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Gartenschauen in Berlin

Berlin kann auf eine lange gartenbauliche Tradition zurückblicken. Bereits im historischen Berlin gab es im heutigen Bezirk Mitte zahlreiche Gartenbaubetriebe. Selbst Tulpen und Hyazinthen wurden damals an den Ufern der Spree angebaut. Mit der zunehmenden Bebauung Berlins wurden diese Gärtnereien immer wieder an den Rand der wachsenden Stadt verlegt. So gab es auch noch 1989 im Jahr des Mauerfalls zahlreiche Gartenbaubetriebe in den Randbezirken Berlins. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass auch immer wieder große Garten- und Blumenschauen in Berlin stattfanden und die Berliner und deren Gäste in ihren Bann zogen.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts fanden in Berlin immer wieder bei der Bevölkerung sehr beliebte Blumenausstellungen statt. So wurde zum Beispiel 1885 und auch 1890 im Landesausstellungsgebäude im Ausstellungspark am Lehrter Bahnhof (Berlin-Tiergarten) eine Allgemeine Gartenausstellung durchgeführt. Auf Initiative des “Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlichen Preußischen Staaten” wurde dann im Jahre 1897 im Treptower Park eine weitere große Gartenbauausstellung durchgeführt. Die Organisatoren wollten schon damals die in- und ausländische Fachöffentlichkeit sowie das Laienpublikum von der Leistungsfähigkeit des Gartenbauwesens in Preußen überzeugen. Die Gartenbauausstellung 1897 sollte sich jedoch in Pracht und Größe von den bisherigen Blumenschauen abheben. Auch später fanden in Berlin weitere große Gartenbauausstellungen statt – so z.B. 1933 die erste große Hallenschau von Gärtnern, Blumen- und Gemüsezüchtern sowie Gartenarchitekten in Deutschland in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm (Berlin-Charlottenburg).

Tradition hatten und haben in Berlin aber auch immer wieder große Berlin-weit bedeutende Blumenschauen wie die Blumenhalle auf der seit 1926 jährlich stattfindenden Internationalen Grünen Woche oder in der ehemaligen Hauptstadt der DDR in Ostberlin die jährlich Anfang November am Berliner Fernsehturm ausgerichtete “Berliner Blumenschau”. Regional fanden und finden in den Bezirken bei Bezirks- oder Stadtteilfesten zudem auch zahlreiche kleinere Blumenschauen statt.

Die Geschichte der Blumen- und Gartenschauen in Berlin soll im Folgenden nicht im Detail dargestellt werden. Informiert wird v.a. über die wichtigsten großen Gartenschauen der letzten Dekaden. Näher informiert wird über die drei großen Gartenschauen der jüngeren Geschichte Berlins: die Bundesgartenschau 1985 in Berlin-Neukölln (der heutige Britzer Garten), die 1987 eröffnete Berliner Gartenschau in Berlin-Marzahn (die heutigen Gärten der Welt) sowie die im Jahr 2017 ebenfalls im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf auf dem Gelände der Gärten der Welt sowie im Kienbergpark und in Teilen des Wuhletals ausgerichtete Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017.

Bundesgartenschau (BUGA) Berlin 1985

Mit der Bundesgartenschau 1985 in Westberlin wurde für die Bevölkerung im Süden Berlins ein neuer großer und attraktiver Landschaftspark geschaffen. Dies war zu Zeiten der Teilung der Stadt umso wichtiger, da die Bevölkerung Westberlins vom Berliner Umlang weitestgehend abgetrennt war. Weitere Informationen

Berliner Gartenschau 1987

Anlässlich der 750-Jahrfeier Berlins wurde im damaligen Ostberlin im Stadtbezirk Marzahn am 9. Mai 1987 die Berliner Gartenschau eröffnet. Weitere Informationen

Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017

Nach einem Beschluss des Berliner Senats zur Bewerbung Berlins um die IGA 2017 im November 2008 traf die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) ein Jahr später im Herbst 2009 die Entscheidung, die IGA 2017 in Berlin auf dem Standort des ehemaligen Berliner Flughafens Tempelhof auszurichten. Weitere Informationen