Wasserstand der Oberen Havel

Schleuse Spandau
Schleuse Spandau
Bild: SenUVK
Pressemitteilung vom 20.03.2020

Die gesteuerte Absenkung des Wasserstandes der Oberen Havel wird in diesem Frühjahr ausgesetzt, um Reserven für die Sommermonate zu sichern

Trotz der ergiebigen Niederschläge in den vergangenen Wochen führen Havel und Spree weniger Wasser als in dieser Jahreszeit üblich. Im Einzugsgebiet der Oberen Havel und der Spree herrscht aufgrund der Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 nach wie vor eine sehr geringe Bodenfeuchte, insbesondere in tieferen Bodenschichten. So liegt der Wasserstand der Müritz, aus der die Havel entspringt, knapp 40 Zentimeter unter dem für das Frühjahr üblichen Pegelstand. Auch die Grundwasserstände im Einzugsgebiet der Havel liegen noch immer deutlich unter dem langjährigen Mittel. Falls ergiebige Niederschläge in diesem Sommer ausbleiben sollten, wäre auch in diesem Jahr mit einem sehr geringen Abfluss der Havel und somit einem Rückgang der Wasserstände in der sogenannten Stauhaltung Spandau (dem Abschnitt zwischen der Schleuse Spandau und der Schleuse Lehnitz) zu rechnen.

Um für die Havel eine zusätzliche Reserve für die Sommermonate zu sichern, wird dieses Jahr die – im Frühjahr übliche – gesteuerte Absenkung des Wasserstandes der Havel um rund 20 Zentimeter ausgesetzt. Eine gesteuerte Absenkung der Wasserstände auf den sogenannten Sommerstau in der Stauhaltung Spandau unterbleibt und der Wasserstand wird ab dem 24. März 2020 soweit wie möglich auf dem so genannten Winterstau gehalten (Wasserstand Spandau Oberpegel von 355 cm / 31,51 m über Normalhöhennull).

Mit dieser vorsorglichen Maßnahme wird Wasser gespeichert, welches sonst in einem trockenen Sommer fehlen würde. Dies stützt die Grundwasserreserven für die Versorgung der Hauptstadtregion mit Trinkwasser und ist ein Beitrag, um die Wasserstände nach Möglichkeit halten zu können und Einschränkungen der Schifffahrt (Tauchtiefe) zu vermeiden.