Berlin Urban Nature Pact

Ein Panoramablick über Berlin, im Zentrum der Alexanderplatz mit Marienkirche, Fernsehturm und Rotem Rathaus. Davor eine Grünfläche mit üppig grünen Bäumen. Links im Vordergrund erstreckt sich ein eckiges Glasdach, rechts am Bildrand verläuft die Spree und passiert das Nikolaiviertel. Am blauen Himmel prangt ein rundes Logo, eine stilisierte Hausfassade wird von dunkel- und hellgrünen geschwungenen Linien verdeckt. Darunter steht in dunkelblau: BERLIN URBAN NATURE PACT. Die Buchstaben ACT sind grün.

Was ist der Berlin Urban Nature Pact?

Städte sowie kommunale und regionale Behörden spielen eine zentrale Rolle beim Schutz der biologischen Vielfalt. Sie fördern eine vielseitige Stadtnatur und koordinieren die Umsetzung von Maßnahmen vor Ort. Der Berlin Urban Nature Pact ruft zu mutigem lokalen Handeln auf – und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Erreichung globaler Biodiversitätsziele.

Ziel des Pakts ist es, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten und umzukehren, um die Natur in Städten bis 2030 und darüber hinaus weltweit auf einen Weg der Erholung zu bringen. Die Zielsetzungen orientieren sich am Kunming-Montreal Global Biodiversity Framework. Dazu gehören unter anderem die Wiederherstellung von Lebensräumen, die Verbesserung der Vernetzung und des Zugangs zu grüner und blauer Infrastruktur sowie die Förderung naturbasierter Lösungen.

Was zeichnet den Pakt besonders aus?

Anders als viele andere Initiativen basiert der Pakt auf klar definierten, praxisnahen Zielen, die speziell auf den urbanen Kontext zugeschnitten sind. Der Pakt wurde von Städten für Städte weltweit entwickelt. Im Fokus steht der Schutz und die Förderung der urbanen Biodiversität. Dabei wird Biodiversität nicht nur unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet, sondern auch als Motor für die Stärkung der sozialen und wirtschaftlichen Resilienz von Städten verstanden.

Was ist der Hintergrund des Pakts?

Der Berlin Urban Nature Pact ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin. Er zielt darauf ab, durch lokale Maßnahmen die Umsetzung des Kunming-Montreal Global Biodiversity Frameworks sowie des Plan of Action on Subnational Governments, Cities and Other Local Authorities for Biodiversity (PDF, 220 kB) zu unterstützen. Mit konkreten Maßnahmen soll die biologische Vielfalt in Städten gefördert und städtische Ökosysteme gestärkt werden. Dabei baut der Pakt auf der Edinburgh Declaration (2020) und den Montréal Pledge (2022) auf.

Der Pakt wurde 2022 in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz sowie dem europäischen Sekretariat von ICLEI ins Leben gerufen und durch die Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt finanziert. Über 90 Städte weltweit haben sich im Rahmen des zweijährigen Konsultationsprozesses an der Entwicklung beteiligt. Damit positioniert sich der Pakt als eine ausdrücklich städtische Gemeinschaftsinitiative.

Seit der offiziellen Vorstellung auf der UN-Biodiversitätskonferenz im Jahr 2024 sind immer mehr Städte dem Pakt beigetreten.

Wie wird der Pakt umgesetzt?

Die Pakt Städte weisen den Weg zu einer naturfreundlichen urbanen Umgebung, indem sie sich zu mindestens 15 der 28 Ziele, über alle sieben Zielbereiche hinweg, verpflichten.

Die freiwilligen Verpflichtungen jeder Stadt orientieren sich an den lokalen ökologischen und politischen Rahmenbedingungen und ermöglichen so eine flexible Prioritätensetzung. Der kontinuierliche Austausch zwischen den Städten während der Umsetzung ermöglicht gegenseitiges Lernen und schafft ein wertvolles Netzwerk erfahrener Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Berlin Urban Nature Pact

Weitere Informationen und die Anmeldung für den Pakt Newsletter sind auf der Pakt-Webseite zu finden: