Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Einführung


Schwanenwerder; Bild: Partner für Berlin/FTB-Werbefotografie
Schwanenwerder; Bild: Partner für Berlin/FTB-Werbefotografie

Die Geschicke der Berliner sind seit eh und je mit den Beziehungen zum Wasser eng verknüpft. Die Wiege der Siedlungen Berlin und Cölln findet sich auf zwei Spreeinseln, die insbesondere aus verteidigungsstrategischen Gründen Anfang des 12. Jahrhunderts in Besitz genommen und weiter ausgebaut wurden. Die Gewässeradern, die an Längen über die Jahrhunderte durch den Bau von Kanälen noch erheblich zugenommen haben, waren und sind für die Stadt von existenzieller Bedeutung. So ist der Spruch "Berlin wurde aus dem Kahn gebaut" symptomatisch für die Funktion von Spree und Havel als Wasserstraßen bis in die heutige Zeit.

Brücken; östlicher Spreeraum; Bild: D. Laubner
Spree mit Brücken, Bild: D. Laubner
Um die trennende Wirkung der Wasseradern auszugleichen, setzte eine Ära des Brückenbaus im Zuge der weiteren Stadtentwicklung ein. Berlin zählt heute zu den brückenreichsten Städten der Welt. Die Flüsse wurden gestaut und weiter ausgebaut. Diese Veränderungen hatten jedoch auch ihren Preis: Die ökologische Funktionsfähigkeit von Fluss und Aue wurde stark beeinträchtigt. Die zunehmende Siedlungsdichte hinterließ einen zunehmenden Abwasseranfall, welcher bis weit in die Mitte des 19. Jahrhunderts für katastrophale hygienische Zustände in der Stadt verantwortlich war und das Grundwasser sowie Spree und Havel stark belastete.

Die Wasserwirtschaft Berlins unternahm seit dieser Zeit umfassende strategische Maßnahmen zur Verbesserung der Abwasserreinigung. Die günstige hydrogeologische Situation sichert Berlin bis heute eine umweltverträgliche Versorgung mit Trinkwasser aus dem eigenen Stadtgebiet: Deshalb muss das Süßwasserstockwerk von durchschnittlich 150 m Mächtigkeit, aus dem Berlin sein gesamtes Rohwasser für die Trinkwasserversorgung schöpft, besonders gut vor Schadstoffeinträgen geschützt werden.

Ein Großteil des geförderten Rohwassers für die Trinkwasserversorgung der Stadt wird aus Oberflächenwasser von Spree, Dahme und Havel als Filtrat in das Grundwasser (so genanntes Uferfiltrat) angereichert. Der umfassende Schutz des Grundwassers und des Oberflächenwassers sind somit die wesentlichen Säulen der nachhaltigen Nutzung des Berliner Wassers.

Das Internetportal "Wasser und Geologie" möchte Sie über die fachlichen Zusammenhänge und Planungsstrategien der Wasserwirtschaft des Landes informieren und Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben und Inhalte des Gewässerschutzes vermitteln, die erforderlich sind, um die Gewässer in ihrer ökologischen Funktion als Bestandteil des Naturhaushalts und als Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen zu sichern.

Über 55% der 880 km² großen Stadtfläche sind heute bebaut. Für eine sichere Gründung der bestehenden und zukünftigen Hoch- und Tiefbauten ist die genaue Kenntnis der Baugrundverhältnisse erforderlich. Die vorliegenden Erkenntnisse aus der geologischen Erkundung des Landes verhelfen Ihnen zu sicher gegründeten Hoch- und Tiefbauten.