In der Aufgabenstellung A (Regional, Berlin), an der sich 59 Teilnehmende beteiligten, waren unter dem Titel „Freiraum im Klimawandel“ Ideen für den Tilla-Durieux-Park gesucht.
Die Arbeit des Lenné-Preisträgers 2026 „Ein Ort, kein Denkmal“ von Julius Schwarz (Berlin) ist ein mutiger Gegenentwurf zur ikonischen Rasenfigur und gibt eine überzeugende Antwort auf heutige Herausforderungen in der Freiraumplanung. Der neu gedachte Ort bietet vielfältige Aufenthaltsbereiche und gibt unterschiedlichsten Nutzungen Raum – Raum für die Menschen vor Ort. Besonders positiv bewertet das Preisgericht die Ausrichtung auf ein visionäres Konzept der Teilhabe und urbanen Nutzung.
Für die Aufgabe B (National) aus Freiburg im Breisgau: Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen gingen acht Arbeiten ein.
Unter dem Titel „Basins of Cradle“ entwickelt der Lenné-Preisträger 2026 Junyi Fan (Shenzhen/VR China) ein überzeugendes Gesamtkonzept. Durch die Gliederung in drei unterschiedlich charakterisierte Freiräume, sogenannte „Cradles“, entsteht ein zusammenhängendes grünes Gerüst. Als besonders gelungen bewertet das Preisgericht die differenzierte und tiefe Ausarbeitung der einzelnen „Cradles“. So entsteht im westlichen Bereich ein natürlich geprägter, ökologisch wertvoller Freiraum.
Die internationale Aufgabe C aus Prag: Güterbahnhof Žižkov –Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung verzeichnete 32 Einreichungen.
Der Entwurf „Dritte Landschaft“ der Lenné-Preisträgerinnen und Preisträger 2026 Luca Bennet Fritz (Laubach), Manuel Eberts (Mannheim) und Kaja Lipka (Darmstadt) verbindet Naherholung, Natur- und Lebensräume zu den linearen Strängen „Natur, Freizeit und Anbindung“. Entlang dieser Stränge sind unterschiedliche Räume und Nutzungen angeordnet, die sich zu Bereichen mit jeweils eigener Prägung verweben. So entstehen naturnahe und stärker vom Menschen geprägte Landschaften, deren ausgewogenes Miteinander die „Dritte Landschaft“ bildet. Das Preisgericht würdigt die klare konzeptionelle Haltung sowie die sensible Reaktion auf unterschiedliche räumliche Kontexte.
Neben den Lenné-Preisen wurde pro Aufgabe auch je eine Lenné-Anerkennung vergeben. Das Preisgericht des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 tagte am 30. und 31. Juli 2026 in Berlin unter dem Vorsitz von Sofia Petersson, Geschäftsführerin der ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH. Dem Preisgericht gehörten darüber hinaus die Lenné-Preisträger des Jahres 2024, Felix Ridder und Moritz Wette, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fachverwaltungen aus Prag, Freiburg im Breisgau und Berlin an. Beratend nahm zudem Prof. Mark Krieger von der Hochschule Rapperswil (Schweiz) an der Preisgerichtssitzung teil. In seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums der Karl-Foerster-Stiftung vergab er die Karl-Foerster-Anerkennung für herausragende Pflanzenverwendung.