Ampeln und Co.

verschiedene Ampeln
Bild: SenUVK

Rund 3,7 Millionen Menschen leben in Berlin. Sie bewegen sich auf 5.300 Kilometern öffentlichen Straßen und benutzen dabei 1,2 Millionen Pkw, 500.000 Fahrräder, 90.000 Motorräder und 87.000 Lkw und Busse.

Damit diese Verkehrsströme reibungsfrei und gefahrlos fließen, betreibt Berlin gut 2.000 Lichtsignal- bzw. Lichtzeichenanlagen.

Die Bezeichnung Ampel ist umgangssprachlich in den meisten deutschsprachigen Ländern gebräuchlich. Allerdings wird sie in Deutschland in der StVO als Lichtzeichenanlage (kurz: LZA) bezeichnet. In der Verkehrsplanung sowie in technischen Richtlinien ist jedoch der Begriff Lichtsignalanlage (LSA) gängiger.

Grundlagen

Verkehrsampeln werden in der Fachsprache als Lichtsignal- bzw. Lichtzeichenanlagen bezeichnet. Zu einer Lichtsignalanlage gehören nicht nur die Signalgeber (die drei farbigen Leuchten, Lautsprecher und Vibrationsflächen für Blindensignale), sondern auch Maste, Verkabelung und Steuergerät. Das Steuergerät schaltet sekundengenau und regelt damit den Verkehr nach einem genau abgestimmten Rhythmus.

Die meisten Ampeln stehen an Straßenkreuzungen und -einmündungen. Manchmal sind Ampeln auch mitten im Straßenverlauf erforderlich – etwa um Fußgängern das gefahrlose Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Besonders wichtig ist das dort, wo Schulwege die Straßen kreuzen.

Auf Anordnung der Abt. Verkehrsmanagement werden nachts oder an Wochenenden rund ein Drittel der Berliner Ampeln abgeschaltet. Die Signale der nicht vorfahrtsberechtigten Straßen blinken dann gelb.

Video: "Immer nur rot?" - Die Funktionsweise von Ampeln

Video: "Immer nur rot?" - Die Funktionsweise von Ampeln

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Folgender Beitrag in der TV-Sendung Galileo (Folge 340, Staffel 2015) gibt einen guten Überblick zur Funktionsweise der Ampeln (LSA) in Berlin.
Die Sendung klärt auf zu Fragen wie

  • der Logik hinter Ampelschaltungen
  • der Bevorrechtigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und
  • der Freigabe- und Räumzeiten für Verkehrsteilnehmer.

Berlins erste Ampel

Bildvergrößerung: Historische Ampel am Potsdamer Platz
Historische Ampel am Potsdamer Platz
Bild: SenUVK

New York und Detroit setzten 1920 zum ersten Mal Verkehrstürme ein, um den Straßenverkehr zu steuern. Einer dieser Türme wurde 1924 nach Berlin importiert und am Potsdamer Platz aufgestellt.

Ein Polizist, der vom Turm aus die fünf Zufahrten zum Platz überblickte, schaltete manuell die Signale. Anders als heute lagen die Leuchten für Rot, Gelb und Grün neben- statt übereinander. An der Seite gab es blaue Leuchten, die den Verkehrspolizisten auf der Straße ein Signal gaben, wenn sich die Verkehrsfreigabe änderte.

Bildvergrößerung: Tafel zur historischen Ampel am Potsdamer Platz
Tafel zur historischen Ampel
Bild: SenUVK

Eine Nachbildung dieses Ampelturms steht seit 1997 wieder am Potsdamer Platz.