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Straßen und Brücken für Berlin

Roßstraßenbrücke


Roßstraßenbrücke; Foto: SenUVK
Roßstraßenbrücke; Foto: SenUVK

Die Roßstraßenbrücke ist eine städtische, denkmalgeschützte Bogenbrücke in Berlin-Mitte. Die Brücke überquert im Zuge des Straßenzugs Fischerinsel-Neue Roßstraße die Bundeswasserstraße "Spreekanal" bei km 1,70. Der Spreekanal fließt im Brückenbereich von Ost nach West.

Bauvorhaben

Die Brücke wird grundhaft instandgesetzt und verstärkt.

Die momentane Einstufung in Brückenklasse 16/16 nach DIN 1072 wird im Rahmen der Grundinstandsetzung auf das Ziellastniveau der Brückenklasse 30/30 nach DIN 1072 erhöht.

Die Baumaßnahme wird unter Beachtung der innerstädtischen Lage und der denkmalpflegerischen Gesichtspunkte durchgeführt. Bei den Arbeiten finden besonders die Belange von Anliegern, Versorgungsträgern usw. Berücksichtigung. Die Erschließung der anliegenden Grundstücke wird während der Bauzeit weitestgehend gewährleistet.

Bauzeit

2017 bis 2020

Bauablauf / Baumaßnahmen

Die Grundinstandsetzung der Roßstraßenbrücke ist ein komplexes und langfristig geplantes Vorhaben, da Maßnahmen verschiedener Träger einzuplanen waren:
  • Die Instandsetzung / Erneuerung des Dükers neben der Brücke und die teilweise Erneuerung der Uferbefestigung des Kanals ist bereits von den Berliner Wasserbetrieben abgeschlossen.
  • Die Fundamente für die Absenkgerüste der Leitungsbrücke wurden örtlich aus Stahlbeton hergestellt. Die provisorische, 10 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde im Werk gefertigt, an einem Wochenende, im November 2017 geliefert und mit zwei Autokränen über den Spreekanal gehoben.
  • Die Leitungsbrücke inklusive der Absenkgerüste wurde im Zeitraum vom Juli 2017 bis zum Februar 2018 hergestellt.
  • Ab Januar 2018 begann die Umverlegung der Leitungen von der Brücke auf die provisorische Leitungsbrücke durch die verschiedenen Leitungsbetriebe. Diese Arbeiten sind witterungsabhängig und können im Winter nur teilweise in Abschnitten ausgeführt werden. Mit der Umlegung der Leitungen werden mehrere Sperrungen im Bereich der Brücke, z. B. Sperrungen der halben Straßenbreite und ca. 20 m lange Teilsperrungen des Märkischen Ufers und des Fischerinsel-Ufers östlich der Roßstraßenbrücke, erforderlich. Momentan finden Abstimmungen der Leitungsbetriebe mit der Verkehrslenkung Berlin über die erforderlichen Verkehrsführungsmaßnahmen statt. Die Leitungsbetriebe informieren die Öffentlichkeit und die Anwohner über eigene Baumaßnahmen kurz vor deren Beginn separat.

Die Umverlegungsarbeiten werden voraussichtlich Ende September 2019 abgeschlossen.
Anschließend wird mit der Grundinstandsetzung der Roßstraßenbrücke begonnen.

Grundinstandsetzung und denkmalgerechte Erneuerung

Die geplante Grundinstandsetzung wird den vollständigen Abbau des Gehweg- und Straßenbelages, teilweise der Brückenverstärkung aus Stahlbeton, der Geländer und der Schutzrohre der Versorgungsleitungen umfassen.

Die Rückseiten der Widerlager werden während der Erdarbeiten teilweise freigelegt. Die Brückenkonstruktion wird mit einer massiven Stahlbetonplatte und zahlreichen Ankern innerhalb des Natursteinbogens verstärkt.

Die Brückenkonstruktion, inklusive der Fundamente, wird mit einer neuen Abdichtung ganzflächig geschützt.

Die Geländer aus Naturstein werden denkmalgerecht instandgesetzt und beim Wiederaufbau mit einer inneren Stahlkonstruktion stabilisiert.

Die umfangreichen Risse im Brückenbogen werden vom Wasser aus verpresst und geschlossen.
Die Gehwege und die Fahrbahn sowie die Anschlussbereiche werden einen neuen Asphaltbelag erhalten.

Mehrere neue Kabelschutzrohre für die Versorgungsleitungen werden eingebaut.

Nach Abschluss der Grundinstandsetzung und der Rückverlegung der Leitungen wird die provisorische Leitungsbrücke zurückgebaut.

Baukosten

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf ca. 2,4 Millionen Euro.


Icon Kalender Voraussichtliche Bauzeit:
2017 bis 2020