Berliner Stadtböden

Poster Berliner Stadtböden

Die Böden Berlins spiegeln die bewegte Natur- und Stadtgeschichte der Region wider. Die ältesten Landschaftselemente wurden maßgeblich durch die letzte Eiszeit, die Weichseleiszeit, bis vor rund 11.700 Jahren geprägt. Gletscher, Schmelzwässer und Flugsande formten eine abwechslungsreiche Landschaft aus Geschiebemergel, Kiesen und Sanden, die bis heute die landschaftliche Grundlage der Berliner Böden bildet. In der daran anschließenden relativ stabilen Warmzeit des Holozäns entwickelten sich in den eiszeitlichen Substraten unter anderem Braunerden, Parabraunerden, Podsole, Gleye, Auen- und Moorböden. Mit der Entwicklung zur Großstadt haben sich die natürlichen Böden Berlins jedoch stark verändert. Durch Bautätigkeit, Abgrabungen, Aufschüttungen und Ablagerungen entstanden anthropogen überprägte städtische Böden. Insbesondere in den innenstädtischen Gebieten sind besonders stark überprägte Böden aus Bauschutt, Trümmerschutt und anderen anthropogenen Materialien weit verbreitet. Sie überlagern und ersetzen die natürlich gewachsenen Böden. Aber auch die Rieselfeldnutzungen in Stadtrandbereichen, der Zweite Weltkrieg, die Trümmerberge und die Teilung Berlins durch den Berliner Mauerstreifen haben ihren Fußabdruck in den Berliner Böden hinterlassen.

  • Poster Berliner Stadtböden

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    Dokument: Humboldt-Universität zu Berlin/SenMVKU

Aufgrund der intensiven kulturräumlichen und stadtgeschichtlichen Entwicklung weisen selbst die naturnächsten Böden Berlins, beispielsweise in den Berliner Forsten und Parken, eine anthropogene Überprägung auf, sodass auch diese Standorte nur noch als naturnah und nicht mehr als natürlich gelten. Vor diesem Hintergrund lassen sich die Berliner Stadtböden in naturnahe Böden und anthropogene Böden unterscheiden, wobei der Anteil anthropogener Böden bereits doppelt so hoch ist wie der Anteil naturnaher Böden. Neben relativ initialen Böden aus Bausanden und Bauschutt setzen sich die anthropogenen Böden Berlins unter anderem auch aus Friedhofsböden, Kleingartenböden und Deponieböden zusammen. Die Vielfalt der Berliner Böden abzubilden und auf ihre Bedeutung und Funktionalität aufmerksam zu machen, ist vor dem Hintergrund des Handlungsziels 4 der Berliner Bodenschutzkonzeption „Bodenschutz in Bildung, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit verankern“ Aufgabe des vorsorgenden Bodenschutzes.

Postkartenserie Berliner Stadtböden

  • Reliktgley-Kolluvisol / Späth‘sche Baumschule

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  • Gley / Berliner Mauerweg

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  • Pararendzina über Fahlerde / Berliner Grenzstreifen

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  • Regosol aus Bauschutt / Friedrichshain

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  • Pararendzina / Flugfeld Tempelhof

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  • Regosol über Braunerde / Adlershof

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  • Schützengraben / Berliner Forst

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  • Regosol aus Bauschutt / Treptow-Köpenick

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  • Braunerde / Grunewald

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  • Fahlerde / Tempelhofer Feld

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  • Regosol aus Bauschutt / Campus Adlershof

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  • Braunerde / Am Müggelsee

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  • Postkartenserie Berliner Stadtböden

    alle Karten

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Kontakt

Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Referat Bodenschutz – Informationsgrundlagen für den vorsorgenden Bodenschutz

Dr. Michael Thelemann