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Sauberer Schiffverkehr

Schiff an der Glienicker Brücke
Bild: Photowahn - Fotolia.com

Aktuell

Bildvergrößerung: Kiellegung des neuen Solarschiffs auf der Schiffswerft Bolle
Kiellegung des neuen Solarschiffs auf der Schiffswerft Bolle
Bild: SenUVK

Berlin lässt neues Solarschiff für Überwachung und Beprobung bauen

Kiellegung in Elbe-Parey – elektrischer Antrieb statt Dieselmotor spart 11,3 Tonnen CO2.
Das neue Schiff soll durch den Einsatz modernster Akku-Technik bis zu acht Stunden ohne Nachladen emissionsfrei fahren können.

Fahrgastschiffe tragen in Ufernähe merklich zur Belastung durch Rußpartikel und Stickstoffdioxid bei. Das zeigen Beschwerden von Anwohner*innen und von Erholungssuchenden. Gutachten zur Luftschadstoffbelastung, die von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz durchgeführt wurden, bestätigen diese Wahrnehmung: Sie ergaben in einigen Bereichen, wie bei der Mühlendammschleuse oder beim Bodemuseum, eine erhebliche Belastung durch Stickstoffdioxid in Ufernähe.

Die Ursache: Fahrgastschiffe weisen oft einen hohen Schadstoffausstoß (Emission) auf, da die EU-weit festgelegten Abgasgrenzwerte für die Dieselmotoren in Schiffen weniger anspruchsvoll sind als für Straßenfahrzeuge und die Motoren häufig ein hohes Alter erreichen können. Diese hohen Emissionen lassen sich durch Nachrüstungen der Fahrgastschiffe mit Partikelfiltern und Katalysatoren zur Minderung von Stickstoffoxiden deutlich vermindern. Gleichzeitig geht auch die Geruchsbelästigungen durch die Abgase an den Ufern zurück.
In Modellprojekten mit unterschiedlichen Schiffen wurde erfolgreich die Nachrüstung mit Partikelfiltern (Praxistest Partikelfilter auf Fahrgastschiffen) und auch mit der Kombination von Stickoxidkatalysatoren und Partikelfiltern (Pilotprojekt Saubere Schiffe) getestet. Dabei konnten jeweils drei unterschiedliche Systeme erprobt werden. Messungen des TÜV Hessen zeigten, dass sich Partikel und Stickstoffoxide bei betriebswarmen Motor signifikant mindern lassen, teilweise waren die Schadstoffe im Abgas nicht mehr messbar.

Eine Nachrüstung mit Abgasnachbehandlungsanlagen kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen, denn die Fahrgastschiffe fallen nicht unter die Bestimmungen der Umweltzone. Daher wurde nun auf Basis der im Modellprojekt gewonnenen Erfahrungen ein Förderprogramm entwickelt. Hierfür hat das Berliner Abgeordnetenhaus im Haushalt 950.000 Euro für das Jahr 2021 bereitgestellt. Neben der Abgasreinigung für Dieselmotoren kann auch die Umrüstung auf Elektroantrieb gefördert werden. Damit fahren Schiffe lokal emissionsfrei und besonders leise. Dies ist besonders für kleinere Fahrgastschiffe eine Alternative. Je nach Randbedingungen können bis zu 80 % der Kosten für die Nachrüstung oder Umrüstung gefördert werden.

Das Förderprogramm wurde am 7.05.2021 gestartet. Alle Informationen finden Sie unter:

Weitere Informationen

Presse

Förderprogramm für die Nachrüstung von Fahrgastschiffen Fünf Berliner Fahrgastschiffe mit Abgasreinigung nachgerüstet

Praxistest Partikelfilter auf Fahrgastschiffen

Bildvergrößerung: Rußpartikelfilter im Fahrgastschiff
Rußpartikelfilter im Fahrgastschiff
Bild: SenUVK

Durch ein früheres Modellvorhaben wurde nachgewiesen, dass der Partikelausstoß der nachgerüsteten Schiffe dauerhaft über 90 % reduziert wird, ohne dass ein Kraftstoffmehrverbrauch festgestellt wurde.

Aktuell wird das Pilotprojekt “Saubere Schiffe für Berlin” vorbereitet. Aufgrund der hohen Luftbelastung in Berlin durch Stickstoffdioxid geht es dabei in erster Linie um die Nachrüstung von Stickoxidminderungssystemen. Mit dem Pilotprojekt soll die kombinierte Nachrüstung mit einem Partikelfilter und einem Stickoxidminderungssystem oder die Umstellung auf Elektroantrieb gefördert und die Wirksamkeit und Dauerhaltbarkeit getestet werden.

Abschlussbericht Berliner Praxistest "Partikelfilter auf Fahrgastschiffen"

PDF-Dokument (776.6 kB)

Workshop "Emissionsminderungspotenziale im Schiffsverkehr" 17. Juli 2018 in Berlin

Bildvergrößerung: Workshop "Emissionsminderungspotenziale im Schiffsverkehr"
Workshop "Emissionsminderungspotenziale im Schiffsverkehr"
Bild: Julia Vesshoff, HIRSCHEN-GROUP

Workshop-Teilnehmer diskutieren Möglichkeiten der Nach- und Umrüstung von Berliner Fahrgastschiffen

Berlins Wasserwege gehören zum Stadtbild wie der Fernsehturm. Allerdings sind sie auch Verkehrswege, die durch Frachtschiffe und Fahrgastschifffahrt zu den Schadstoffen in der Luft beitragen, besonders im Stadtbezirk Berlin-Mitte.

Wenn auch die Fahrgastschiffe stadtweit nicht zu den Hauptverursachern der Luftverschmutzung in Berlin zählen, so sind die Emissionen eines Schiffes dennoch nicht vernachlässigbar gering. Gerade in Ufernähe können erhöhte Luftbelastungen auftreten. Bei der Vorbeifahrt eines Fahrgastschiffes steigt die Rußpartikelanzahl in der Umgebungsluft beispielsweise von etwa einigen tausend Partikel auf mehrere hunderttausend Partikel pro Kubikzentimeter. Zudem gelten für Schiffe, die überwiegend mit Dieselmotoren betrieben werden, bisher weniger strenge Emissionsgrenzwerte für Luftschadstoffe als für Straßenfahrzeuge.

Inwieweit kann der Schiffsverkehr zur Verringerung der Luftbelastung an Ufern beitragen? Welche Rahmenbedingungen müssen sich dafür ändern

Zur Diskussion dieser Fragen hatte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am 17. Juli 2018 zu einem Workshop nach Berlin geladen. Rund 40 Eigner von Berliner Fahrgastschiffen (insb. Reedereien), Hersteller von Filtersystemen und Elektromotoren für Schiffe, Vertreter von Verbänden und Ämtern und Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachabteilungen der Senatsverwaltung folgten der Einladung zum praxisorientierten Austausch.

In seiner Begrüßung ordnete Stefan Tidow, Staatssekretär für Umwelt und Klimaschutz, das Problem zunächst in die übergeordnete Problemlage ein: Die Grenzwerte für die Feinstaubbelastung werden in Berlin inzwischen weitestgehend eingehalten, Stickstoffdioxidgrenzwerte werden aber nach wie vor überschritten. Es drohen u. a. Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge. Vor diesem Hintergrund führte Herr Tidow aus, dass der Schiffsverkehr immer stärkere Bedeutung in der Berichterstattung gewinnt und dass lediglich vier Fahrgastschiffe in Berlin nachgerüstete Motoren mit Partikelfiltern haben. An vielen Anlegestellen herrsche eine hohe Stickoxid-Belastung. Das Abgeordnetenhaus erwarte zum einen, dass vom Senat Anstrengungen unternommen werden, um die Schadstoff-Belastung durch Schiffe zu reduzieren, zum anderen, dass Umrüstungen auf Elektroantrieb vorangetrieben werden.

Martin Lutz, Fachgebietsleiter für Luftreinhaltung in der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, betonte in seinem Vortrag “Luftreinhaltung in Berlin: Handlungsbedarf, rechtliche Rahmenbedingungen und Relevanz für die Fahrgastschifffahrt in Berlin”, dass die Schifffahrt bisher kaum einen Beitrag zu Verringerung der Stickoxide (NOx) in Berlin geleistet habe. Beispiel für einen Hotspot sei der geplante Humboldthafen. Modellrechnungen zeigten, dass mit den heutigen Schiffen eine deutlichen Überschreitung der Grenzwerte zu erwarten sei. Derzeit sei in Berlin eine Klage wegen NO2-Überschreitungen anhängig, einzelne Fahrverbote scheinen für die Zukunft unvermeidbar. Durch einen Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses gibt es großen Handlungsdruck. Dieser schlägt eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel der Einführung von Umweltzonen, inkl. Rußpartikelfilterpflicht, für Schiffe vor.

Wie kann der Schadstoffausstoß von Schiffen reduziert werden?

Volker Schlickum, bei der Senatsverwaltung als Referent im Bereich Luftreinhaltung vor allem für den Bereich der Fahrzeugemissionen zuständig, stellte in seinem Vortrag „Emissionsminderungspotentiale im Schiffsverkehr und ihre Wirksamkeiten“ verschiedene Möglichkeiten der Emissionsminderung von Schiffen vor: Elektroantrieb (lokal -100 , aber sehr teuer), Spezialdiesel (-10 NOx; -15 bis -60% Partikelmasse), neue Motoren (-50% NOx; -50% Partikelmasse), selektive katalytische Reduktion (SCR) (85% der Stickoxide werden abgefangen), Wasser-Emulsion (-20% NOx; bis -80% Partikelmasse), Dieselpartikelfilter (99% der PM und PN werden abgefangen). Eine Kombination aus SCR und Dieselpartikelfiltern wäre die beste Lösung.

Am Nachmittag widmete sich der Workshop der Vorstellung des Pilotprojekts der Senatsverwaltung. Primäres Ziel des Projekts ist der Test von Um- bzw. Nachrüstungen auf möglichst vielen Schiffen, um Auswirkungen auf Betriebskosten und Betriebssicherheit beurteilen zu können und um letztlich allgemeine Empfehlungen aussprechen zu können. Größere Schiffe sollen mit SCR-Katalysator und Partikelfilter nachgerüstet, kleinere Schiffe auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Dadurch soll bei den betreffenden Schiffen eine komplette Abgasreinigung bewirkt werden. Zudem wird ein begleitendes Messprogramm zur Wirkungsuntersuchung durchgeführt. Die Messfahrten sollen mit allen möglichen Lastzuständen stattfinden. Die Nachrüstung/Umrüstung ist für den Winter 2018/2019 geplant. Alle Kosten werden aus Projektmitteln übernommen. Es wird eine Kooperationsvereinbarung zwischen SenUVK, Reeder und Hersteller geben.

Die am Workshop teilnehmenden Reeder zeigten generell großes Interesse an einer Projektteilnahme. Weiterer Gesprächsbedarf besteht insbesondere noch bezüglich der Themen Landstromversorgung / Ladeinfrastruktur für Elektromotoren, benötigte Abgastemperatur für Filternachrüstung und Umgang mit Sportbooten / gewerblichen Booten / “bunter Flotte”.

Die Präsentationen zu der Veranstaltung erhalten Sie auf Anfrage. Bitte wenden Sie sich an Herrn Schlickum, E-Mail: Volker.Schlickum@senuvk.berlin.de

Pilotprojekt "Saubere Schiffe"

Bildvergrößerung: Fahrgastschiff auf der Spree
Fahrgastschiff auf der Spree
Bild: SenUVK

In dem Praxistest Partikelfilter auf Fahrgastschiffen wurde bereits vor 10 Jahren die Nachrüstung von Dieselmotoren auf Fahrgastschiffen mit Partikelfiltern erfolgreich erprobt. Inzwischen ist die Nachrüsttechnik weiter voran geschritten, so dass es heute auch Systeme zur Reduzierung von Stickoxiden gibt. Diese sogenannten SCR (selectiv catalytic reduction)-Systeme wurden in Berlin bereits über 200-mal in Doppeldecker-Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe eingebaut und arbeiten dort zuverlässig.

Als Alternative zu Dieselmotoren werden zunehmend auch Elektromotoren gesehen, die lokal ohne jeden Schadstoffausstoß betrieben werden können. Außerdem ist die Verwendung von Erdgas (meist in Form von verflüssigten Erdgas – LNG) bei Schiffen in der Erprobung, da Erdgasmotoren sehr sauber sind.

Um den Schadstoffausstoß von Schiffen zu mindern, plant das Land Berlin ein neues Pilotprojekt „Saubere Schiffe“. Das Projekt ist Teil der Initiative “Saubere Luft durch schadstoffarme Schiffe” des Berliner Abgeordnetenhauses.

Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses über "saubere Luft durch schadstoffarme Schiffe"

PDF-Dokument (28.0 kB)

Teilnahme am Pilotprojekt

Reedereien, die Interesse an einer Teilnahme am Pilotprojekt haben, konnten sich bis sich bis zum 31.08.2018 bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz anmelden.

Im Folgenden werden erste Informationen zusammengestellt. Diese werden weiterentwickelt, wenn nach der ersten Bewerbungsrunde die Nachfrage nach Nachrüstungen oder Umrüstungen beurteilt werden kann. Interessenten werden nach Durchsicht der Bewerbungen über das weitere Verfahren informiert.

Ziel des Pilotprojekts

  • Nachrüstung von Fahrgastschiffen mit SCR-Systemen und Partikelfiltern (falls letzterer noch nicht vorhanden ist).
  • Untersuchung der Wirkung und Dauerhaltbarkeit der Nachrüstung durch begleitende Abgasmessungen.
  • Alternativ: Umrüstung insbesondre kleinerer Fahrgastschiffe auf alternative Antriebe (Elektromotor/Erdgas/Biogas).

Rahmenbedingungen des Projekts

  • Die Kosten der Umrüstung und der Abgasmessungen werden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz übernommen. Hierfür stehen im Berliner Landeshaushalt für 2018/2019 insgesamt bis zu 500 TEUR zur Verfügung.
  • Die Zusammenarbeit wird durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen SenUVK, Reeder und Hersteller des Nachrüstsystems geregelt.
  • Die Nachrüstung muss im Winter 2018/19 erfolgen.
  • Die nachgerüsteten Schiffe müssen in drei aufeinander folgenden Jahren für Abgasmessungen zur Verfügung stehen und dabei vom Schiffsführer bedient werden.
  • Das Schiff wird zudem für die Projektlaufzeit mit einem Datenlogger zur Überwachung der Funktion der Abgasminderungssysteme ausgestattet.

Die Präsentation zu der Veranstaltung erhalten Sie auf Anfrage. Bitte wenden Sie sich an Herrn Schlickum, E-Mail: Volker.Schlickum@senuvk.berlin.de

Gutachten Luftschadstoffbelastung

Bildvergrößerung: Anlegestelle 3 "Berliner Dom"
Anlegestelle 3 "Berliner Dom"
Bild: IB Lohmeyer

Zur Ermittlung der schifffahrtsbedingten Luftschadstoffbelastung an innerstädtischen Berliner Wasserstraßen mit Hauptaugenmerk auf die Fahrgastschifffahrt wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, das vom Ingenieurbüro Lohmeyer & Co. KG erstellt und am 13.09.2019 übergeben wurde.

Hintergrund für die Erstellung des Gutachtens

Die Fahrgastschifffahrt in der Berliner Innenstadt hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, parallel häufen sich die Beschwerden von Anwohnern und Spaziergängern an den Gewässern über Belästigungen durch Schiffsabgase. Ziel der Luftreinhalteplanung ist es, die schiffsbedingten Emissionen zu reduzieren.

Um einen Überblick über die Luftsituation an Berliner innerstädtischen Wasserstraßen zu erhalten, hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Erstellung eines Luftschadstoffgutachten beauftragt. Das Gutachten steht hier zum Download bereit.

Ermittlung der schifffahrtsbedingten Luftschadstoff­belastung an innerstädtischen Berliner Wasserstraßen mit Hauptaugenmerk auf die Fahrgastschifffahrt

PDF-Dokument (10.3 MB)

Aufgabenstellung

Das Gutachten soll für Berlin den Zusatzbeitrag aus der innerstädtischen Fahrgastschifffahrt an der Luftschadstoff­belastung ermitteln. Weiterhin soll die Gesamtbelastung in der Umgebung von Fahrgastschifffahrts­anlegern und an Teilen der Spree bestimmt werden. Betrachtet werden die Luftschadstoffe Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM10 und PM2,5).

Methodische Kurzbeschreibung

Das Bezugsjahr des Luftschadstoffgutachtens ist 2018. Die relevanten Luftschadstoffimmissionen wurden mittels mikroskaliger Modellierung ermittelt (MISKAM). Im Bereich der Anleger wurde ein prognostisches Strömungs- und Ausbreitungsmodell verwendet. Die Beurteilung erfolgte im Vergleich mit geltenden Grenzwerten der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die schiffsbedingten NOx-Zusatzbelastungen führen zu einer deutlichen Erhöhung der Stickoxidimmissionen entlang der Spree.
  • An den relevanten Beurteilungspunkten bzw. Fassaden im Bereich der Friedrichstraße und des Berliner Doms wird der NO2-Jahresmittelwert rechnerisch eingehalten.
  • Im Bereich des Mühlendamms und der Mühlendammschleuse liegt der errechnete Jahresmittelwert an den nördlichen Fassaden häufig bei etwa 36 μg NO2/m3, punktuell bis zu 41 μg NO2/m3. Eine Überschreitung des zulässigen Grenzwerts von 40 μg NO2/m3 im Jahresmittel kann deshalb nicht ausgeschlossen werden.
  • Für die übrigen Bereiche entlang der Spree werden lediglich im Bereich des Bodemuseums Jahresmittelwerte von größer als 40 μg NO2/m3 errechnet. Das Gutachten empfiehlt eine genauere Betrachtung des Bereichs.
  • An Spree nahen Bereichen der Fassaden dicht bebauter Hauptverkehrsstraßen werden zum Teil schiffsbedingte NOx-Zusatzbelastungen berechnet, die etwa der der Kfz-bedingten Zusatzbelastungen entsprechen. Kritisch könnte der spreenahe Bereich des Mühlendamms sein. Eine Überschreitung des NO2-Jahresmittelgrenzwertes kann hier nicht ausgeschlossen werden.
  • Bei einer PM10-Hintergrundbelastung von 23 μg/m3 liegen die schiffsbedingten PM10-Zusatzbelastungen bei maximal 3 μg/m3, in den Uferbereichen und Fassaden bei 1 μg/m3 und häufig darunter. Dies betrifft auch die PM2,5-Zusatzbelastungen. Schiffsbedingte Überschreitungen des PM10- und PM2,5-Grenzwertes wurden nicht berechnet.
Bildvergrößerung: Jahresmittel der NO2-Gesamtbelastung in 1,5 Meter über umliegendem Gelände aus MISKAM infolge aller schiffsbedingten Emissionen und der Hintergrundbelastung für das Gebiet 3 (Wendestelle und Mühlendamm­schleuse). Dunkelgrau markiert ist die Lage der Uferbefestigung.
Jahresmittel der NO2-Gesamtbelastung in 1,5 Meter über umliegendem Gelände aus MISKAM infolge aller schiffsbedingten Emissionen und der Hintergrundbelastung für das Gebiet 3 (Wendestelle und Mühlendamm­schleuse). Dunkelgrau markiert ist die Lage der Uferbefestigung.
Bild: SenUVK