Wesentliche Bedingung für reiche biologische Vielfalt sind miteinander verbundene Lebensräume. Sie ermöglichen es Tieren und Pflanzen, lebensfähige Populationen zu erhalten und sich auszubreiten. Seit 2002 schreibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, auf mindestens zehn Prozent der Landesfläche einen solchen Biotopverbund auszuweisen.
Diese Aufgabe hat das Landschaftsprogramm (LaPro) mit Unterstützung der Technischen Universität übernommen. Die Basis bildet ein Zielartenkonzept, das 34 besonders wichtige Arten, sogenannte Zielarten, und deren Lebensräume unter die Lupe nimmt: Wo leben die Zielarten und wie kann ihre Erhaltung gesichert werden? Welche weiteren Gebiete könnten ihnen Lebensraum bieten? Wie lassen sich Verbindungen schaffen? All diese Überlegungen fließen zusammen in das Biotopverbundsystem.
Um den Biotopverbund voranzutreiben und zu stärken, werden Flächen unter Schutz gestellt und konkrete Maßnahmen umgesetzt. Begrünte Bahntrassen, ökologisch aufgewertete Kanalufer, die Errichtung von Fischtreppen oder der Erhalt von Offenland und Waldlichtungen sind Beispiele für wichtige Entwicklungsziele im Biotopverbund.