Unvermeidbare Abwärme entsteht in vielen Prozessen und Branchen: etwa bei der Herstellung pharmazeutischer Erzeugnisse und der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, beim Betrieb von Rechenzentren, in Umspannwerken und auch im U-Bahn-System. Hinzu kommt bislang ungenutzte Restwärme in der Müllverbrennung, gebunden an das Rauchgas. Je nach Branche und Prozess entsteht die Abwärme auf unterschiedlichen Temperaturniveaus und mit spezifischen zeitlichen Profilen. Beides hat einen Einfluss auf die Nutzbarkeit der Abwärme für Heizzwecke.
Im Zuge der Wärmeplanung wurden mehrere Karten zu den Abwärmepotenzialen in Berlin erstellt. Neben den Karten mit standortbezogenen Informationen zu den Abwärmequellen stellt die Karte „Baublock mit potenzieller Abdeckung durch Abwärme“ insbesondere für Abwärmestandorte mit einer Abwärmemenge von mindestens 1 GWh/a potenzielle Versorgungsgebiete zur Abnahme dieser Abwärme dar. Die Ergebnisse dieser Analyse sind ein erstes Indiz dafür, wo in Berlin größere Abwärmemengen anfallen und über ein Wärmenetze genutzt werden können.