Coronavirus
Im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Berliner Senats zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus wurde am 08.06.2020 der Dienstbetrieb der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wieder in Richtung Regelbetrieb aufgenommen.


    Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Blue Community



Blue Community

Mit Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 22. März 2018 ist Berlin Mitglied der internationalen Vereinigung „Blue Community“ geworden. Die „Blue Community“ setzt sich dafür ein, dass Wasser als öffentliches Gut geschützt und als Menschenrecht anerkannt wird.

Das Land Berlin verpflichtet sich damit nachhaltig zu folgenden Grundsätzen:

  • Anerkennung von Wasser und sanitärer Grundversorgung als Menschenrecht
  • Erhalt des Wassers als öffentlichem Gut
  • Schutz der Qualität des städtischen Trinkwassers sowie der Berliner Flüsse und Seen
  • Förderung von Berliner Leitungswasser gegenüber Flaschenwasser
  • Pflege von internationalen Partnerschaften, betreffend die obengenannten Ziele

Die Initiative Blue Community hat ihren Ursprung in Kanada. Gegründet wurde sie dort durch den größten zivilgesellschaftlichen Verband Kanadas, den „Council of Canadians“, der sich für soziale Gerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit einsetzt. Als Blue Community legt eine Stadt oder Gemeinde die Selbstverpflichtung ab, die oben genannten Grundsätze zu verfolgen. Um diese Ziele umzusetzen, arbeiten in den Blue Communities mehrere Akteure aus z. B. Stadtverwaltung, lokalen Wasserversorgern, Universitäten, Schulen, Politik und Zivilgesellschaft zusammen.

Inzwischen sind mehrere Dutzend Städte Teil des in Kanada gegründeten Netzwerks, darunter Montreal, Los Angeles, Bern, Brüssel und in Deutschland unter anderem München, Augsburg und Berlin.

Trinkbrunnen in Berlin
Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht. Um das zu unterstreichen, ist Berlin Teil der weltweiten Blue Community-Bewegung. Dieser Zusammenschluss von Städten und Gemeinden verpflichtet sich zum besonders sorgfältigen Umgang mit Wasser und seiner leichten Verfügbarkeit. Berlin setzt diese Ziele konkret mit der Errichtung einer Vielzahl von öffentlichen Trinkbrunnen um, an denen jede und jeder kostenfrei frisches Trinkwasser genießen kann.

Damit die Berlinerinnen und Berliner und die Gäste der Stadt auch unterwegs ihren Durst stillen können, haben die Berliner Wasserbetriebe (BWB) überall in Berlin bereits über 149 öffentliche Trinkbrunnen eingerichtet, viele weitere werden folgen. Von Mai bis Oktober spenden diese gut gekühltes Trinkwasser – natürlich umsonst. Die Qualität wird ständig überwacht. Jede Trinkflasche, die dank der Trinkbrunnen nicht gekauft wird, spart Energie und Rohstoffe, die sonst durch Produktion, Transport und Entsorgung angefallen wären.

Finanziert werden die Trinkbrunnen aus Landesmitteln, für Planung, Bau und Betrieb sind die BWB verantwortlich. Zu den 149 öffentlichen Trinkbrunnen kommen fast 2.100 Wasserspender – rund 150 davon in öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas, Volkshochschulen und Hochschulen; der Rest in Unternehmen, Arztpraxen und anderen Einrichtungen.

Über die Standorte der öffentlichen Trinkbrunnen informiert eine Karte der Berliner Wasserbetriebe unter:
Leitungswasser in Berlin
Das Leitungswasser für die rund 3,7 Millionen Berlinerinnen und Berliner stammt aus dem Grundwasser und fast vollständig aus dem Berliner Stadtgebiet. Es besitzt eine so gute Qualität, dass es bereits nach einer einfachen Aufbereitung trinkbar ist und ohne Zusätze auskommt. Für eine dauerhaft hohe Qualität überwacht der Berliner Senat gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben das Grundwasser an über 2.500 Messstellen.

Zwei Drittel des geförderten Grundwassers bestehen aus Uferfiltrat. Dabei wird das Grundwasser in der Nähe von Flüssen oder Seen gewonnen. Ihr Schutz ist also wichtig für die Trinkwasserversorgung Berlins.
Aktive der Blue Community Berlin
In Berlin für die „Blue Community“ aktiv sind derzeit u. a. Vertreterinnen und Vertreter der folgenden Initiativen: a tip: tap e.V., Berliner Wassertisch e.V., Flussbad Berlin e.V., Ingenieure ohne Grenzen e.V., Karuna e.V., Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei sowie der Weltfriedensdienst e.V.
Praktische Tipps
  • Wer seinen Durst mit Trinkwasser löscht, verursacht keinen Müll. Für die gesamte Stadt ließen sich damit 100.000 Tonnen CO2 sparen. Machen auch Sie mit und nutzen Sie die Berliner Trinkbrunnen! Über die Standorte der öffentlichen Trinkbrunnen informiert eine Karte der Berliner Wasserbetriebe unter:
  • Die Initiative „Refill“ organisiert das kostenfreie Auffüllen der eigenen Wasserflasche. Wer dabei mitmacht, beispielsweise Cafés oder Geschäfte, ist hier angegeben:
  • Helfen auch Sie mit, dass unser Trinkwasser sauber bleibt! Entsorgen Sie Speiseöle über den Hausmüll, alte Medikamente über BSR-Sammelstellen oder Apotheken und seien Sie sparsam mit Wasch- und Reinigungsmitteln.
Download Flyer Blue Community Berlin
Kontakt

    Wer gibt Auskunft?

    Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
    Abteilung Integrativer Umweltschutz
    Referat II B - Wasserwirtschaft, Wasserrecht und Geologie -
    Brückenstraße 6, 10179 Berlin

    Frau Neumann

    Tel.: 030 9025-2030
    E-Mail: HeikeMarie.Neumann@senuvk.berlin.de

    Herr Hecht

    Tel.: 030 9025-2007
    E-Mail: Fabian.Hecht@senuvk.berlin.de