Erdwärme in Berlin: Erste Potenzial-Messungen bringen gute Ergebnisse
Bild: Ralf Rühmeier
Pressemitteilung vom 30.01.2026
Berlin ist auf seinem Weg zur Wärmewende einen großen Schritt vorangekommen: In Vorbereitung für eine stadtweite seismische Messung sind im Juli 2025 erste Untersuchungen in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf durchgeführt worden. Diese Voruntersuchung galt dem Potenzial für tiefe Geothermie, die ein zentraler Baustein für die klimaneutrale Wärmeversorgung von Berlin ist. Die Messungen haben vielversprechende Ergebnisse gebracht, die nun von Geologinnen und Geologen sowie Geophysikerinnen und Geophysikern ausgewertet werden.
Erkennbar ist schon jetzt, dass aus den Messungen im 2D-Verfahren im Sommer vergangenen Jahres sehr gute Daten hervorgegangen sind. Sogenannte „Vibro-Trucks“ waren in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf unterwegs und haben Schallwellen in das Erdreich gebracht und an geologischen Schichtgrenzen reflektiert. An der Erdoberfläche standen sogenannte Geophone, die diese reflektierten Wellen aufzeichneten. Damit wurden die geologischen Schichten sowie die Tiefenlage möglicher geothermischer Nutzhorizonte identifiziert.
Als nächstes soll Berlin stadtweit auf sein Potenzial für Erdwärme „gescannt“ werden. Für entsprechende Messungen im 3D-Seismik-Verfahren hat Ende Dezember 2025 das Ausschreibungsverfahren begonnen. Bis zum 13. Februar 2026 können sich interessierte Fachunternehmen für die Messungen bewerben.
Angestrebt wird ein Messbeginn im 1. Quartal 2027, die Untersuchungen werden etwa vier Monate dauern. Erneut werden dann Vibro-Trucks und Geophone im Einsatz sein. Davon sind dann alle zwölf Berliner Bezirke betroffen. Anwohnerinnen und Anwohner werden rechtzeitig informiert. Nach der Messung beginnt die Datenbearbeitung, die voraussichtlich bis zum Sommer 2028 abgeschlossen sein wird.
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