Preisträgerinnen und Preisträger des internationalen Peter-Joseph-Lenné-Wettbewerbs des Landes Berlin 2026 gekürt

Pressemitteilung vom 09.10.2026

Am 9. Oktober 2026 hat Staatssekretär Arne Herz die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Peter-Joseph-Lenné-Wettbewerbs des Landes Berlin in den drei Kategorien Regional, National und International ausgezeichnet. Im Jahr 2026 wurde der 51. Jahrgang des internationalen Ideenwettbewerbs für den Nachwuchs in der Landschaftsplanung, Freiraumarchitektur und Stadtentwicklung durchgeführt. Die Preisverleihung fand mit rund 300 Gästen in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin statt.

„Mit 99 Einreichungen ist der diesjährige Jahrgang einer der beteiligungsstärksten Lenné-Wettbewerbe der vergangenen Jahrzehnte. Dabei freuen wir uns besonders über die große internationale Teilnehmerschaft. Die jungen Entwerferinnen und Entwerfer kommen aus Australien, Belarus, Bulgarien, China, Dänemark, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, Ungarn sowie den Vereinigten Staaten von Amerika. Diese weltweite Strahlkraft des Nachwuchswettbewerbes spiegelt sich auch in den Auszeichnungen wider“, so Staatssekretär Herz.

Der Lenné-Preis wird seit dem Jahr 1964 vom Land Berlin ausgelobt. Im Jahr 2026 hat die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt insgesamt 24.000 Euro Preisgeld zur Verfügung gestellt: Ein Lenné-Preis ist mit jeweils 5.000 Euro Preisgeld pro Aufgabe dotiert. Eine Lenné-Anerkennung erhält jeweils 3.000 Euro Preisgeld pro Aufgabe. Zusätzlich vergibt die Karl-Foerster-Stiftung die Karl-Foerster-Anerkennungen im Gesamtwert von 1.500 Euro für besonders gelungene Pflanzenverwendung im Rahmen des Preises.

Im Jahr 2026 standen folgende Aufgaben zur Auswahl:

In der Aufgabenstellung A (Regional, Berlin), an der sich 59 Teilnehmende beteiligten, waren unter dem Titel „Freiraum im Klimawandel“ Ideen für den Tilla-Durieux-Park gesucht.

Die Arbeit des Lenné-Preisträgers 2026 „Ein Ort, kein Denkmal“ von Julius Schwarz (Berlin) ist ein mutiger Gegenentwurf zur ikonischen Rasenfigur und gibt eine überzeugende Antwort auf heutige Herausforderungen in der Freiraumplanung. Der neu gedachte Ort bietet vielfältige Aufenthaltsbereiche und gibt unterschiedlichsten Nutzungen Raum – Raum für die Menschen vor Ort. Besonders positiv bewertet das Preisgericht die Ausrichtung auf ein visionäres Konzept der Teilhabe und urbanen Nutzung.

Für die Aufgabe B (National) aus Freiburg im Breisgau: Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen gingen acht Arbeiten ein.

Unter dem Titel „Basins of Cradle“ entwickelt der Lenné-Preisträger 2026 Junyi Fan (Shenzhen/VR China) ein überzeugendes Gesamtkonzept. Durch die Gliederung in drei unterschiedlich charakterisierte Freiräume, sogenannte „Cradles“, entsteht ein zusammenhängendes grünes Gerüst. Als besonders gelungen bewertet das Preisgericht die differenzierte und tiefe Ausarbeitung der einzelnen „Cradles“. So entsteht im westlichen Bereich ein natürlich geprägter, ökologisch wertvoller Freiraum.

Die internationale Aufgabe C aus Prag: Güterbahnhof Žižkov –Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung verzeichnete 32 Einreichungen.

Der Entwurf „Dritte Landschaft“ der Lenné-Preisträgerinnen und Preisträger 2026 Luca Bennet Fritz (Laubach), Manuel Eberts (Mannheim) und Kaja Lipka (Darmstadt) verbindet Naherholung, Natur- und Lebensräume zu den linearen Strängen „Natur, Freizeit und Anbindung“. Entlang dieser Stränge sind unterschiedliche Räume und Nutzungen angeordnet, die sich zu Bereichen mit jeweils eigener Prägung verweben. So entstehen naturnahe und stärker vom Menschen geprägte Landschaften, deren ausgewogenes Miteinander die „Dritte Landschaft“ bildet. Das Preisgericht würdigt die klare konzeptionelle Haltung sowie die sensible Reaktion auf unterschiedliche räumliche Kontexte.

Neben den Lenné-Preisen wurde pro Aufgabe auch je eine Lenné-Anerkennung vergeben. Das Preisgericht des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 tagte am 30. und 31. Juli 2026 in Berlin unter dem Vorsitz von Sofia Petersson, Geschäftsführerin der ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH. Dem Preisgericht gehörten darüber hinaus die Lenné-Preisträger des Jahres 2024, Felix Ridder und Moritz Wette, sowie Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fachverwaltungen aus Prag, Freiburg im Breisgau und Berlin an. Beratend nahm zudem Prof. Mark Krieger von der Hochschule Rapperswil (Schweiz) an der Preisgerichtssitzung teil. In seiner Funktion als Mitglied des Kuratoriums der Karl-Foerster-Stiftung vergab er die Karl-Foerster-Anerkennung für herausragende Pflanzenverwendung.

Alle Ergebnisse des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 und der Karl-Foerster-Anerkennung im Überblick:

Aufgabe A Regional:

Berlin: Freiraum im Klimawandel – Ideen für den Tilla-Durieux-Park
  • Lenné-Preis 2026 (5.000 Euro): Julius Schwarz (Berlin)
  • Lenné-Anerkennung 2026 (3.000 Euro): Robin Tammer, Simeon von Russow, Floris Duquesnoy (alle Berlin)
  • Karl-Foerster-Anerkennung für herausragende Pflanzenverwendung (anteilig 500 Euro): Jiewen Hu (Philadelphia/USA), Zicheng Zhao (Philadelphia/USA), Yuehui Gong (Harrison/USA), Kwan Yu (Lilian) Chung (Jersey City/USA)

Aufgabe B National:

Freiburg im Breisgau: Öffentliche Räume im Wandel – Vision für den Freiburger Westen
  • Lenné-Preis 2026 (5.000 Euro) und Karl-Foerster-Anerkennung für herausragende Pflanzenverwendung (anteilig 500 Euro): Junyi Fan (Shenzhen/VR China)
  • Lenné-Anerkennung 2026 (3.000 Euro): Shressthankar Das Sarkar (Lübeck), Nur e Tazallee Mehjuba Hisan (Offenbach am Main), Mahlaqa Fahami (Berlin), Abu Sayeed Mohammed Ziad (Berlin)

Aufgabe C International:

Prag: Güterbahnhof Žižkov – Transformator nachhaltiger Quartiersentwicklung
  • Lenné-Preis 2026 (5.000 Euro): Luca Bennet Fritz (Laubach), Manuel Eberts (Mannheim), Kaja Lipka (Darmstadt)
  • Lenné-Anerkennung 2026 (3.000 Euro): Sophia Wagner, Hanna Trautmann (beide Kaiserslautern)
  • Karl-Foerster-Anerkennung für herausragende Pflanzenverwendung (anteilig 500 Euro): Zhiyu Zhang (Jersey City/USA)
Alle ausgezeichneten Arbeiten, entsprechendes Bild- und Videomaterial sowie das Juryprotokoll finden Sie in Kürze unter folgendem Link