Neue Internetseite informiert über Hochwasserrisiko in Ihrem Kiez

Pressemitteilung vom 12.05.2026

hochwasser.berlin.de

Berlin war in den vergangenen Jahren wiederholt von Hochwasserereignissen betroffen. Durch Starkregen ausgelöste Überflutungen führen regelmäßig zu erheblichen Schäden an Gebäuden, Infrastrukturen und privatem Eigentum. Die Starkregenereignisse der Jahre 2017 und 2019 haben dies deutlich aufgezeigt und den Handlungsbedarf unterstrichen.

Der Umgang mit Hochwasser- und Überflutungsrisiken stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Neben den zuständigen Verwaltungen und Infrastrukturbetrieben sind gemäß § 5 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) auch Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung, Maßnahmen zur eigenen Vorsorge und zum Schutz vor Hochwasser zu ergreifen.

Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) hat gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben, der Technologiestiftung Berlin und dem Kompetenzzentrum Wasser Berlin ein digitales Informationstool entwickelt: das Hochwasserinfoportal. Die interaktive Internetseite ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern, sich über ihr individuelles Hochwasser- und Überflutungsrisiko, mögliche Notfall- und Vorsorgemaßnahmen sowie Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten im Hochwasserschutz zu informieren. Datengrundlage für das Informationsportal sind unter anderem die von den Wasserbetrieben erstellten Starkregengefahrenkarten.

Das Tool ist ab sofort unter hochwasser.berlin.de erreichbar. Mit Hilfe eines benutzerfreundlichen Eingabeformulars und eines Fragebogens können die Nutzerinnen und Nutzer der Plattform sowohl die Gefährdung als auch das Risiko von Hochwasser und Überflutungen an ihrem Standort berechnen und sich die Ergebnisse als PDF herunterladen. Das neue Informationstool soll die Eigenvorsorge stärken, Transparenz schaffen und einen aktiven Beitrag zur Risikominderung bei Hochwasserereignissen in Berlin leisten.

Die neue Internetseite ist Teil des Projekts „SmartWater“, das zur Berliner Smart-City-Strategie „Gemeinsam Digital: Berlin“ und zum Berliner Modellprojekt Smart Cities gehört. Die Federführung liegt bei der Senatskanzlei Berlin, gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und die KfW. Am 6. Juni 2026 wird das Kommunikationstool auf der Langen Nacht der Wissenschaften präsentiert.