Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Ermittlung und Festsetzung


1988; Überschwemmungen Tiefwerder
Überschwemmungen in Tiefwerder im Jahr 1988;
Foto: Hans-Gerhard Kolat

Die Ermittlung und Festsetzung der Überschwemmungsgebiete ist ein mehrstufiges Verfahren, welches in Berlin folgende Schritte beinhaltet:

  • Ermittlung und vorläufige Sicherung der Überschwemmungsgebiete,
  • Festsetzung der Überschwemmungsgebiete inklusive Öffentlichkeitsbeteiligung sowie Überarbeitung der Überschwemmungsgebiete und
  • Anpassung der Überschwemmungsgebiete an neue Erkenntnisse. Die Anpassungserfordernisse können vielfältiger Art sein (z.B. Abflussveränderung, Baumaßnahmen, morphologische Änderungen, veränderte Rauigkeiten)

Überschwemmungsgebiete sind Gebiete, die durch ein 100-jährliches Hochwasserereignis betroffen sind. Die Ermittlung dieser Gebiete erfolgte im Rahmen der europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie und die Hochwassergefahrenkarten stellen die Grundlage dar.

In Berlin werden folgende Methoden zur Berechnung der Wasserspiegellage eines 100-jährlichen Ereignisses angewandt:

  • Pegelstatistik (Unterhavel)
  • Niederschlag-Abfluss-Modell gekoppelt mit hydraulischem Modell (Panke, Tegeler Fließ und Erpe)
  • Hydrodynamische Modellierung (Müggelspree und Gosener Wiesen)

Zur Ermittlung der Überschwemmungsgebiete wurde durch Ausspiegelung der modellierten Wasserspiegellage eine Wasseroberfläche abgeleitet und anschließend mit dem aktuellen Digitalen Geländemodell. Eine detaillierte Beschreibung des Digitale Geländemodell und der Erstellung finden Sie unter: Digitale Geländemodelle – ATKIS DGM. Das aktuelle Digitale Geländemodell (ATKIS DGM) wird im FIS Broker bereitgestellt. Die resultierenden Überflutungsflächen ergeben die Grundlage der Überschwemmungsgebiete.