Große Beteiligung beim Peter-Joseph-Lenné-Preis 2026 unterstreicht weltweite Strahlkraft des Nachwuchswettbewerbs
Pressemitteilung vom 01.09.2026
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt freut sich über die außerordentlich hohe Beteiligung am Peter-Joseph-Lenné-Preis 2026: Insgesamt 99 Arbeiten wurden für den Ideenwettbewerb für den Nachwuchs in der Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung eingereicht. Damit unterstreicht der 51. Jahrgang des Wettbewerbs eindrucksvoll seine große Strahlkraft. Besonders erfreulich ist die internationale Resonanz. Die eingereichten Arbeiten stammen nicht nur aus Deutschland, sondern unter anderem auch aus Australien, Belarus, Bulgarien, China, Dänemark, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Ungarn sowie den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Landkarte des Lenné-Preises 2026 reicht damit weit über Europa hinaus bis nach Übersee.
Von den 99 eingereichten Arbeiten entfielen 59 auf die regionale Aufgabe A aus Berlin: Freiraum im Klimawandel – Ideen für den Tilla-Durieux-Park. Wie kann der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz, der von der künstlerisch herausragenden Anlage einer Rasenskulptur der Jahrtausendwende geprägt ist, an die Folgen des Klimawandels angepasst werden? Welche zukunftsorientierten, kreativen und nachhaltigen Lösungen können die Funktionsfähigkeit der Fläche wiederherstellen und eine Aufwertung des Raumes herbeiführen?
Für die nationale Aufgabe B aus Freiburg im Breisgau: Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen gingen acht Arbeiten ein. Allein im westlichen Entwicklungsgebiet entlang des Flusses Dreisam sind neue Quartiere mit rund 25.000 Bewohnerinnen und Bewohnern geplant. Ziel der Aufgabe war es, diesen westlichen Flussraum im Kontext der gesamtstädtischen Entwicklung weiterzudenken – als zentralen, ökologisch wertvollen, vielfältig nutzbaren Freiraum einer klimaangepassten, vernetzten und sozial inklusiven Stadtlandschaft.
Die internationale Aufgabe C aus Prag: Güterbahnhof Žižkov – Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung verzeichnete 32 Einreichungen. Auf dem rund 35 Hektar großen Areal des ehemaligen Güterbahnhofs im Stadtteil Žižkov entsteht ein neues Stadtviertel für 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Neben der Umnutzung des Bahnhofsgebäudes kommt dem durch die Gleisanlagen geprägten linearen Freiraum die zentrale Rolle als verbindendes Element zu: Er dient als Vernetzungsraum zwischen Stadtzentrum und Peripherie, als Erholungsraum des neuen Quartiers sowie als Baustein für klimatischen Ausgleich und Biodiversität.
Das Preisgericht des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 tagte am 30. und 31. Juli 2026 in Berlin unter dem Vorsitz von Sofia Petersson, Geschäftsführerin der ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH. Dem Preisgericht gehörten darüber hinaus die Lenné-Preisträger des Jahres 2024, Felix Ridder und Moritz Wette, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fachverwaltungen aus Prag, Freiburg im Breisgau und Berlin an.
Die Jury vergab pro Aufgabe einen Peter-Joseph-Lenné-Preise und eine Lenné-Anerkennung. Beratend nahm zudem Prof. Mark Krieger von der Hochschule Rapperswil (Schweiz) an der Jurysitzung teil. In seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums der Karl-Foerster-Stiftung vergab er die Karl-Foerster-Anerkennung für besonders gelungene Pflanzenverwendung im Rahmen des Wettbewerbs.
Die Preisverleihung des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 mit der namentlichen Bekanntgabe der Gewinnerinnen und Gewinner findet am 9. Oktober 2026 um 18 Uhr in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin, statt.
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis
Der Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin gilt als einer der bedeutendsten internationalen Wettbewerbe für junge Kreative bis 35 Jahre aus den Bereichen Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung und Stadtentwicklung. Ausloberin ist die fachlich zuständige Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Die Geschäftsstelle des Wettbewerbs ist bei der landeseigenen Grün Berlin GmbH angesiedelt. Das Preisverfahren wird von einem hochrangig besetzten Fachausschuss begleitet, dem Vertreterinnen und Vertreter der Technischen Universität Berlin, der Berliner Hochschule für Technik, des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt:innen, der Akademie der Künste sowie der Karl-Foerster-Stiftung angehören.
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