Berlin stärkt internationales Städtenetzwerk für urbane Natur: Zweites Treffen des Berlin Urban Nature Pacts in Izmir

Berlin City East with Logo (tiefer)

Pressemitteilung vom 21.10.2026

Mehr als 20 Städte engagieren sich inzwischen im Berlin Urban Nature Pact. Beim zweiten Netzwerktreffen vom 19. bis 22. Oktober 2026 in Izmir vertieften die Mitgliedsstädte ihre Zusammenarbeit für mehr biologische Vielfalt, klimaresiliente Städte und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Im Mittelpunkt standen der Austausch konkreter Lösungsansätze und die Frage, wie Städte gemeinsame Herausforderungen wirksam angehen können.

Das von Berlin initiierte Netzwerk „Berlin Urban Nature Pact“ wächst kontinuierlich und vereint inzwischen mehr als 20 Städte, die sich gemeinsam für den Schutz und die Förderung der biologischen Vielfalt im urbanen Raum einsetzen. Nach Berlin im vergangenen Jahr bot das zweite Treffen im türkischen Izmir Gelegenheit, die Zusammenarbeit auf politischer und fachlicher Ebene zu vertiefen, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für die Umsetzung ambitionierter Maßnahmen in den Städten zu setzen.

Das vielseitige Programm umfasste offizielle Grußworte, ein hochrangig besetztes Panel, Präsentationen aus den Pakt-Städten sowie intensive Arbeitsphasen und Exkursionen in die Region – unter anderem zum Gelände der EXPO 2027 in Izmir. Dabei wurde deutlich: Städte stehen vor ähnlichen Herausforderungen, verfügen zugleich aber über vielfältige Erfahrungen und innovative Ansätze, von denen sie gegenseitig lernen können.

Umwelt-Staatssekretär Andreas Kraus: „Stadtnatur, Wohnen, Wachstum der Stadt und Klimaanpassung müssen gemeinsam gedacht werden. Mit dem Berlin Urban Nature Pact stärken wir die internationale Zusammenarbeit und bringen Städte zusammen, um voneinander zu lernen und gemeinsam konkrete Lösungen für lebenswerte und resiliente Städte zu entwickeln.“

Dabei wurde deutlich, dass der Schutz der Stadtnatur eng mit weiteren Zukunftsfragen verbunden ist: Wie lassen sich bezahlbarer Wohnraum und der Erhalt von Stadtnatur miteinander vereinbaren? Wie können Städte ihre Bevölkerung besser vor Hitze, Starkregen und anderen Folgen des Klimawandels schützen? Und wie lässt sich die Finanzierung langfristiger Maßnahmen für Biodiversität und Klimaanpassung sichern? Integrierte Planungsansätze und verlässliche Finanzierungsgrundlagen sind entscheidend, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele zusammenzuführen.

Ein besonderer Höhepunkt des Treffens war die feierliche Unterzeichnungszeremonie am Montagabend, dem 19. Oktober. Mit Dublin, Matosinhos (Portugal) und Veszprém (Ungarn) schlossen sich drei weitere Städte dem Pakt an. Ihr Beitritt unterstreicht die wachsende internationale Bedeutung des Netzwerks und das gemeinsame Interesse der Städte, den Schutz der biologischen Vielfalt als zentrale Aufgabe kommunaler Entwicklung voranzubringen.

Das Treffen in Izmir stärkte die Verbindungen zwischen den Pakt-Städten und schuf neue Anknüpfungspunkte für die weitere fachliche und politische Zusammenarbeit. Viele der teilnehmenden Städte setzen ihren Austausch im Rahmen der bevorstehenden UN-Biodiversitätskonferenz in Jerewan fort. Dort soll der Berlin Urban Nature Pact in verschiedenen Formaten vorgestellt und seine internationale Sichtbarkeit weiter erhöht werden.