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Biologische Vielfalt

Saatgut gebietseigener Herkunft stärkt die Artenvielfalt in Grünflächen wie hier im Park am Nordbahnhof.
Saatgut gebietseigener Herkunft stärkt die Artenvielfalt in Grünflächen wie hier im Park am Nordbahnhof.
Bild: Bernd Machatzi

Vielfältige Berliner Tier- und Pflanzenwelt

Bildvergrößerung: Korridore wie Amphibientunnel helfen, das kleinteilige Mosaik von Lebensräumen zu verbinden.
Korridore wie Amphibientunnel helfen, das kleinteilige Mosaik von Lebensräumen zu verbinden.
Bild: SenUVK

Berlin ist dicht bebaut, quirlig und stetig im Wandel – ein Ort für Tiere und Pflanzen? Ja, denn die Metropole bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Biotope auf kleinstem Raum. Trotz bisweilen schwieriger Lebensbedingungen finden so dennoch viele verschiedene Arten ihren Platz. Der Ballungsraum Berlin gehört tatsächlich zu den artenreichsten Regionen in Deutschland – eine Vielfalt, die es zu bewahren gilt!

Berlins Artenreichtum fördern

Bildvergrößerung: Steilhangsicherung am Flughafensee für den Eisvogel (Alcedo atthis).
Steilhangsicherung am Flughafensee für den Eisvogel (Alcedo atthis).
Bild: Frank Sieste

Artenreichtum ist eine wertvolle Ressource, denn Vielfalt ist wichtig für ein stabiles Ökosystem. Der Programmplan Biotop- und Artenschutz verfolgt das Ziel, den Artenreichtum in Berlin zu erhalten und weiterzuentwickeln. Möglichst viele Arten sollen in Berlin leben können. Dabei kommt es auf das kleinteilige Mosaik vieler unterschiedlicher Lebensräume an.

Der neue Programmplan enthält eine Reihe von Zielen und Maßnahmen für die biologische Vielfalt. So sollen – um nur drei Beispiele zu nennen – im Großen Tiergarten gemäß Parkpflegewerk künftig geeignete Flächen naturverträglich gepflegt werden. In den Randbereichen der Stadt soll möglichst zertifiziertes, gebietseigenes Pflanz- und Saatgut verwendet werden. Und unter den bedeutenden Einzelbiotopen, die der Plan anführt, rücken Buchenwälder und bodensaure Eichenwälder in die Kategorie wertvoller Wälder auf. Diese sind besonders wichtig als Lebensräume für seltenere Waldarten in Berlin.

Besondere Maßnahmen für besondere Arten

Bildvergrößerung: Im Einsatz für den Florenschutz: Freiwillige pflanzen am Windmühlenberg Ohrlöffel-Leimkraut (Silene otites).
Im Einsatz für den Florenschutz: Freiwillige pflanzen am Windmühlenberg Ohrlöffel-Leimkraut (Silene otites).
Bild: Justus Meißner

Der Programmplan Biotop- und Artenschutz enthält auch das Artenschutzprogramm Berlins für seltenere und besonders spezialisierte Arten. Viele von ihnen sind nach europäischem und nationalem Recht geschützt. Das LaPro bildet die planerische Grundlage für Artenhilfsprogramme, die die Lebensbedingungen bestimmter Tierarten in Berlin verbessern sollen. So wurden für Amphibien Leiteinrichtungen unter viel befahrenen Straßen hergestellt, für Eisvögel Steilhänge gesichert und Bruthöhlen installiert sowie im Rahmen des Florenschutzkonzeptes bestimmte Pflanzen in Schutzgebieten wieder angesiedelt.