Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume Berlin – Staatssekretär Kraus dankt für prägende Arbeit

Pressemitteilung vom 01.06.2026

Der Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume Berlin hat am 22. Mai 2026 in seiner aktuellen Zusammensetzung und innerhalb der laufenden Legislaturperiode seine letzte Sitzung abgehalten. Zum Abschluss würdigte Staatssekretär für Klimaschutz und Umwelt, Andreas Kraus, das Engagement der Mitglieder und sprach ihnen seinen ausdrücklichen Dank aus.

Die konstituierende Sitzung des Beirats fand im Dezember 2020 statt. Seither gehörten dem Gremium an:

  • Prof. Dr. Martin Haag, Verkehrsplaner und Baubürgermeister der Stadt Freiburg i. Br.
  • Prof. Dr. Norbert Kühn, Landschaftsarchitekt und Vegetationsökologe
  • Prof. Dr. Barbara Lenz, Geographin und Verkehrsforscherin
  • Dipl.-Ing. Isabel Mayer, Stadtplanerin
  • Dipl.-Ing. Marianne Mommsen, Landschaftsarchitektin
  • Prof. Dr.-Ing. Cyrus Zahiri, Architekt

In den rund fünf Jahren seiner Tätigkeit hat der Beirat in über 15 Sitzungen zentrale Vorhaben der Berliner Stadtentwicklung begleitet und fachlich beraten. Seine Empfehlungen leisteten wichtige Beiträge zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung öffentlicher Räume in der wachsenden Metropole.

Ein besonderer Meilenstein waren die Empfehlungen des Beirats zum Kulturforum, die im Rahmen der Erarbeitung des Masterplans Kulturforum einflossen, oder seine Empfehlungen zu den Friedhöfen Hallesches Tor, die den eigenständigen Charakter der Friedhöfe in seiner Entwicklung hervorhoben.

Darüber hinaus hat der Beirat eine große Bandbreite an Themen behandelt und Impulse gesetzt. Dazu zählen unter anderem:

  • die Gestaltung und Weiterentwicklung von Straßen- und Platzräumen,
  • die Integration von Grünflächen in die städtische Infrastruktur,
  • Fragen nachhaltiger Mobilität und des Radverkehrs,
  • die Sicherung und Weiterentwicklung kulturell und historisch bedeutender Orte,
  • sowie innovative Ansätze in der Stadt- und Freiraumplanung.

Beispielhafte Projekte und Themenfelder umfassten unter anderem das Klimaanpassungsgesetz, die Straßenraumgestaltung Unter den Linden, die Entwicklungsperspektiven für die Friedrichstraße zur Flaniermeile oder die Leipziger Straße, die Außenräume am Haus der Statistik, den Tilla-Durieux-Park sowie das Quartier Potsdamer Platz. Empfehlungen zu Radschnellverbindungen, Schutzinfrastrukturen für den Radverkehr, zu Wettbewerben wie der Zentral- und Landesbibliothek oder der Schillingpromenade sowie zu BVG-Wartehäuschen und Sicherheitskonzepten zeigen die thematische Vielfalt.

Staatssekretär Kraus hob hervor, dass die Mitglieder den Beirat „mit fachlicher Expertise, Engagement und Kreativität entscheidend geprägt“ haben und zahlreiche Planungen des Landes Berlin konstruktiv begleiten konnten.

Mit dem Abschluss der Amtszeit endet die formale Tätigkeit des Gremiums in dieser Konstellation. Die Impulse und Empfehlungen des Gestaltungsbeirats werden jedoch nachhaltig in der weiteren Entwicklung der öffentlichen Räume Berlins fortwirken.

„Die Expertise der Mitglieder bleibt für das Land Berlin von großer Bedeutung“, betonte Kraus. „Die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit bildet eine wichtige Grundlage für zukünftige Planungen und Entscheidungen.“

Der Gestaltungsbeirat öffentliche Räume Berlin ist ein interdisziplinär besetztes Gremium zur Weiterentwicklung öffentlicher Räume in Berlin. Ziel ist es, die freiraumgestalterische Qualität der öffentlichen Grünräume und Verkehrsflächen im Rahmen von Planungsvorhaben in Berlin zu fördern, zwischen den Beteiligten eines Planungsvorhabens Transparenz zu schaffen, sowie durch frühzeitigen Dialog die Planungs- und Abstimmungsprozesse zu verbessern und inhaltlich zu stärken. Die Arbeit des Gestaltungsbeirats soll zudem das Bewusstsein für nachhaltige, ökologische und klimaangepasste Entwicklung von öffentlichen Räumen in der Öffentlichkeit sowie in Politik und Verwaltung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes fördern. Die Sitzungen finden daher in der Regel öffentlich statt.