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Maßnahmen: Mischwassersystem

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Berliner Mischwasserkanal
Bild: Berliner Wasserbetriebe / Joachim Donath

Die Berliner Gewässer werden bei starken Regenfällen im Innenstadtbereich immer wieder durch Überläufe aus der Mischwasserkanalisation belastet. Die Schäden reichen von langfristigen Wirkungen, wie Nährstoff- und Schadstoffbelastung, bis hin zu akuten Wirkungen, wie Fischsterben verursacht durch Sauerstoffmangel.

Um die Häufigkeit und die Mengen dieser Überläufe zu reduzieren, sollen Stauräume aktiviert und neu geschaffen werden. Insgesamt entstehen 300.000 m³ Stauraumvolumen.

Die Häufigkeit der Regenüberlaufereignisse liegt in nicht sanierten Gebieten derzeit zwischen 30 bis 40 Mal pro Jahr. Durch die Schaffung von zusätzlichem Kanalspeichervolumen wird diese Zahl auf 10 bis 12 Mal pro Jahr sinken. Künftig soll die zulässige mittlere Jahresentlastungsmenge aus der Mischwasserkanalisation 25 % des Jahresregenabflusses und die zulässige mittlere Jahresstofffracht 20% der Jahresfracht dieses Regenabflusses nicht überschreiten.

Die Projekte im Einzelnen

  • Bau von unterirdischen Becken (Regenbecken) zur Mischwasserspeicherung
  • Aktivierung von Stauraumvolumen durch Bau von steuerbaren Wehrklappen/Hubschütze o.ä. und Erhöhung von Überlaufschwellen
  • Abkopplung von Trenngebieten

Derzeitiger Stand der Umsetzung

Von insgesamt 300.000 m³ zu schaffenden Stauraumvolumina sind bisher 235.000 m³ errichtet bzw. aktiviert. Ziel ist es, die Sanierungsarbeiten für alle Teileinzugsgebiete bis 2024 abzuschließen.