Verkehr  
 

Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur

Radwege werden grün


Grün markierter Radweg in der Holzmarktstraße; Foto: SenUVK
Foto: SenUVK

Berlins Radwege sollen für Radfahrende sicherer werden: Neben den mittelfristig neu entstehenden Radwegen sollen auch bestehende Radwege sicherer werden. Dafür werden diese sichtbarer und mit einem gut erkennbaren Grünton eingefärbt. Jede Grünbeschichtung erneuert die Oberfläche bestehender Radwege und macht sie dadurch qualitativ besser. Außerdem erhalten die Radwege das bekannte weiße Fahrradsymbol. Zusätzlich wird in den Kreuzungsbereichen der Radfahrstreifen rot beschichtet.

Farblich hervorgehobene Fahrradwege erhöhen für alle Verkehrsteilnehmenden die Sicherheit auf den Straßen. Sie ermöglichen kurzfristig die Situation dort zu verbessern, wo keine konkreten Planungen nach dem neuen Mobilitätsgesetz zur Umsetzung vorliegen. Unabhängig von der Einfärbung der bestehenden Radwege werden diese zukünftig überprüft und gegebenenfalls ausgebaut.

Häufige Fragen


Was soll die grüne Beschichtung der Radwege bewirken?

Radwege werden durch die neuen Grünbeschichtungen sichtbarer. Die farbliche Kennzeichnung und Abtrennung der Radfahr- und Schutzstreifen sollen das Gefahrenpotenzial verringern. Die Grünbeschichtungen können dazu beitragen, dass der motorisierte Verkehr nicht mehr die deutlich sichtbare Fahrspur der Radfahrenden kreuzt oder als Park- und Haltefläche beansprucht.
Die Grünbeschichtung kann zudem dazu beitragen, das subjektive Sicherheitsempfinden der Radfahrenden durch die gut sichtbare Radspur zu stärken.
Zusätzlich werden in den Kreuzungsbereichen die Radwege rot eingefärbt, um die Signalwirkung zu verstärken und auf die besondere Gefahrensituation durch sich kreuzende Wege hinzuweisen.

Welche Radwege werden grün eingefärbt?

Neben den neu geplanten und in den kommenden Jahren neu entstehenden geschützten Radfahrstreifen und Radfahrstreifen ohne Protektion sollen auch bestehende Radwege sicherer werden. Diese bestehenden Radwege entsprechen dabei nicht immer den neuen Anforderungen des Mobilitätsgesetzes. Dennoch soll – unabhängig von einer künftigen Umplanung dieser Wege – mit der Grünbeschichtung ein erster Gewinn an Sicherheit erreicht werden. Teilweise werden im Rahmen der Maßnahme auch Radwege verbreitert, wenn dies ohne größere Umplanung möglich ist.

Welcher Farbton wird verwendet?

Der Farbton ist im Streckenverlauf verkehrsgrün (RAL 6024) sowie an Kreuzungen und Einmündungen und sonstigen Konfliktbereichen wie sehr stark frequentierten Grundstückszufahrten rot (RAL 3020). Verkehrsgrün bietet einen ausreichenden Kontrast zu Rot, was die Aufmerksamkeit in Gefahrenzonen erhöhen wird. Beide Farbtöne sind gut sichtbar. Die Farbauswahl orientiert sich an nationalen und internationalen Städten wie San Francisco, New York oder Wien.

Welche Materialien werden verwendet?

Insgesamt kommen in der Testphase von fünf Jahren voraussichtlich zwei Materialien zum Einsatz: Kaltplastik und Epoxidharz. Die Materialien unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften, Beschaffungskosten und Belastbarkeit.

Presse

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Grün markierter Radweg in der Holzmarktstraße; Foto: SenUVK
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