Weniger Einweg-Müll: Runder Tisch geht ersten Schritt für gemeinsames Handeln
Pressemitteilung vom 24.06.2026
Berlin treibt die Maßnahmen gegen Einweg-To-Go-Verpackungen konsequent voran und setzt dabei auf Kooperation statt Konfrontation. Beim heutigen Runden Tisch in der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um konkrete und wirtschaftlich tragfähige Lösungen für eine sauberere Stadt offen zu diskutieren.
„Überquellende Müllkörbe sind kein Schönheitsfehler, sondern ein deutliches Warnsignal. Einweg-To-Go-Verpackungen belasten unsere Stadt. Es bestand Einigkeit darüber, dass es so nicht weitergehen kann“, stellte Berlins Umweltsenatorin Ute Bonde fest. „Auf der Basis ökonomischer Anreize und mit dem Grundsatz „Weniger Bürokratie statt mehr“ wollen wir gemeinsam Einwegverpackungen immer mehr zurückdrängen. Denn Stadtsauberkeit ist keine Nebensache, sondern Grundlage für Lebensqualität in Berlin.“
Mit Blick auf die anstehende Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ab August 2026 nutzt Berlin das aktuelle Momentum, um eigene Maßnahmen voranzubringen. Ziel ist es, praktikable und wirksame Schritte zu entwickeln, die von allen relevanten Akteuren und von der Bevölkerung mitgetragen werden.
„Wir setzen bewusst auf gemeinsame Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – keine Schaufensterlösungen, sondern Maßnahmen, die im Alltag funktionieren und die Müllvermeidung und Wirtschaftlichkeit zusammendenken“, so Bonde weiter. „Dafür bringen wir alle an einen Tisch, die Verantwortung tragen und Veränderung möglich machen wollen und können.“
Im Fokus der Gespräche standen unter anderem der Ausbau von Mehrwegsystemen, bessere Rückgabemöglichkeiten, gezielte Anreize für Mehrweg sowie mögliche ökonomische Instrumente. Der Runde Tisch versteht sich als Arbeitsformat mit klarer Zielsetzung: ein konkreter Plan aufeinanderfolgender Schritte zur Reduzierung von Einwegverpackungsabfällen in Berlin.
„Unser Anspruch ist klar: Wir wollten heute nicht nur diskutieren, sondern die nächsten konkreten Schritte vorbereiten“, betonte Bonde. Weitere zielgerichtete Gespräche würden nun bald folgen. „Ich danke ausdrücklich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offen und faktenbezogenen Dialog und die konstruktiv-kritischen Hinweise, die uns gemeinsam im Prozess weiterbringen.“
Am Runden Tisch beteiligt waren neben der SenMVKU, der Senatsverwaltung für Finanzen und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe auch Vertreterinnen und Vertreter der Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Reinickendorf sowie der landeseigenen Unternehmen Berliner Stadtreinigung (BSR) und Grün Berlin GmbH. Darüber hinaus nahmen die Bäcker-Innung Berlin, der Bundesverband der Systemgastronomie, der DEHOGA Berlin, die Deutsche Umwelthilfe, die GRÜNE LIGA Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, die Kühne Logistics University, der Mehrwegverband Deutschland, die Technische Universität München, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie, WWF Deutschland sowie Vertreterinnen und Vertreter einzelner Unternehmen der Mehrwegbranche und der Systemgastronomie teil.
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