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Freiraumversorgung

Der Landschaftspark Johannisthal/Adlershof ist nicht nur zu großen Teilen Natur- und Landschaftsschutzgebiet, er dient auch der Erholung.
Der Landschaftspark Johannisthal/Adlershof ist nicht nur zu großen Teilen Natur- und Landschaftsschutzgebiet, er dient auch der Erholung.
Bild: Adlershof Projekt GmbH

Wo wohnt man in Berlin wie grün?

Bildvergrößerung: Der Mauerpark ist einer der beliebtesten Parks in Berlin.
Der Mauerpark ist einer der beliebtesten Parks in Berlin.
Bild: Michael Kirsten

Berlin ist zwar insgesamt sehr grün, aber nicht überall gleich grün. Um gerade dort auf Verbesserungen hinzuwirken, wo sie am dringendsten sind, greift das LaPro auf die Versorgungsanalyse zurück. Sie zeigt, wie die Versorgung der Bevölkerung mit Freiflächen verteilt ist.

Wo muss bei der Freiraumversorgung nachgebessert werden?

Bildvergrößerung: Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit wurde zum Moabiter Stadtgarten umgebaut.
Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit wurde zum Moabiter Stadtgarten umgebaut.
Bild: SenUVK

Der Programmplan Erholung und Freiraumnutzung leitet aus der Versorgungsanalyse vier Dringlichkeitsstufen ab. Dabei unterscheidet das LaPro weiterhin nach Baustrukturen: Einfamilienhausgebiete und offene Bauweisen bieten meist mehr kleinflächiges Grün als Zeilenbebauung oder die innerstädtischen dichten Gründerzeitquartiere. Der Ansatz hat sich bewährt: Seit Einführung des LaPro 1994 haben sich Freiraumangebot und Freiraumqualität derart positiv entwickelt, dass sich 43% der Stadt-quartiere mit dem stärksten Handlungsbedarf um zwei Stufen verbessert haben.

Auch künftig lässt sich im Programmplan Erholung und Freiraumnutzung ablesen, dass in hochverdichteten Wohnquartieren der Innenstadt viel getan werden muss, um die Erholungsmöglichkeiten weiter zu verbessern. Im Rahmen größerer Stadtentwicklungsprojekte sollen zudem weitere Freiraumangebote entstehen. Doch nicht nur die Menge macht‘s, eine gute Gestaltung ist ebenso wichtig. Sie zeigt sich auch darin, dass die Freiflächen für alle Menschen zugänglich und vielfältig nutzbar sind – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebensstil.

Methodische Änderungen

Bildvergrößerung: Grünflächen am Wasser machen die Havel erlebbar.
Grünflächen am Wasser machen die Havel erlebbar.
Bild: Grün Berlin GmbH

Der betrachtete Einzugsbereich wurde von bislang generell 500 m differenziert und beträgt nun je doch vorhandener Stadtstruktur 300 m bis 500 m.

Straßen, die von mehr als 15.000 Kraftfahrzeugen am Tag befahren werden, gelten nicht mehr als signifikantes Hindernis. Fußgängerampeln machen es durchaus möglich, sie zu überqueren. Als Barrieren gelten nur noch Autobahnen, Bahnanlagen und Gewässer.

Demographische Daten und sozialräumliche Strukturen der Wohnquartiere werden nicht mehr berücksichtigt. Dies ist auch auf die vielen Verbesserungen insbesondere im Wohnumfeld der Großsiedlungen zurückzuführen.