Die Schöneberger Straße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird verkehrssicherer. Im ersten Schritt wird die große Ampelkreuzung an der A100-Zufahrt und der Alboinstraße umgebaut. Im zweiten Schritt werden Radverkehrsanlagen eingerichtet. Die Verkehrssteuerung wird an mehreren Ampelanlagen optimiert.
Knotenpunkt wird umgebaut
Der Umbau des verkehrsstarken Knotenpunkts von der Schöneberger Straße mit dem A100-Anschluss und der Alboinstraße hat Ende April 2026 begonnen. Während der Bauarbeiten regelt eine temporäre Ampelanlage den Verkehr. An dem Knoten wird unter anderem die Mittelinsel auf der Schöneberger Straße für eine neue Führung der Fahrstreifen verkleinert und die Kreuzung für den Fußverkehr barrierefrei umgebaut. Für eine flexiblere Ampelsteuerung bei Stau werden Induktionsschleifen in die Fahrbahn verlegt und Kameras installiert.
Sicheres Abbiegen
Sowohl am Verkehrsknoten Schöneberger Straße, A100-Anschluss und Alboinstraße als auch am Nachbarknoten Schöneberger Straße und Ringbahnstraße wird die Ampelschaltung so umprogrammiert, dass linksabbiegende Fahrzeuge eine eigene Ampelphase erhalten. Dies verhindert Konflikte mit entgegenkommenden Fahrzeugen sowie dem Fußverkehr. Für den Radverkehr werden an beiden Kreuzungen Fahrradampeln installiert und ein gesichertes Linksabbiegen eingeführt.
Vorfahrt für Busse
Die BVG-Busse der Linie M46 erhalten auf der Schöneberger Straße künftig mit Priorität „Grün“, indem sie sich per Funk an den Lichtsignalanlagen anmelden. Dazu werden die Anlagen mit einer entsprechenden Funkempfangs- und Auswerteeinheit ausgestattet.
Kameras für flexible Ampelsteuerung
Optimiert wird auch die Verkehrssteuerung an zwei Ampelanlagen auf dem Sachsendamm, deren Steuerung mit den Anlagen in der Schöneberger Straße verknüpft sind: an der Ausfahrt der Stadtautobahn A100 und an der Zufahrt zum Gewerbegebiet. Hier werden Kameras nachgerüstet, die den Kfz-Verkehr erfassen und eine flexiblere Verkehrssteuerung ermöglichen.
Die Arbeiten an allen Ampelanlagen sollen im September 2026 abgeschlossen werden.
Geschütztes Radfahren
Der neue Radfahrstreifen auf der Schöneberger Straße von der Alboinstraße bis zur Kreuzung mit der Eresburgstraße und Borussiastraße wird 2,38 Meter breit und 555 Meter lang. Als Protektionselemente werden Betonschwellen montiert.
Den Umbau der Kreuzung, die neuen Fahrradampeln, die Radverkehrsanlagen und die Programmierung der neuen Ampelschaltung organisiert die GB infraSignal GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.