Umwelt  

 

Wasser und Geologie

Landesgrundwassermessnetz


Das Landesgrundwassermessnetz dient einerseits der Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung des Ballungsraumes Berlin und der ökologischen Belange sowie andererseits der Bauwirtschaft zur Ermittlung der aktuellen und der höchsten zu erwartenden Grundwasserstände (zeHGW). Zusätzlich werden auch Grundwasserbeschaffenheitsdaten gewonnen und Grundwassertemperaturen gemessen.

An 1.020 mit Datenloggern ausgerüsteten Grundwassermessstellen werden derzeit aktuell die Grundwasserstände ermittelt. Die Datenlogger erfassen tägliche Werte, die regelmäßig an den Messstellen kontrolliert, ausgelesen und nach einer Plausibilitätsprüfung direkt in die Grundwasserdatenbank eingespielt werden und dort verfügbar sind. Zurzeit sind 27 ausgewählte Messstellen bereits mit Funkdatenloggern bestückt, deren tagesaktuelle Messwerte online kostenfrei abgefragt werden können.

Die Verteilung der Messstellen im Stadtgebiet ist den hydrogeologischen Gegebenheiten angepasst. Im Stadtzentrum, wo viele Eingriffe in das Grundwasser durch Bautätigkeit, Einleitungen, Regulierungsmaßnahmen etc. stattfinden, ist das Messnetz dichter als in den Randgebieten. Das Grundwassermessnetz erfasst auch getrennt alle fünf in Berlin vorkommenden Grundwasserleiter (GWL), die sich in unterschiedlichen Tiefen befinden (siehe Hydrogeologische Gliederung Berlins).

Im GWL 2, der auch Hauptgrundwasserleiter genannt wird, da hieraus die öffentliche Wasserversorgung Berlins erfolgt, sind die meisten Messstellen (827) verfiltert. Im oberflächennahen GWL 1,2 (Panketalgrundwasserleiter) befinden sich 46 Messstellen. Aus den Werten dieser beider Grundwasserleiter wird die jährlich erscheinende Grundwassergleichenkarte von Berlin erzeugt. In den tieferen Grundwasserleitern (GWL 3, GWL 4 und GWL 5, der bereits zum Salzwasserstockwerk gehört) befinden sich insgesamt 151 Messstellen.

Die ersten Grundwasserstandsaufzeichnungen gehen auf das Jahr 1870 zurück. Damals hatte man im heutigen Kernbereich von Berlin-Mitte 29 Messstellen errichtet, die bis heute nahezu lückenlos gemessen werden (s. Abb. unten).

Später vergrößerte sich das Messnetz rasch: Im Jahr 1937 waren es bereits über 2.000 Messstellen. In den letzten beiden Dekaden wurden die Messstellen der neuen Grundwasserleitergliederung zugeordnet und das Messnetz nach aktuellen Erfordernissen auf 1.020 Messstellen reduziert.



Grundwasserstandsaufzeichnungen

Die Lage aller öffentlich zugänglichen Grundwassermessstellen, die sich im Eigentum der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie der Berliner Wasserbetriebe befinden, ist bei Baumaßnahmen zu berücksichtigen.
Ihre Standorte sind in der Karte Grundwassermessstellen im FIS-Broker zu finden.

Kartenwerke

Link zum FIS-Broker - Kartenanzeige Grundwasserstand
FIS-Broker Kartenanzeige Grundwasserstand