Berlin treibt Klimaanpassung in Städten und nachhaltige Ressourcenpolitik voran

Pressemitteilung vom 08.05.2026

Berlin setzt sich auf der heute in Leipzig zu Ende gehenden Umweltministerkonferenz (UMK) der Länder und des Bundes entschieden für eine stärkere Klimaanpassung in urbanen Räumen sowie für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen ein. Auf Initiative von Umweltsenatorin Ute Bonde standen dabei insbesondere die Resilienz von Ballungsräumen gegenüber den Folgen des Klimawandels sowie das Phosphorrecycling im Fokus.

Ballungsräume sind in besonderem Maße von zunehmenden Hitzeperioden, Starkregenereignissen und Luftbelastungen betroffen. Gleichzeitig erschwert ein hoher Versiegelungsgrad die natürliche Klimaanpassung und verstärkt die Belastungen für die Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund hat die Umweltministerkonferenz auf Initiative Berlins den Bund aufgefordert, ein spezifisches Finanzierungsinstrument für Städte und Metropolregionen zu schaffen.

Mit den Mitteln sollen gezielt Maßnahmen zur Klimaanpassung umgesetzt werden – darunter die Verbesserung und Vernetzung städtischer Grün- und Wasserflächen, die Entsiegelung von Böden sowie die Wiederherstellung stadtnaher Ökosysteme. Bestehende Förderprogramme greifen häufig zu kurz, da sie überwiegend auf den ländlichen Raum ausgerichtet sind.

„Gerade dicht besiedelte Städte müssen wir konsequent auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten. Resiliente Ballungsräume sind eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit, Lebensqualität und wirtschaftliche Stabilität. Berlin zeigt, wie Klimaanpassung im urbanen Raum konkret umgesetzt werden kann“, erklärte Senatorin Ute Bonde.

Neben der Klimaanpassung setzt sich Berlin auch für eine nachhaltige Ressourcenpolitik ein. Auf Initiative Berlins war ein weiterer Schwerpunkt der UMK daher das Phosphorrecycling aus Klärschlämmen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus geopolitisch sensiblen Regionen zu reduzieren und die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken.

Die Umweltministerinnen und -minister bekräftigten, dass an der ab 2029 geltenden Pflicht zur Phosphorrückgewinnung festgehalten wird. Zugleich fordern sie den Bund auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen zügig so anzupassen, dass recycelter Phosphor wirtschaftlich konkurrenzfähig wird. Dies soll Investitionen in entsprechende Anlagen fördern und die Kreislaufwirtschaft stärken.

Mit diesen Initiativen unterstreicht Berlin seine Rolle als Treiber einer integrierten Klima- und Ressourcenpolitik – mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen und Potenziale urbaner Räume.