Städtebau  
 

Peter-Joseph-Lenné-Preis des Landes Berlin

Ergebnis 2018: Preisverleihung


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Die Preisträger; Foto: Andreas Simon
Preisträger des Lenné-Verfahrens 2018; Foto: Andreas Simon

Die Peter-Joseph-Lenné-Preise und -Anerkennungen 2018


Es wurden insgesamt 59 Arbeiten frist- und formgerecht eingereicht (41 für den Bereich A - Re-gional, 9 für den Bereich B – National und 9 für den Bereich C - International).

AUFGABE A – REGIONAL
Das Marx-Engels-Forum in der Berliner Mitte

Freiraumkonzept für das Marx-Engels-Forum inkl. Verknüpfung mit den angrenzenden Stadträumen
Der Siegerentwurf (Lenné-Preis) von Laura Thiele, Matteo Basta, Edoardo Albano und Marco Smerghetto (alle Berlin) überzeugte die Jury durch seinen subtilen, respektvollen Ansatz. Form und Struktur des Marx-Engels-Forums bleiben weitgehend erhalten. Durch die sanfte Modellierung der zentralen Rasenfläche entsteht jedoch eine neue, vielseitig nutzbare Arena. Hier kommt es auch zum Rendezvous mit Marx, Engels und den anderen Stelen des Forums, die früher den Ort dominierten.

Mit der Lenné-Anerkennung wurden Amelie Kessler (Eggenfelden), Annika Werner und Nico Gaulocher (beide Frickenhausen) sowie Fabius Bender (Iffezheim) ausgezeichnet.

AUFGABE B – NATIONAL
Spreequellstadt Ebersbach-Neugersdorf (Oberlausitz)

Entwicklungskonzept für die Stadt sowie Gestaltungs- und Nutzungskonzept für den Schlechteberg
Der Siegerentwurf (Lenné-Preis) von Johanna Konopatzky (Dresden) integriert den Schlechteberg wieder in das Stadtgebiet und setzt ihn als Zentrum und verbindendes, vielfältiges Element ein. Der Entwurf bietet die Chance, den Schlechteberg in der Stadt wie auch in der Region besser erlebbar zu machen, als Naherholungsziel zu etablieren und die Einordnung im gesamtstädtischen Raum neu vorzunehmen. Die Möglichkeit des schrittweisen Ausbaus der neuen Qualitäten verleiht der praktischen Umsetzung den erforderlichen Entscheidungsspielraum und damit den richtigen Charme.

Die Jury würdigte die Arbeit von Marie-Luise Tschirner (Dresden) mit der Lenné-Anerkennung und der Karl-Foerster-Anerkennung.

AUFGABE C – INTERNATIONAL
Paris: Freiraumarchitektonische Visionen für den „Fermiers Généraux“

Strategisches Entwicklungskonzept für den öffentlichen Raum und Gestaltungs-/Nutzungskonzepte für den Abschnitt zwischen dem Boulevard de la Villette und dem Platz des Colonels Fabien
Die Siegerarbeit (Lenné-Preis) von Andreass Ebert und Gero Engeser (beide Freising) stellt eine integrierte Strategie vor. Der Fermiers Généraux übernimmt künftig andere Funktionen, zum Beispiel als Regenwassersammler und grüne Infrastruktur. Die Logistik wird als Verteilerstruktur weiter genutzt, um regionale Produkte in die Stadt zu transportieren. Dadurch wird der Ring als wichtiges Infrastrukturelement der Stadt gestärkt und erhält eine Multicodierung. Plätze werden besser mit der Umgebung vernetzt und erhalten mehr Freiraumqualitäten durch Trittsteinhabitate und Aktionsflächen, der Boulevard erfüllt Nahversorgungsfunktionen, besitzt kleine Grün- und Aufenthaltsfunktionen und nimmt den Radweg auf.

Anschließend erhielten Katrin Schneider (Wertingen) und Jodok Kroitzsch (Freising) die Lenné-Anerkennung und die Karl-Foerster-Anerkennung.