• Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine und ehrenamtlich Helfende / Інформація для біженців з України і для волонтерів: berlin.de/ukraine.

NSG Schöneberger Südgelände

Steg im Natur-Park

Heckenrose

Auf dem Güterbahnhof fährt schon lang kein Zug mehr. Die Natur hat dieses Jahrzehnte lang brachliegende Bahngelände erobert. Urwüchsiger Wald und offene Trockenflächen liegen hier dicht beieinander.

Eine Besonderheit sind die Habichtskräuter: Täuschendes Habichtskraut und Geflecktes Habichtskraut kommen in Berlin und Brandenburg nur hier vor. Attraktiv sind auch die vielen Wildrosenarten, darunter einige sehr seltene Vertreter. Über den Güterverkehr erreichten einst viele fremdländische Arten das Gebiet, wie die in Südfrankreich beheimatete Höhlenspinne Nesticus eremita.

Besucherinnen und Besucher werden über Wege und Stege dem Verlauf alter Bahntrassen folgend durchs Gebiet geführt und entdecken in blütenreiche Trockenrasen und urwüchsige Baumbestände eingebettete alte Bahnrelikte wie die Drehscheibe, Wasserkrähne und Lichtmasten in bizarrer Harmonie.

Logo "Barrierefreiheit geprüft: teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung, Rollstuhlfahrer, Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen"

Der Natur-Park Schöneberger Südgelände wurde 2021 erstmals von “Reisen für Alle” auf Barrierefreiheit geprüft und erhält die Zertifizierung bis Mai 2024.

  • NSG Schöneberger Südgelände, Eine der ältesten, aber noch funktionsfähigen Drehscheiben Deutschlands

    Eine der ältesten, aber noch funktionsfähigen Drehscheiben Deutschlands

  • NSG Schöneberger Südgelände, Ehemaliger Wasserturm

    Ehemaliger Wasserturm

  • NSG Schöneberger Südgelände, Behindertengerechter Weg durch das Schöneberger Südgelände

    Behindertengerechter Weg durch das Schöneberger Südgelände

  • Luftbild des Schöneberger Südgeländes

    Luftbild des Schöneberger Südgeländes

  • Bezirk

    Tempelhof-Schöneberg

  • Lage

    Direkt am S-Bahnhof Priesterweg

  • Karte

  • Fläche

    3,6 ha

  • Unterschutzstellung

    Unterschutzstellung als NSG und LSG: 3. März 1999
  • Besonderheiten

    Erlebbar, teilweise barrierefrei, interessante Flora, interessante Kleintierfauna, landschaftlich reizvoll, Kulturdenkmal

  • Flyer deutsch

    PDF-Dokument (11.2 MB)

  • Flyer english

    PDF-Dokument (2.9 MB)

Karte des NSG

Besuchertipps

Ein Besuch im Natur-Park und im Naturschutzgebiet lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Er ist durch eine faszinierende Verbindung von Natur, Bahnrelikten und Kunst geprägt. Das Gebiet ist bequem mit der S-Bahn zu erreichen. Direkt am S-Bahnhof Priesterweg liegt der Haupteingang des eingezäunten Natur-Parks. Dort befinden sich auch Möglichkeiten zum Parken. Ein weiterer Eingang liegt am Nordende des Natur-Parks. Er ist vom Vorarlberger Damm über den Matthäusfriedhofsweg oder vom Südkreuz aus über eine Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke zu erreichen. An beiden Eingängen befinden sich Kassenautomaten. Der Eintritt beträgt 1 Euro (ab 14 Jahren), geöffnet ist das Gelände täglich von 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Außerdem berechtigt die Jahreskarte der Grün Berlin GmbH zum Besuch.

Der ehemalige Wasserturm ist als markante Landmarke schon von weitem sichtbar. In der ehemaligen Brückenmeisterei, dem Informationszentrum gleich nebenan erhalten Sie kostenlos Faltblätter über den Natur-Park und weitere interessante Berliner Naturschutzgebiete.

Das größte Gebäude ist die frühere Lokomotivhalle. Sie wird als Stahlkunstwerkstatt und für Sonderveranstaltungen genutzt. Eindrucksvolle Reste der Eisenbahnnutzung sind eine alte Dampflok und eine der ältesten, aber noch funktionsfähigen Drehscheiben Deutschlands.

Vom Besucherzentrum aus führt ein behindertengerechter Weg in verfüllten Schienensträngen durch das Gebiet. Auf einem auf Eisenrohren gelagerten Metallsteg, der ebenfalls weitgehend einer ehemaligen Bahnstrecke folgt, lässt sich das NSG durchqueren. Hier kann man sowohl die verschiedenen Entwicklungsphasen des Waldes als auch die ausgedehnten Offenflächen erleben. Einige Informationstafeln geben Hinweise auf die Tier- und Pflanzenwelt des Gebietes. Auf dem Rundweg gelangt man zum Haupteingang zurück oder kann durch ein Wäldchen bis zum Nordeingang spazieren.

Außer den Schönheiten der Natur lassen sich an den Wegen auch Stahlkunstwerke der Künstlergruppe ODIOUS bewundern. Am hohlwegartigen Tälchenweg befindet sich eine ehemalige Stützmauer, die für Graffiti-Kunst zur Verfügung steht.

Der Natur-Park soll der ruhigen Erholung dienen. Für intensive Freizeit- und Sportaktivitäten kann man den Hans-Baluschek-Park auf der anderen S-Bahnseite nutzen.

  • Karte des NSG

    PDF-Dokument (1.3 MB)