Eichenprozessionsspinner: Das Pflanzenschutzamt der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt informiert über die aktuelle Entwicklung und Vorsichtsmaßnahmen

Eichenprozessionsspinner im Grunewald

Pressemitteilung vom 22.05.2026

Mit steigenden Temperaturen beginnt in Berlin wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners (EPS). Nach Angaben des Pflanzenschutzamtes Berlin entwickelt sich der Schädling in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr bislang deutlich langsamer.

Aktuell haben sich die Larven des Eichenprozessionsspinners zum zweiten Mal gehäutet und befinden sich – je nach Standort – im sogenannten dritten Larvenstadium (L3). Ab diesem Entwicklungsstadium bilden die Raupen die bekannten Brennhaare aus, die bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Dazu zählen Hautreizungen, Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden.

Mit zunehmender Entwicklung wandern die Larven tagsüber verstärkt in die inneren und unteren Kronenbereiche sowie an die Stämme von Eichen und beginnen dort mit der Bildung ihrer typischen Tagesnester.

Das Pflanzenschutzamt Berlin führt seit vielen Jahren ein stadtweites Monitoring zum Auftreten des Eichenprozessionsspinners durch. Über die Internetseite des Amtes sowie Warnmeldungen werden öffentliche Einrichtungen, Fachbehörden und angemeldete Dienstleister regelmäßig über den aktuellen Entwicklungsstand sowie notwendige Bekämpfungsmaßnahmen informiert. Zu den adressierten Stellen zählen insbesondere die Straßen- und Grünflächenämter, Natur- und Umweltämter der Bezirke sowie die Berliner Forsten.

Auf seiner Webseite stellt das Pflanzenschutzamt außerdem umfangreiche Informationen zum Eichenprozessionsspinner bereit. Dort finden Bürgerinnen und Bürger unter anderem Hinweise zum richtigen Verhalten bei Befall, Empfehlungen zu Vorsichtsmaßnahmen sowie Listen von Fachfirmen, die Bekämpfungsmaßnahmen anbieten. Auch Ergebnisse aus Versuchen und Untersuchungen des Pflanzenschutzamtes zu verschiedenen Bekämpfungsmethoden werden dort veröffentlicht und für Fachbehörden aufbereitet.

Das Pflanzenschutzamt empfiehlt dringend, Raupen und Nester nicht zu berühren sowie Warnhinweise in Parks, Grünanlagen und Wäldern zu beachten! Besonders alte Gespinstnester können auch über Jahre hinweg gesundheitsschädliche Brennhaare enthalten.

Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner sowie Hinweise zu Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen finden sich auf der Internetseite des Pflanzenschutzamtes Berlin: berlin.de/eichenprozessionsspinner