Programmplan Erholung und Freiraumnutzung

Menschen auf einer Wiese machen gemeinsam Yogaübungen bei Sonnenlicht.

Ein Plan für die schönen Dinge im Leben

Ein Stündchen spazieren gehen, eine Partie Boule spielen oder eine Runde durch den Park joggen: Für die Lebensqualität im Alltag sind Freiflächen von großer Bedeutung. Der Programmplan Erholung und Freiraumnutzung will sicherstellen, dass möglichst alle Berlinerinnen und Berliner in ihrer unmittelbaren Umgebung die Möglichkeit haben, sich im Freien zu erholen. Mit über 2.500 geschützten Grünanlagen und einem Waldanteil von fast 20 Prozent kommt Berlin diesem Ziel schon recht nahe.

Ziele für Berlin

  1. Überall in der Stadt ausreichend Grün- und Freiflächen bereitstellen
  2. Den Erholungswert der Grün- und Freiflächen verbessern
  3. Die Grün- und Freiflächen durch ein dichtes Netz grüner Wege miteinander verbinden
  • Grüner Hinterhofgarten mit vielen Pflanzen, Töpfen, Backsteinmauer und Wohnhaus mit Außentreppe.

    Kleine Stadtfluchten: Begrünte Innenhöfe bieten Erholung in nächster Umgebung.

  • Frau sitzt auf einem Holzelement in einem Park mit Bäumen und Wiese, Wohnhäuser im Hintergrund.

    Einst Einflugschneise für den Flughafen Tempelhof, heute beliebter Erholungsort im Schillerkiez: Der Anita-Berber-Park wurde 2017 neu geschaffen.

  • Menschen spazieren und stehen auf dem zugefrorenen Landwehrkanal, umgeben von Bäumen und Gebäuden.

    Entlang des Landwehrkanals finden Kreuzbergerinnen und Kreuzberger Erholung. In eiskalten Wintern sogar auf ihm.

  • Schmaler Kanal mit grasbewachsenen Ufern, Menschen sitzen am Wasser, Spazierweg rechts mit Bäumen.

    Grünzug an der Panke: Durch die Renaturierung des Flüsschens entstand ein beliebter Erholungsort mit hoher ökologischer Funktion.

  • Wiese des Spreebogenparks mit sitzenden und gehenden Menschen, im Hintergrund moderne Bürogebäude und der Berliner Hauptbahnhof.

    Der Spreebogenpark beim Kanzleramt ist Bestandteil der grünen Mitte Berlins. Er bietet ein beeindruckendes Panorama über die Innenstadt.

  • Frau mit Hund auf einem Weg im Park, umgeben von Bäumen, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Kuppel.

    Schlosspark Charlottenburg: Beispiel für ein herausragendes Gartendenkmal – und beliebter Erholungsort im Berliner Westen.

  • Menschen sitzen und gehen im Mauerpark, einige auf einer Wiese im Vordergrund, andere versammelt in Gruppen.

    Von 8 auf 15 Hektar wuchs der Mauerpark 2020 durch die Eröffnung einer zusätzlichen Fläche. Eine wichtige Entlastung für den stark genutzten Park.

Inhalte des Programmplans

1848 eröffnete mit dem Volkspark Friedrichshain der erste kommunale Park Berlins, damals eine kleine Sensation. Heute verfügt Berlin über eine Vielzahl von Freiräumen – von Parks über Kleingärten bis hin zu den Wäldern. Der Programmplan Erholung und Freiraumnutzung erfasst diesen Bestand und formuliert Entwicklungsziele. Diese sind darauf ausgerichtet, in ganz Berlin Freiraumstrukturen zu schaffen, die Erholung ermöglichen, sich vielfältig nutzen lassen und insgesamt den Aufenthalt im öffentlichen Raum angenehmer machen. Das bringt viele Vorteile mit sich: Freiräume wirken sich positiv auf die menschliche Gesundheit aus, leisten einen Beitrag zu Lärmschutz und Luftsauberkeit, haben einen kühlenden Effekt auf das Stadtklima und sind Orte der Stadtnatur und Artenvielfalt.

Um zu ermitteln, wie die Grün- und Freiflächen über die Stadt verteilt sind, greift das Landschaftsprogramm (LaPro) auf die Versorgungsanalyse zurück. Diese untersucht, wie weit es die Berlinerinnen und Berliner bis zum nächsten Freiraum haben, wie groß dieser ist und mit wie vielen anderen Menschen er geteilt werden muss. Daraus leitet das LaPro vier Dringlichkeitsstufen ab, die besagen, wie dringend ein Quartier mehr oder bessere Erholungs- und Freiräume braucht. Dort, wo die Situation unbefriedigend ist, drängt das LaPro auf Abhilfe – indem etwa neue Parks geschaffen, diese im Berliner Freiraumsystem miteinander vernetzt oder bestehende Grün- und Freiflächen so aufgewertet werden, dass sie für alle Menschen zugänglich sind. Handlungsbedarf besteht vor allem in einigen Wohnquartieren in der Innenstadt und in manchen Großsiedlungen.

Programmplan Erholung und Freiraumnutzung, Kartendarstellung von Berlin mit unterschiedlich farbigen Flächen.

Berlin bietet für eine Großstadt viele Grün- und Freiflächen sowie Wälder – im Programmplan Erholung und Freiraumnutzung an den grünen und grün schraffierten Flächen zu erkennen. Die höchste Dringlichkeit für die Verbesserung der Grün- und Freiflächen innerhalb der Wohnquartiere besteht vor allem in den rot und orange dargestellten Flächen.

Zwei Menschen sitzen auf Stühlen am Ufer eines Flusses, umgeben von Bäumen und Wiese.

Berliner Freiraumsystem

Um ins Grüne zu kommen, muss niemand Berlin verlassen. Dafür sorgt das Berliner Freiraumsystem – ein Konzept, dessen Ursprünge bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreichen. Weitere Informationen

Weitere Informationen

  • Programmplan Erholung und Freiraumnutzung

    Karte

    PDF-Dokument (4.9 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Broschüre

    Kapitel 5

    PDF-Dokument (1.1 MB) - Stand: Dezember 2017

  • Erläuterung und Begründung

    Kapitel 5

    PDF-Dokument (3.2 MB) - Stand: Dezember 2016

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Naturschutz und Stadtgrün
Referat Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen