Rangerinnen und -Ranger

Vor verschwommenem grünen Hintergrund und Baumstämmen sitzen drei Mädchen abgewandt im Gras vor einer blonden und einer brünetten Umweltpädagogin. Das Mädchen in der Mitte meldet sich. Es trägt einen dunkelblauen Pullover und sein langes blondes Haar offen. Auch das Mädchen links daneben ist blond und langhaarig. Am rechten Bildrand ist ein schwarzhaariges Mädchen mit Zopf nur zur Hälfte abgebildet. Aufmerksam blicken die Pädagoginnen in T-Shirts zu den dreien.

Umweltbildung für Kinder und Jugendliche

Berlin fördert Umweltbildung in vielen Formen. Naturpädagoginnen und -pädagogen kommen zum Beispiel in die Bildungseinrichtung; andere laden zu offenen Lernwerkstätten ein. Allen Formaten gleich ist nur eins: Sie sprechen jene an, die morgen die biologische Vielfalt schützen sollen. Umweltbildung für Kinder und Jugendliche

Eine Feldlerche von Nahem. Der mittelgroße Vogel mit langem Schwanz steht auf einem braunen Acker. Sein Gefieder ist in verschiedenen Brauntönen mit dunkelbrauner Strichelung gezeichnet. Der hellgraue Bauch bildet dazu einen starken Kontrast, der spitze Schnabel ist graubraun. Das Gesicht der Feldlerche ziert ein heller Überaugenstreif. Wachsam schaut der Vogel mit seinen runden schwarzen Augen hoch.

Artenschutz in der Stadtentwicklung

Berlin hat eine Artenschutzkonzeption, mit der erste Auswirkungen des weiteren Stadtwachstums auf naturschutzrechtlich geschützte Arten erfasst und Möglichkeiten zur Schaffung von Ersatzlebensräumen aufgezeigt werden. Artenschutz in der Stadtentwicklung

Die Aufnahme zeigt einen beleuchteten Parkweg bei Nacht. Am dunkelblauen Himmel steht klein der Mond. Vor den schwarzen Silhouetten ausladender Baumkronen erhellen Laternen punktuell den Gehweg. Ihr Licht fällt kegelförmig auf den Betonboden, in den Abständen zwischen den Laternen ist es dunkel.

Tierfreundliche Beleuchtung

Das Licht der Stadt irritiert viele Tiere. Für einige ist es sogar lebensgefährlich. Mit der richtigen Beleuchtung lässt sich das vermeiden. Gefragt ist weniger Licht, das gut ausgerichtet, abgeschirmt und im Ton warm ist, aus Lichtquellen, die nicht zu heiß werden. Tierfreundliche Beleuchtung

Der Spielplatz der Reinhardswald-Grundschule im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist von grünen Büschen, Bäumen und Sträuchern umgeben. Inmitten einer Sandfläche ragt ein Kletterturm mit rotgestrichener Spitze in die Höhe. Eine Röhrenrutsche aus Edelstahl windet sich von dem eckigen Spielhaus zu Boden. Links stehen zwei Natursteinblöcke im hellgelben Pudersand.

Grün macht Schule

Die Beratungsstelle „Grün macht Schule“ begleitet seit fast 40 Jahren Berliner Schulen und Kindertagesstätten bei der Gestaltung ihrer Freiflächen. Dabei sind viele grüne Oasen entstanden, in denen Kinder täglich Natur erleben und ihr Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt stärken. Grün macht Schule

Im Landschaftspark Herzberge informiert eine hohe Tafel mit Text und Fotos über beweidete Streuobstwiesen. Sie steht vor einer umzäunten grünen Wiese. Die jungen Obstbäume haben helle Blüten und sind in lockeren Abständen entlang des Zauns gepflanzt. Am rechten Bildrand führt ein befestigter gerader Weg daran vorbei. In weiter Entfernung spazieren Menschen darüber.

Reichhaltige Umweltbildung

In Berlin gibt es viele Angebote zur Umweltbildung, die biologische Vielfalt erlebbar machen. Die Bandbreite reicht von Dauereinrichtungen vor Ort bis zu Exkursionen, Lehrpfaden und digitalen Medien. Reichhaltige Umweltbildung