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Berliner Heizungsaustauschprogramm

Berliner Heizungsaustauschprogramm
Bild: belchonock - Depositphotos.com

Berlin ist auf dem Weg zur Klimaneutralität im Jahr 2050. Die klimafreundliche Wärmeversorgung der Berliner Wohngebäude spielt hierbei eine wichtige Rolle. Daher erhalten Eigentümerinnen und Eigentümer mit dem Berliner Heizungsaustauschprogramm einen Anreiz, selbst einen Beitrag zu den Berliner Klimaschutzzielen zu leisten. Mit dem Austausch einer Ölheizung, einer Gasheizung, die nicht auf Brennwerttechnik basiert oder eines Kohleeinzelofens gegen eine energieeffiziente und CO2-freundliche Heizung soll jeweils mindestens 25 % CO2 eingespart werden.

Wärmepumpe, Holzpelletkessel oder Solarthermie-Anlage − welche klimafreundliche Heizungsvariante passt zu welchem Gebäude? Welche Maßnahmen eignen sich darüber hinaus, das eigene Gebäude klimafreundlich umzurüsten? Um Eigentümerinnen und Eigentümer möglichst gut zu informieren, fördert die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zudem eine Energieberatung in Form des gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplans.

Details zu den Förderkonditionen sind in der Förderrichtlinie zum Berliner Heizungsaustauschprogramm nachzulesen.

Förderrichtlinie zum Berliner Heizungsaustauschprogramm

PDF-Dokument (100.9 kB)

Antragsberechtigt sind:

  • Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern (Wohngebäude),
  • Einzeleigentümerinnen und Einzeleigentümer von Gebäuden mit mehrheitlicher Wohnnutzung mit einer Maximalanzahl von 20 Wohneinheiten,
  • Wohnungseigentümergemeinschaften von Gebäuden mit mehrheitlicher Wohnnutzung mit einer Maximalanzahl von 20 Wohneinheiten.
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Es gibt zwei Fördermodule: “Gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan” und “Heizungsaustausch”.

Fördermodul Gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan:

Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten eine unabhängige Beratung zu Sanierungsmaßnahmen der Gebäudehülle, der Anlagentechnik sowie zu Möglichkeiten zum Einsatz erneuerbarer Energien. Der Bericht mit den Beratungsergebnissen zeigt anschaulich auf, wie das eigene Gebäude durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert werden kann.

Fördermodul Heizungsaustausch:

Gefördert wird der Ersatz von

  • Ölkesseln,
  • Gaskesseln, die nicht auf Brennwerttechnik basieren,
  • Einzelöfen, die mit Kohle befeuert werden,

durch die Errichtung und Inbetriebnahme von

  • Gaskesseln auf Basis von Brennwerttechnik,
  • Wärmepumpen,
  • Holzpelletkesseln und Holzhackschnitzelkesseln,
  • Mini-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (bis einschließlich 20 kWel),
  • Solarkollektoranlagen zur Warmwasserbereitung, Raumheizung oder zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung (Solarthermie),
  • Brennstoffzellenheizungen,
  • Hausstationen für den Anschluss an effiziente Fernwärme.
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Die Erstellung eines gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplans wird empfohlen. Sie ist nicht Voraussetzung für eine Beantragung von Mitteln im Fördermodul Heizungsaustausch.

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Fördermodul Gebäudeindividueller Sanierungsfahrplan:
Für die Erstellung des gebäudeindividuellen Sanierungsfahrplans gibt es einen Zuschuss in Höhe von

  • 500 € – für Eigentümer/ Eigentümerinnen von Ein- und Zweifamilienhäusern,
  • 750 € – für Einzeleigentümer/ Eigentümerinnen oder Wohnungseigentümergemeinschaften von Gebäuden mit mehrheitlicher Wohnnutzung mit drei bis maximal 20 Wohneinheiten.

Fördermodul Heizungsaustausch:
Zuschüsse sind erhältlich in Höhe von

  • 1.000 € – für Gaskessel auf Basis von Brennwerttechnik, Hausstationen für
  • effiziente Fernwärme,
  • 3.500 € – für Wärmepumpen, Holzpelletkessel und Holzhackschnitzelkessel, Mini-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Brennstoffzellenheizungen.

Für die zusätzliche Kopplung der voranstehend genannten Heizungsanlagen mit Solarthermie oder einer Wärmepumpe wird ein Zuschuss gewährt in Höhe von:

  • 500 € – für die Kopplung mit solarer Brauchwassererwärmung
  • 1.000 € – für die Kopplung mit solarer Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung sowie für die Kopplung mit einer Wärmepumpe.
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Die IBB Business Team GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Investitionsbank Berlin, wurde von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz mit der Durchführung des Berliner Heizungsaustauschprogramms beauftragt. Die IBB Business Team GmbH ist für das Antragsverfahren, die Bewilligung und die Auszahlung der Fördermittel zuständig.

Eine Förderung kann unter www.heiztauschplus.de beantragt werden. Unter diesem Link sind Details zur Antragstellung verfügbar.

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Presse

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