Eines der wichtigsten Ergebnisse der Wärmeplanung ist die Einteilung der Stadt in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete. Die digitale „Wärmekarte“ zeigt die Ergebnisse auf und ermöglicht eine Adresssuche. Sie enthält außerdem eine kurze Erläuterung der Möglichkeiten der Wärmeversorgungsarten in dem jeweiligen Gebiet und Hinweise auf weiterführende Informationen und Kontaktmöglichkeiten.
Wärmeversorgungsgebiete und Zielszenario
Wärmeversorgungsgebiete 2045
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Gebiet der dezentralen Versorgung
Diese Baublöcke eignen sich weniger für ein Wärmenetz. In der Regel verfügt jedes Gebäude über eine eigene Wärmeversorgungsanlage, und dies wird voraussichtlich auch künftig so bleiben. Wärmepumpen spielen hier eine zentrale Rolle. Besteht jedoch ein nachbarschaftliches Interesse an einer gemeinsamen Versorgung, kann die konzeptionelle Prüfung eines lokalen Wärmenetzes sinnvoll sein.
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Wärmenetzgebiet – Bestand
In diesen Baublöcken gibt es mindestens ein Gebäude mit Anschluss an ein Wärmenetz. Es befindet sich somit in räumlicher Nähe ein Wärmenetz. Für weitere Gebäude besteht häufig die Möglichkeit ebenfalls an das Wärmenetz angeschlossen werden zu können. Dennoch können technische oder wirtschaftliche Gründe einem Anschluss aller Gebäude eines Baublocks an das Wärmenetz entgegenstehen. Für einzelne Gebäude oder Gebäudekomplexe kann eine dezentrale Lösung, etwa eine Wärmepumpe, sinnvoll oder notwendig sein.
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Wärmenetzgebiet – Erschließungsperspektive
Dieser Gebietstyp beschreibt eine mögliche zukünftige Entwicklung. Die Wärmenetzbetreiber haben angegeben, dass sie in diesem Baublock eine Netzerweiterung oder einen Wärmenetzneubau prüfen bzw. anstreben. Es wird die mögliche Erschließung über die Stützjahre 2030, 2035, 2040 und 2045 dargestellt. So wird Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern mit Interesse an einem Anschluss an ein Wärmenetz eine zeitliche und räumliche Orientierung für anstehende Heizungswechsel zur Verfügung gestellt. Es kann jedoch Gründe geben, weshalb diese Vorhaben doch nicht oder nicht zum angegebenen Zieljahr realisiert werden. Grundsätzlich gilt: Je näher der geplante Erschließungszeitpunkt am heutigen Zeitpunkt liegt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Umsetzung. Bei kurzfristig anstehenden Heizungswechseln stehen zunächst dezentrale Versorgungslösungen wie Wärmepumpen zur Verfügung.
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Prüfgebiet – Wärmenetzeignung hoch
Diese Baublöcke eignen sich aufgrund ihrer Struktur gut für ein Wärmenetz. Zudem ist eine potenzielle Wärmequelle bekannt, die grundsätzlich für ein Wärmenetz geeignet ist. Die Entwicklung eines Wärmenetzes ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich, es bestehen jedoch keine konkreten Planungen für die Errichtung eines Wärmenetzes. Bei einem anstehenden Heizungswechsel stehen zunächst dezentrale Versorgungslösungen wie Wärmepumpen zur Verfügung.
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Prüfgebiet – Wärmenetzeignung gegeben
Auch diese Baublöcke könnten grundsätzlich für ein Wärmenetz geeignet sein. Eine besonders geeignete Wärmequelle ist in dem Gebiet derzeit nicht bekannt, könnte aber dennoch vorhanden sein. Die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung eines Wärmenetzes ist in diesem Prüfgebietstypen daher geringer als im vorherigen Prüfgebietstyp, aber nicht ausgeschlossen. Mangels konkreter Planungen für ein Wärmenetz kommen bei einem Heizungswechsel zunächst dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen in Frage.
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Gebiet ohne relevante Wärmeverbrauch
Diese Baublöcke haben nur einen geringen Wärmeverbrauch und es handelt sich um offene Flächen wie beispielsweise Parks, Grünflächen, Plätze oder Brachen. Einzelne Gebäude auf dieser Fläche werden voraussichtlich auch zukünftig eine eigene Wärmeversorgungsanlage haben, sprich dezentral versorgt sein. Sofern es sich bei den umliegenden Baublöcken um Wärmenetzgebiete handelt oder in umliegenden Prüfgebieten zukünftig ein Wärmenetz entsteht, kann für diese Gebäude auch ein Wärmenetzanschluss in Frage kommen.
Kontakt
Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
Referat Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit