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NATURA 2000-Gebiet Spandauer Forst

Alteichenbestand
Alteichenbestand
Bild: Florian Möllers
Bildvergrößerung: Der Hirschkäfer ist die größte heimische Käferart
Der Hirschkäfer ist die größte heimische Käferart
Bild: Wolfgang Klaeber

Dieses Waldgebiet ist mit seinen Mooren, Gewässern und Wiesen besonders vielfältig. Reizvoll sind die Moore Teufelsbruch, Großer und Kleiner Rohrpfuhl sowie die Kienhorst-, Schwanenkruger- und die Laßzinswiese. Neben ausgedehnten bodensauren Eichenwäldern ist der Luchwald – ein Eichen-Hainbuchenwald – mit seinen Flatter-Ulmen, Eschen und der üppigen Krautschicht eine der Besonderheiten des Gebietes. Nördlich des Waldes schließen sich Frischwiesen mit Kalk- und Sandmagerraseninseln an, bei zunehmender Feuchte gehen sie in Pfeifengraswiesen über. Am Übergangsbereich von Luchwald und Wiesen findet man eine besonders artenreiche Lebensgemeinschaft seltener Tier- und Pflanzenarten.

Bildvergrößerung: Kuhlake
Kuhlake
Bild: Florian Möllers

Das weitverzweigte Wegesystem bietet immer wieder neue Möglichkeiten das Gebiet zu erleben und ausgedehnte Wanderungen zu unternehmen.

  • Bezirk

    Spandau

  • Lage

    Am Nordwestrand von Berlin

  • Karte

  • Fläche

    1.347,77 ha

  • Als FFH- und SPA-Gebiet gemeldet

  • Besonderheiten

    Erlebbar, interessante Flora, interessante Säugetiere, interessante Vogelwelt, interessante Amphibien, interessante Kleintierfauna, landschaftlich reizvoll

Schutzgegenstände der Gebiete

PDF-Dokument (179.8 kB)

Gebietsdaten Spandauer Forst

PDF-Dokument (49.1 kB)

Besuchertipps

Besuchertipps
Karte des NATURA 2000-Gebietes
Bild: SenUVK

Am besten lernt man das Natura 2000-Gebiet Spandauer Forst kennen, wenn man am Parkplatz oder an der Bushaltestelle an der Einmündung der Hakenfelder Straße in die Schönwalder Allee startet. Folgt man dem Verlauf des Kuhlaken-Teiches und biegt dann am ersten Gestellweg nach Südwesten ab. Dieser Teil des Forstes ist als “Stadtpark” bekannt und ein großzügiges Hundeauslaufgebiet. Nach rund 200 Metern gelangt man in einen Altholzbestand aus Eichen im Jagen 10 und Rotbuchen im Jagen 16. Der Weg führt weiter in südlicher Richtung bis zur ehemaligen Revierförsterei Radeland und dann in nordwestlicher Richtung bis zum Bahnübergang über die Bötzowbahn. Nach Nordosten schwenkend führt er an einem Alteichenbestand im Jagen 20 und den Wildgehegen in den Jagen 19 und 18 vorbei bis zur Großen Kuhlake. Der Wald ist hier durch bodensaure Eichenwälder geprägt, in deren Krautschicht das Nordische Labkraut als typische Art vorkommt. Folgt man dem Lauf der Kuhlake nach Nordwesten, gelangt man in eine sehr abwechslungsreiche Landschaft.

Erlenbeschattete Partien reißen plötzlich auf und geben den Blick auf sonnendurchflutete, weitläufige Gewässerpartien mit zum Teil abgestorbenen Erlen frei. Im Jagen 44 liegt die Senke der Kleinen Kuhlake, wo der seltene Siebenstern seinen letzten Standort in Berlin hat. Ist man am Oberjägerweg angelangt, biegt man nach Südwesten ab und erreicht nach einigen Metern Teiche. Im Frühjahr wird man hier von einem vielstimmigen Froschkonzert empfangen.

Nach Umrunden der Teiche folgt man dem Waldweg zwischen den Jagen 56 und 58 vorbei an einer Überschwemmungsfläche bis zur Kreuztränke. Hier vereinen sich die Kuhlake und der Kreuzgraben. Wendet man sich entlang der Kuhlake nach Nordwesten, erreicht man im Jagen 69/70 den feuchten Teil des Spandauer Forstes, den Luchwald. Der ehemalige Grenzweg führt entlang der Wiesen nach Westen zum Eiskeller. Zum Abschluss der Erkundung sollte man noch den Laßzinssee nördlich des Jagens 68 besuchen. Auf zwei Aussichtsplattformen kann man in das Vogelschutzgebiet hineinsehen und eine Vielzahl von Vögeln beobachten.

Karte des Gebietes

PDF-Dokument (838.9 kB)

Managementplanung für das NATURA 2000-Gebiet Spandauer Forst

(FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet)
DE 3445-301

Management- und Pflegeplan für FFH-LRTs des Offenlandes im FFH-Gebiet Spandauer Forst

Bericht

PDF-Dokument - Stand: 2004; Größe: 11,3 MB

Erfassung des Bestandes von Osmoderma eremita, Cerambyx cerdo und Lucanus cervus; Erarbeitung eines Fachbeitrages holzbewohnende Käfer zur Erstellung eines Managementplans zu deren Erhalt und Entwicklung im FFH-Gebiet „Spandauer Forst und Spandauer Luchwald“

Bericht

PDF-Dokument - Stand: 2016; Größe: 4,2 MB

Karten

PDF-Dokument - Stand: 2016; Größe: 56,5 MB

Anhang

PDF-Dokument - Stand: 2016; Größe: 15,4 MB

Fachbeitrag Waldlebensraumtypen im Land BerlinTeil FFH-Gebiet Spandauer Forst

Bericht

PDF-Dokument - Stand: 2019; Größe: 2,1 MB

Karten

PDF-Dokument - Stand: 2019; Größe: 38,2 MB

Anhang

PDF-Dokument - Stand: 2019; Größe: 1,5 MB

Bei den Managementplänen, die wir zum Download anbieten, handelt es sich um PDF-Dateien mit großen Datenvolumen. Einige Dateien wurden zu einer PDF-Datei zusammengefügt. Die Dateien sind nicht barrierefrei.