Konkrete Einblicke vor Ort: So sorgen intakte Ökosysteme für mehr Klimaschutz und helfen gegen Hitze, Wassermangel und Überschwemmungen

Pressemitteilung vom 13.10.2026

Wie können Moore, Wälder oder Böden dabei helfen, dem Klimawandel vorzubeugen und gleichzeitig dessen Folgen besser abzufedern? Seit dem 7. Oktober und noch bis zum 14. Oktober 2026 öffnen bundesweit zahlreiche Projekte aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) ihre Türen. Direkt vor Ort oder online können sich Interessierte über einzelne konkrete Maßnahmen informieren: sei es bei einer Wanderung im Moor, um neue Bewirtschaftungsformen nasser Moore kennenzulernen, bei Ausstellungen über Seegraswiesen und Meeresschlick, die große Mengen an Kohlenstoff speichern. Oder bei Aktionen rund um die Entsiegelung von gepflasterten Flächen in der Stadt, damit neue Grünflächen die Umgebung kühlen und Niederschläge aufnehmen können.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Die Natur ist unsere beste Verbündete im Einsatz gegen den Klimawandel. Intakte Moore, Wälder und Auen helfen uns gleich doppelt: Sie entnehmen Kohlenstoff aus der Atmosphäre und helfen zugleich, Wasser in der Landschaft zu halten, Hitze abzumildern und die Folgen von Starkregen zu begrenzen. Wer in Natur investiert, investiert deshalb auch in die Vorsorge vor dem Klimawandel und dessen Folgen. Bundesweit sind dazu zahlreiche Projekte am Start, bei denen Klima- und Naturschutz Hand in Hand gehen. Die Themenwoche zum Natürlichen Klimaschutz zeigt an ganz konkreten Beispielen vor Ort, was die Natur für uns leisten kann, wenn wir sie lassen. Zahlreiche Kommunen, Verbände, Land- und Forstwirte sind bereits engagiert und erfolgreich dabei. Mit der Themenwoche werben wir dafür, dass es noch mehr werden.“

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Mehr als 13.000 kleinere und größere Vorhaben wurden und werden bereits im Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert. An deren Umsetzung wirkt eine Vielzahl an Akteuren mit, wie zum Beispiel Kommunen, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Umweltverbände, Forschungseinrichtungen, aber auch Unternehmen und Privatpersonen. Sie alle tragen mit Projekten vor Ort dazu bei, die Ökosysteme zu stärken. So leisten sie wichtige Beiträge zum natürlichen Klimaschutz, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Stärkung der Biodiversität. Die ANK-Themenwoche macht die vielfältigen Projekte bundesweit sichtbar und lädt dazu ein, die Lösungen vor Ort kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und erfolgreiche Ansätze aufzugreifen.“

Andreas Kraus, Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt: „Berlin wächst, und damit steigen die Anforderungen an Hitzevorsorge, Regenwasserbewirtschaftung und Freiraumversorgung. Natürlicher Klimaschutz kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten: Stadtbäume, entsiegelte Flächen, Moore und Wälder binden Kohlenstoff, kühlen die Umgebung und halten Wasser in der Landschaft. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz eröffnet Berlin dafür Fördermöglichkeiten, die bereits genutzt werden. Mit dem Berlin-Forum und dem neuen Klimaanpassungsgesetz werden daraus konkrete Umsetzung in der ganzen Stadt.“

In Berlin wird die ANK-Themenwoche genutzt, um Natürlichen Klimaschutz in der Stadt zu stärken. Im Mittelpunkt steht das „Berlin-Forum Natürlicher Klimaschutz in der Stadt“, das vom ANK-Regionalbüro der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt am Dienstag, 13. Oktober 2026, von 10 bis 17 Uhr im Z.U.G. (Stresemannstraße 69–71, 10963 Berlin) veranstaltet wird. Erörtert wird, wie Stadtnatur, Klimaanpassung und Biodiversität besser mit Infrastruktur, Daten und Finanzierung koordiniert werden können.

Mit dem Berliner Klimaanpassungsgesetz liegt ein neuer Handlungsrahmen vor, der gemeinsam mit Senat und Bezirken umgesetzt werden soll. Ziel ist der Aufbau einer bereichs- und Ebenen übergreifenden „Community of Practice“. Bereits am 8. Oktober 2026 wurden in einer digitalen Veranstaltung der ANK-Regionalbüros Berlin, Bremen und Hamburg Chancen des ANK im Siedlungsbereich sowie Best-Practice-Beispiele aus den drei Stadtstaaten vorgestellt.

Die ANK-Themenwoche 2026 schließt am Mittwoch, 14. Oktober 2026, mit einer zentralen Veranstaltung für Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung und Praxis im Bundesumweltministerium in Berlin ab, bei der die Impulse aus der Praxis für den Natürlichen Klimaschutz im Vordergrund stehen. Veranstaltet wird die Themenwoche zum Natürlichen Klimaschutz durch das Bundesumweltministerium (BMUKN), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK).

Hintergrundinformationen:

Das BMUKN unterstützt mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) Maßnahmen, die Klimaschutz mit der Stärkung und Wiederherstellung vielfältiger Ökosysteme in Deutschland verbinden. Mit rund vier Milliarden Euro unterstützt die Bundesregierung Klimaschutz im Landnutzungssektor: für nasse Moore, intakte Wälder, Böden und Auen, Flüsse und Meere sowie naturnahe Grünflächen in besiedelten Gebieten.

Weiterführende Informationen:

Weitere Informationen zur Themenwoche finden Sie unter: https://www.bundesumweltministerium.de/WS7552

Veranstaltungskalender der ANK-Projekte in der ANK-Themenwoche: www.kompetenzzentrum-nk.de/veranstaltungen/

Ein Livestream der Abschlussveranstaltung wird am 14. Oktober 2026 auf der Website des BMUKN übertragen: www.bundesumweltministerium.de/livestream

Das vollständige Programm der Abschlussveranstaltung finden Sie hier.

In einem BMUKN-Infopapier erhalten Sie weitere Informationen zum ANK, und was bisher erreicht wurde, unter: https://www.bundesumweltministerium.de/DL3532

Eine Übersicht über die Förderungen im ANK finden Sie unter: https://www.kompetenzzentrum-nk.de/foerderung/