Weltbienentag 2026: Berlin stärkt den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern

Vor unscharf grünem Hintergrund der weiß-rosafarbene Blütenkopf eines Rotklees. Unterhalb der Blüte wachsen drei längliche Blätter, auf jedem zeichnet sich verschwommen ein weiße Färbung ab. Auf den zarten aufragenden Blütenblättern sitzt eine Hummel und saugt den Nektar der Pflanze. Der pelzige Thorax zwischen den transparenten Flügeln des Tieres ist orange-gelb, der hintere Teil des Körpers ist gräulich-schwarz gestreift.

Pressemitteilung vom 19.05.2026

Anlässlich des Weltbienentags am 20. Mai 2026 ruft Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU), dazu auf, den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern in Berlin weiter zu stärken. Berlin kommt dabei eine besondere Verantwortung zu: In der Hauptstadt wurden bislang 335 Wildbienenarten nachgewiesen – das entspricht mehr als der Hälfte der in Deutschland bekannten Arten. Zugleich ist nahezu jede zweite Wildbienenart in Berlin im Bestand gefährdet.

Senatorin Ute Bonde: „Bienen sind unverzichtbar für unser städtisches Ökosystem und die Artenvielfalt – ihr Schutz ist ein direkter Beitrag zum Naturschutz. Wir setzen uns dafür ein, städtische Grünflächen bienenfreundlich zu gestalten, Verkehrsflächen ökologisch aufzuwerten und mit Partnern aus den Bezirken, der Landwirtschaft und dem zivilgesellschaftlichen Engagement praxisnahe Lösungen zu schaffen. Jeder Quadratmeter Blühfläche in unserer Stadt zählt: für die Artenvielfalt, für lokale Kühlungseffekte, für mehr Verdunstung – für ein lebendiges Berlin.“

Berlin hat bereits 2018 eine Strategie zum Schutz und zur Förderung von Bienen und anderen Bestäubern beschlossen. Ziel der sogenannten Bestäuberstrategie ist es, die Lebensbedingungen von Wildbienen, Honigbienen und weiteren Bestäubern zu verbessern und die Zusammenarbeit relevanter Akteure zu stärken.

Die SenMVKU setzt die Bestäuberstrategie mit konkreten Maßnahmen um. Dazu gehört insbesondere die Anlage von Blühflächen im Berliner Stadtgebiet, unter anderem im Rahmen des Projekts „Mehr Bienen für Berlin. Berlin blüht auf!“ der Deutschen Wildtierstiftung, durch das über möglichst große Teile der Vegetationsperiode ein vielfältiges Blühangebot bereitsteht.

Ergänzend unterstützt die Verwaltung standortgerechte Pflanzenauswahl mit berlinbezogenen Listen für heimische und insektenfreundliche Arten.
Darüber hinaus werden Verkehrsflächen ökologisch aufgewertet, etwa durch bienenfreundliche Bepflanzungen an Straßenbegleitgrün, auf Verkehrsinseln und entlang von Verkehrswegen. Auch die Förderung und Qualifizierung der standortangepassten Imkerei sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsangebote für Schulen, Kitas und die Stadtgesellschaft sind zentrale Bausteine der Berliner Bestäuberpolitik.

Der Schutz von Bestäubern ist eng mit dem Klima- und Umweltschutz verknüpft. Artenreiche und naturnahe Grünflächen leisten einen Beitrag zur Biodiversität, verbessern das Stadtklima und fördern die Wasserspeicherung in der Stadt. Damit sind sie auch ein wichtiger Teil einer klimaresilienten und lebenswerten Hauptstadt. Zugleich sichern Bestäuber die Bestäubung zahlreicher Nutz- und Wildpflanzen und tragen damit zur Ernährungssicherheit bei. Die Senatorin ruft deshalb auch Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf. Wer Balkon, Garten, Kita-Außenfläche, Firmengelände oder Kleingarten mit heimischen Pflanzen, vielfältigen Blühangeboten sowie naturnahen Strukturen und Nisthilfen gestaltet, leistet einen unmittelbaren Beitrag zum Schutz von Bienen und anderen Insekten.

Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen. Der Aktionstag soll auf die Bedeutung von Bienen und anderen Bestäubern für Biodiversität und Ernährungssicherheit aufmerksam machen. Berlin versteht sich dabei als Stadt mit besonderer Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt und die Förderung städtischer Stadtnatur.

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