Entwicklungsziele für die Naturgüter

Vier Menschen mit zwei Hunden gehen über eine Wiese des Tempelhofer Felds, im Hintergrund der Radarturm und Bäume.
Teich mit einer Ente, umgeben von Bäumen, im Hintergrund hohe Wohngebäude.

Das Stadtklima der Zukunft

Ein gesundes Stadtklima ist unerlässlich für ein lebenswertes und zukunftsfähiges Berlin. Vieles kann dafür getan werden: In dicht bebauten Quartieren sorgen begrünte Höfe, Dächer oder Stadtbäume für Kühlung. Dazu trägt auch der Biotopflächenfaktor (BFF) bei, ein Instrument, das bei Bebauung einen Grünanteil vorschreibt. Freiflächen, die für die Entstehung von Kaltluft wichtig sind, gilt es zu erhalten und zu stärken. An den Stadträndern setzt sich das Landschaftsprogramm (LaPro) für den Umbau der Kiefernforste in naturnahe Mischwälder ein, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen und den Wasserhaushalt positiv beeinflussen. Ebenso wichtig ist ein Wassermanagement für Feuchtgebiete wie Auen oder Moore. Denn diese speichern nicht nur Wasser, sondern binden auch schädliche Treibhausgase.

Frankfurter Allee mit Laternen, herbstlichen Bäumen und Fernsehturm im Hintergrund.

Berliner Luft: immer besser

Die Luftqualität in Berlin hat sich kontinuierlich verbessert. Seit 2020 werden alle Grenzwerte eingehalten, auch dank des LaPro. Es weist weite Teile der Innenstadt als Vorsorgegebiet Luftreinhaltung aus und fordert konkrete Schritte, um Emissionen zu mindern. Fortschritte im Verkehrssektor drohen aber, von anderen Entwicklungen zunichtegemacht zu werden. Ein Beispiel dafür sind die beliebten Kaminöfen, die zunehmend für dicke Luft sorgen.

Frau und Kind lachend an einem blauen Wasserspender im Park.

Berliner Wasser: kostbar und köstlich

Berlin gewinnt sein Trinkwasser seit über 160 Jahren vor allem aus kostbaren Grundwasserressourcen im Stadtgebiet. Umso wichtiger ist der Schutz des kostbaren Elements. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gibt klare Ziele vor: Bis spätestens 2027 sollen alle Gewässer ökologisch und chemisch in gutem Zustand und das Grundwasser sauber und in ausreichender Menge vorhanden sein. Das LaPro unterstützt diese Aufgabe: Es übernimmt die Kulisse der seit 1995 definierten Wasserschutzgebiete und ergänzt diese punktuell um Vorsorgegebiete, in denen besondere Vorgaben gelten. Um die Wasserqualität generell zu verbessern, empfiehlt das LaPro vielfältige Maßnahmen: etwa die Renaturierung von Uferzonen, den klugen Umgang mit Regenwasser oder die Entlastung des Wasserkreislaufs.

Hummel sitzt auf einer Löwenzahn-Blüte zwischen grünem Gras und Blättern.

Der Boden, von dem wir leben

Eine Handvoll Boden abzutragen, dauert Sekunden. Bis er sich regeneriert, vergehen Jahrhunderte. Der Boden ist Lebensraum, Wasserspeicher, Grundlage unserer Existenz – und Zeugnis der Natur- und Kulturgeschichte. Das LaPro stellt für den Umgang mit diesem Schatz klare Regeln auf. Dazu gehört vor allem der Schutz vor Versiegelung, Verdichtung und Verschmutzung. Mit dem Projekt Entsiegelungspotenziale geht Berlin noch einen Schritt weiter und identifiziert Flächen, die entsiegelt und der Natur zurückgegeben werden können. Was Böden über die Geschichte der Stadt erzählen, welche Bodengesellschaften es gibt und welche Funktionen diese erfüllen, darüber gibt der Umweltatlas Auskunft.

Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Abteilung Naturschutz und Stadtgrün
Referat Naturschutz, Landschaftsplanung, Forstwesen