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Mitglieder des Klimabürger:innenrats stehen fest

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Pressemitteilung vom 14.04.2022

Am 26. April treffen sich 100 repräsentativ ausgewählte Berlinerinnen und Berliner erstmals, um über Klimaschutz zu sprechen. Ihre Empfehlungen werden im Senat beraten

Die Teilnehmenden für den ersten Berliner Klimabürger:innenrat stehen fest. In dem Anfang Februar gestarteten, aufwändigen Auswahlverfahren – zunächst per Los via Melderegister, dann nach repräsentativ quotierten Kriterien – sind 100 Berlinerinnen und Berliner gefunden worden, die ab dem 26. April in insgesamt neun Sitzungen über die klimaschutzpolitische Zukunft der Hauptstadt diskutieren und mitentscheiden sollen. Ihre Empfehlungen werden im Senat und im Abgeordnetenhaus beraten.
Die künftigen Mitglieder des Klimabürger:innenrats kommen aus allen zwölf Bezirken und sind zwischen 17 und 80 Jahren alt. Ein Viertel von ihnen hat einen Migrationshintergrund, genau die Hälfte sind Frauen. Sie sollen stellvertretend für alle Berlinerinnen und Berliner, begleitet von Expertinnen und Experten, über Klimaschutz für Berlin diskutieren.

Bettina Jarasch, Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz: „Politik braucht Beratung und Impulse, aus der Wissenschaft, aus der Zivilgesellschaft – aber auch von Bürgerinnen und Bürgern, die weder Fachleute noch Interessenvertreter sind. Eine solche Beratung organisiert Berlin nun als erstes Bundesland für das existenzielle Thema Klimaschutz. Ich bin sehr gespannt auf den Diskussionsprozess, auf die konkreten Empfehlungen – und ganz besonders freue ich mich darauf, die Mitglieder des Klimabürger:innenrats schon bald persönlich kennenlernen zu dürfen.“

Das Auswahlverfahren hatte die bestmögliche Repräsentation der Berliner Bevölkerung zum Ziel. Dafür wurden in einem ersten Schritt per Zufallsverfahren 2.800 Adressen von Berliner*innen mit dem Mindestalter 16 aus dem Melderegister gezogen. Sie wurden anschließend per Brief informiert, mit Auskünften über den Rat und der Bitte um Rückmeldung. Um die erfahrungsgemäß geringeren Rückmeldequoten von Angeschriebenen mit niedrigerem Bildungsstand zu erhöhen, wurden Personen aus bestimmten Ortsteilen – auf Grundlage des „Monitorings Soziale Stadtentwicklung“ – noch einmal persönlich zur Teilnahme eingeladen. Nach insgesamt vierwöchiger Rückmeldefrist hatten sich 238 Berlinerinnen und Berliner für die Teilnahme am Bürger:innenrat registriert. Aus ihnen wurden die 100 finalen Teilnehmenden ausgewählt – dabei sind (mittels eines Algorithmus der „Sortition Foundation“) die Kriterien Alter, Geschlecht, Bildungsabschluss, Migrationserfahrung und Wohnbezirk so berücksichtigt worden, dass ein möglichst genaues Abbild der Berliner Bevölkerung entstehen konnte. Organisator dieses Verfahren ist das Beteiligungsinstitut „nexus“ im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz.

Christine von Blanckenburg, nexus-Projektleiterin: „Im Bürger:innenrat kommen Menschen an einen Tisch, die im Alltag wenig bis gar keinen Kontakt miteinander haben. Menschen mit und ohne Migrationserfahrung, Schülerinnen und Akademiker, Marzahner und Spandauerinnen. Sie übernehmen die wichtige Aufgabe, Empfehlungen aus der Bevölkerung heraus zu erarbeiten, wie die Transformation Berlins hin zu einer klimaneutralen Hauptstadt sozial gerecht für alle Berliner:innen gelingen kann. Ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Politik und Bevölkerung bestmöglich zusammenarbeiten können.“

Der Rat beschäftigt sich ab dem 26. April insbesondere mit den Themenfeldern Mobilität, Gebäude und Energie. Die Eröffnungsveranstaltung ist öffentlich und kann online verfolgt werden. In neun Sitzungen werden Expert*innen zu den Themenfeldern angehört, um valide Grundlagen für eine ergebnisoffene Diskussion zu schaffen. Anhand von konkreten Alltagsbildern entwickeln die Teilnehmenden dann Empfehlungen für sozial gerechte Klimaschutzmaßnahmen. Diese werden anschließend vom neu gegründeten Senatsausschuss für Klimaschutz geprüft und aufgegriffen.

Das sind die 100 Teilnehmenden:

  • Vertretung nach Bezirken

    Prozent

  • Mitte

    11 %

  • Friedrichshain-Kreuzberg

    10 %

  • Pankow

    13 %

  • Charlottenburg-Wilmersdorf

    8 %

  • Spandau

    4 %

  • Steglitz-Zehlendorf

    7 %

  • Tempelhof-Schöneberg

    9 %

  • Neukölln

    9 %

  • Treptow-Köpenick

    7 %

  • Marzahn-Hellersdorf

    7 %

  • Lichtenberg

    9 %

  • Reinickendorf

    6 %

  • Alter

    Prozent

  • 16-24:

    12 %

  • 25-34:

    19 %

  • 35-44:

    18 %

  • 45-54:

    15 %

  • 55-64:

    16 %

  • 65+:

    21 %

  • Geschlechtsidentität

    Prozent

  • Männer:

    49 %

  • Frauen:

    50 %

  • Divers:

    1 %

  • Migrationserfahrung

    Prozent

  • Mit Migrationserfahrung

    25 %

  • Ohne Migrationserfahrung

    75 %

  • Bildungsstand

    Prozent

  • Niedrig

    7 %

  • Mittel

    41 %

  • Hoch

    52 %